Langenstraße-Heddinghausen ist ein Stadtteil von Rüthen im Kreis Soest in Nordrhein-Westfalen. Am 31. Dezember 2021 hatte die Ortschaft 460 Einwohner.

Lage Langenstraße-Heddinghausen liegt östlich von Oestereiden. Der Ort hat eine Fläche von 7,43 km².

Geschichte Im Mittelalter gehörten Langenstraße und Heddinghausen zum kurkölnischen Herzogtum Westfalen. 1802 kamen die Orte an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, 1815 zum Königreich Preußen und darin 1816 zum Landkreis Lippstadt, wo sie zur Bürgermeisterei Rüthen gehörten. Aus der Bürgermeisterei Rüthen wurde 1843 das Amt Altenrüthen gebildet.

Etwa um 1890 wurden die Gemeinden Heddinghausen und Langenstraße zur Gemeinde Langenstraße-Heddinghausen zusammengeschlossen. Am 1. Januar 1975 wurde aufgrund § 50 Münster/Hamm-Gesetz die Gemeinde Langenstraße-Heddinghausen aufgelöst und in die Stadt Rüthen eingegliedert.

Ein ortsbildprägendes Gebäude ist die St.-Johannes-Baptist-Kirche.

Einwohnerentwicklung 1871: Heddinghausen 169 Einwohner, Langenstraße 188 Einwohner 1885: Heddinghausen 190 Einwohner, Langenstraße 182 Einwohner 1910: 351 Einwohner 1939: 379 Einwohner 1950: 538 Einwohner 1961: 411 Einwohner 1970: 393 Einwohner 1974: 410 Einwohner 1975: 407 Einwohner 2011: 460 Einwohner 2013: 441 Einwohner 2014: 446 Einwohner 2021: 460 Einwohner

Politik Ortsvorsteher ist Antonius Wilmesmeier (CDU).

Vereine Brieftaubenverein „Haarbote“ Heimatverein Langenstraße-Heddinghausen Kameradschaft ehemaliger Soldaten Langenstraße-Heddinghausen Landwirtschaftlicher Ortsverein Spielmannszug Langenstraße-Heddinghausen Theatergruppe Langenstraße-Heddinghausen Schützenverein Langenstraße-Heddinghausen-Eickhoff Förderverein Langenstraße-Heddinghausen KFD Frauengemeinschaft Langenstraße-Heddinghausen Tennisverein Langenstraße-Heddinghausen

Infrastruktur Bildung Langenstraße besaß einen städtischen Kindergarten.

Verkehr Eine Buslinie der Westfalenbus GmbH, die Linie 673 von Rüthen über Meiste nach Oestereiden, verläuft durch Langenstraße-Heddinghausen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt Ursula Happen, vermutlich vor 1652 als Hexe hingerichtet. Ihr Name findet sich in den Prozessakten der Witwe Engela Borris des Gogerichts Rüthen 1652. Eventuell besteht verwandtschaftliche Beziehung zu dem Mann Freunnd Happen aus Meiste bei Rüthen, der 1660 wegen des Verdachtes der Zauberei angeklagt wurde. An das Schicksal von Ursula Happen erinnert die Skulpturengruppe Frauen an Schandpfählen (1996) von dem Sendenhorster Bildhauer Bernhard Kleinhans, einem Nachfahren. Henrich Rike genannt Twerg, von Oestereiden gebürtig, am 20. September 1652 wegen des „abscheulichen Zauberlasters“ als Hexer hingerichtet. Wilhelm Gössmann (* 20. Oktober 1926 in Rüthen-Langenstraße; † 2. Januar 2019) war ein deutscher Literaturwissenschaftler. Am 31. März 2011 beschloss die Stadtvertretung Rüthen eine sozialethische Rehabilitation der im Bereich der heutigen Stadt Rüthen während des 16. und 17. Jahrhunderts im Rahmen der Hexenverfolgungen unschuldig verurteilten und hingerichteten Personen.

Literatur Geschichte der Stadt Rüthen. Im Auftrag der Stadt Rüthen herausgegeben von Wolfgang Bockhorst und Wolfgang Maron. Paderborn 2000. Harald Gollan: Hexenprozess im Gogericht Rüthen aus dem Jahr 1652, in Heimatblätter des Patriot, 13. Juni 2000, S. 97ff

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Rüthen LangenstrasseHeddinghausen Kategorie:Gemeindeauflösung 1975