mini|hochkant=0.75|Kapelle in Ragnitz mini|hochkant|Schloss Rohr
Ragnitz ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Leibnitz im österreichischen Bundesland Steiermark.
Geografie Geografische Lage Die Gemeinde hat eine Fläche von rund zwanzig Quadratkilometer und liegt im Tal der Stiefing. Der Ort liegt auf 280 Meter über dem Meer, nach Osten steigt das Land bewaldet auf 400 Meter an.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet am Unterlauf der Stiefing umfasst folgende neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Badendorf () Edelsee () Gundersdorf () Haslach an der Stiefing () Laubegg () Oberragnitz () Oedt () Ragnitz () Rohr ()
Die Gemeinde besteht aus drei Katastralgemeinden (Fläche Stand ): Badendorf () Haslach () Ragnitz ()
Nachbargemeinden
Geschichte Das früheste Schriftzeugnis ist von 1126 und lautet „Rakkaniz“. Der Name geht auf slowenisch raknica (Siedlung bei den Flusskrebsen) zurück.
Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.
Bevölkerungsentwicklung Gab es von 1991 bis 2000 eine starke Abwanderung, so sind seither sowohl die Geburtenbilanz als auch die Wanderungsbilanz positiv. (Stand 2025) 2026 lebten 1644 Menschen in Ragnitz.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant=0.75|Schloss Laubegg mini|hochkant|Schloss Frauheim Bauwerke
Schloss Laubegg Schloss Rohr, vom Verfall bedroht Schloss Frauheim
Sport Fußball Nach der Zusammenlegung der drei damals selbstständigen Kleingemeinden Ragnitz, Haslach und Badendorf im Jahre 1969 erfolgte rund fünf Jahre später, im Jahre 1974, die Gründung des unter dem Dachverband Österreichische Turn- und Sportunion stehenden USV Ragnitz.GESCHICHTE des VEREINES, abgerufen am 2. Februar 2024 Die Vereinsführung des am 31. Juli 1974 offiziell zugelassenen Vereins mit dem Namen SV Union Ragnitz bestand aus Ludwig Kowald (Obmann), Erich Jöbstl senior (Obmannstellvertreter), Franz Hohl (Sektionsleiter), Kurt Pfeiffer (Schriftführer) und Hermann Hirschmann (Kassier). Der erste Fußballplatz des Vereins wurde bereits im Jahr davor durch die Gemeinde Ragnitz von der Familie Maurer, die in Gundersdorf neben der Landwirtschaft auch noch ein Gasthaus betrieb, eine hinter deren Gasthaus gelegene und rund 1,4 Hektar große gepachtet. Das Grundstück wurde später von der Gemeinde gekauft und wiederum dem Sportverein verpachtet. In weiterer Folge entstanden hier ein rund 100 × 60 m großes Spielfeld, eine Tennisanlage mit zwei Spielplätzen sowie ein rund 23 × 7,2 m großes Sportgebäude. Mit einem dreitägigen Fest wurde vom 15. bis zum 17. August 1975 die fertiggestellte Sportanlage in Gundersdorf feierlich eröffnet. Zum Zeitpunkt der Vereinsgründung waren einige Teile der Infrastruktur wie etwa die Umzäunung, das Flutlicht, die Lautsprecheranlage oder eine asphaltierte Zufahrt noch gar nicht vorhanden und entstanden erst bis zum Sommer 1975.
Im Jahre 2009 wurde in Ragnitz der Bau des Julius-Meinl-Stadions begonnen und auch fertiggestellt. Die Baukosten beliefen sich auf eine knappe Million Euro, wobei die Finanzierung durch Julius Meinl V., seit dem Jahr 2009 Ehrenbürger der Gemeinde, sehr erleichtert wurde.Am Apparat – Telefonkolumne, abgerufen am 2. Februar 2024 Der Rasen wurde generalüberholt, um das Stadion Oberliga-entsprechend herzurichten. Das Stadion besteht aus einer für 500 Zuschauer zugelassene Tribüne. Die Familie Meinl tritt spätestens seit Julius Meinl III. fördernd in der Gemeinde Ragnitz in Erscheinung.
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Betriebe und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren: WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige20212011 200120212011 2001Land- und Forstwirtschaft 1)3969 1015047 63Produktion2120 11211202 196Dienstleistung8268 25321179 110 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021
Verkehr Die wichtigste Straßenverbindung ist die Kirchbacher Straße B73, die nach Westen zur Pyhrn Autobahn A9 führt.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2020 setzt sich dieser wie folgt zusammen: 11 ÖVP 3 FPÖ 1 SPÖ
+ Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse: Partei 2020 2015 2010 2005 2000 Stimmen % Mandate St. % M. St. % M. St. % M. St. % M. ÖVP 612 71 11 618 63 10 685 69 11 550 58 9 477 52 9 SPÖ63 7 189 9 1 125 13 2 172 18 382 9 1 FPÖ 189 22 3 273 28 4 184 19 2 219 23 3 154 17 2 Demokratische Liste Ragnitz nicht kandidiert 209 23 3 Wahlberechtigte 1.280 1.260 1.262 1.226 1.111 Wahlbeteiligung 69 % 80 % 80 % 78 % 83 %
Bürgermeister 1886–1904 Josef Kowald, Bauer 1904–1922 Josef Kowald, Bauer 1822–1951 Johann Kowald, Bauer 1951–1971 Ludwig Kowald, Bauer 1971–1988 Ludwig Kowald, Landwirt und Lehrer (ÖVP) 1989–2022 Rudolf Rauch, Landwirt (ÖVP) seit 2022 Manfred Sunko (ÖVP)Robert Lenhard: Nach Wahlpanne: Gemeinde Ragnitz hat nun wieder einen Bürgermeister. Kleine Zeitung, 24. Mai 2022.
Wappen rechts|100px Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Jänner 1992.
Wappenbeschreibung: „In Blau ein goldener Balken, darin ein vorwärts gerichteter roter Krebs, im oberen Feld von drei hochrechteckigen, durchbrochenen, an den Ecken mit Kleeblättern besteckten goldenen Schloßblättern, im unteren Feld von drei (2:1) goldenen Seeblättern begleitet.“Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 42/43, 1992/93, S. 54
Ehrenbürger der Gemeinde
Erich Jöbstl sen. Elfriede „Frieda“ PaierEhrenzeichenträger der Gemeinde Ragnitz – Ehrenbürger, abgerufen am 2. Februar 2024 Reginald Schuh Friedrich Frühwald Friedrich Maurer Konrad Schweigler 2009: Julius Meinl V. Friedrich Hammer 2011 Helmut Lückl, (42 Jahre Amtsleiter der Gemeinde) 2022 Rudolf Rauch (22 Jahre Bürgermeister der Gemeinde)
Weblinks
www.ragnitz.gv.at
Einzelnachweise