mini|Biagio Antonacci (2009) Biagio Antonacci (* 9. November 1963 in Mailand) ist ein italienischer Sänger und Cantautore. Während er zu Beginn seiner Karriere Ende der 1980er-Jahre noch wenig Aufmerksamkeit erhielt, konnte Antonacci nach der Jahrtausendwende sechs Studioalben in Folge an die Spitze der italienischen Charts bringen.

Karriere Antonacci wuchs am Rand von Mailand in Rozzano auf und war früh musikalisch tätig, zunächst als Schlagzeuger und Gitarrist, dann auch als Songwriter. Er besuchte eine Geometerschule. Nach seinem Militärdienst bei den Carabinieri in Garlasco und einigen Erfahrungen in der Mailänder Musikszene trat er 1988 mit Voglio vivere in un attimo in der Newcomer-Kategorie des Sanremo-Festivals an. Trotz des mangelnden Erfolgs erhielt er 1989 seinen ersten Plattenvertrag. Er debütierte mit dem Album Sono cose che capitano, das zwar relativ erfolglos blieb, jedoch die Single Fiore enthielt, die Antonacci im Radio zu erster Bekanntheit verhalf. 1991 folgte das Album Adagio Biagio.

Der Durchbruch gelang Antonacci 1992 mit dem Album Liberatemi, dessen Titelsong ein kleinerer Sommerhit wurde. Auf dieser Popularitätswelle nahm der Sänger 1993 am Sanremo-Festival mit Non so più a chi credere teil. Das folgende selbstbetitelte Album konnte 1994 den Erfolg des Vorgängers noch einmal übertreffen. Il mucchio von 1996 wurde erstmals von Antonacci selbst (zusammen mit Fabio Coppini) produziert, Mi fai stare bene von 1998 erschien schließlich gänzlich in Eigenproduktion. 1999 nahm Antonacci mit Viktor Lazlo das Lied Message (Cover von Se è vero che ci sei) auf, das in den wallonischen Charts den siebten Platz erreichte; es fand 2002 Eingang in Lazlos Album Amour(s), das mehrere französische Coverversionen von Antonaccis Liedern enthielt.

Das neue Jahrtausend begann Antonacci mit der Kompilation Tra le mie canzoni. Am Tag seines 38. Geburtstags veröffentlichte er schließlich das nächste Studioalbum 9/Nov./2001. Zwischen 2004 und 2005 erschien das zweigeteilte Album Convivendo. 2007 nahm Antonacci das Album Vicky Love bei sich zuhause in Bologna auf, außerdem gab er ein Konzert im Mailänder Stadion San Siro, aus dem eine Live-DVD hervorging. Nach zwei Kompilationen folgte das nächste Studioalbum Inaspettata 2010; den Titelsong nahm Antonacci zusammen mit Leona Lewis auf, außerdem arbeitete er für die Single Ubbidirò mit der Rapgruppe Club Dogo zusammen. Das Livealbum Colosseo von 2011 ging aus einem Benefizkonzert des Sängers im römischen Kolosseum hervor.

Die Single Non vivo più senza te aus dem Album Sapessi dire no brachte Antonacci 2012 einen Sommerhit ein, auch die übrigen Singles waren erfolgreich. Schon 2014 legte er das Album L’amore comporta nach und im Jahr darauf erschien das umfangreiche Best Of Biagio. Außerdem trat er als Gaststar beim Sanremo-Festival 2015 auf.

Privatleben Aus der neunjährigen Ehe mit Marianna Morandi, der Tochter Gianni Morandis, gingen zwei Söhne hervor: Paolo (* 1995) und Giovanni (* 2001). Zusammen mit Paola Cardinale hat er einen weiteren Sohn, Carlo (* 2021).

Diskografie

Studioalben 1989: Sono cose che capitano 1991: Adagio Biagio

Livealben

Weitere Livealben 2014: Palco Antonacci San Siro 2014 – L’amore comporta

Kompilationen

Singles

Weitere Singles 1988: Voglio vivere in un attimo / Fiore 1988: Fiore / Le mie donne 1989: Ti prenderò ballando / Ci vediamo venerdì 1990: Se ti vedesse mamma / Buonanotte 1991: Baciami stupido / Però ti amo 1991: Se tu fossi come… / Orchidea 1992: Liberatemi / Assomigliami 1994: Non è mai stato subito 1994: Se io, se lei 1995: Lavorerò 1996: Così presto no 1996: Non parli mai 1996: Dove il cielo è più sereno 1998: Quanto tempo e ancora (IT : [25.000+]) 1998: Mi fai stare bene 2000: Ti ricordi perché 2001: Ritorno ad amare 2001: Angela 2001: Che differenza c’è 2001: Solo due parole 2004: Non ci facciamo compagnia 2004: Convivendo 2004: Mio padre è un re 2005: Sappi amore mio 2005: Pazzo di lei (IT : [50.000+]) 2005: Immagina 2007: L’impossibile 2008: Aprila 2008: Tra te e il mare (Rolling Version) 2010: Inaspettata (Unexpected) (feat. Leona Lewis) 2012: L’evento 2014: Tu sei bella 2014: Ho la musica nel cuore 2015: L’amore comporta 2016: Cortocircuito

Gastbeiträge

Videoalben 2000: Live in Palermo (Konzert am 10. Juli 1999) 2005: ConVivo (Konzert im April 2005 im Forum di Assago in Mailand) 2007: San Siro 07 (Konzert am 30. Juni 2007 im Giuseppe-Meazza-Stadion) 2009: Anima Intima anima rock (Konzert im Teatro Bonci in Cesena und im Forum di Assago in Mailand) 2011: Colosseo (Konzert im Kolosseum in Rom für die UNESCO)

Weblinks

Offizielle Website (italienisch) Biagio Antonacci bei Rockol.it (italienisch)

Belege

Kategorie:Sänger Kategorie:Cantautore Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1963 Kategorie:Mann