Gukowo () ist eine russische Stadt in der Oblast Rostow im Föderationskreis Südrussland mit Einwohnern (Stand ).
Geographie Die Stadt liegt im Nordwesten der Oblast, knapp 100 km Luftlinie nördlich von deren Hauptstadt Rostow am Don, nahe der Grenze zur Ukraine und etwa 15 km westlich der Bahnlinie Rostow–Moskau.
Geschichte Die Siedlung wurde 1878 als Zentrum der Bauernhöfe und Farmen im Umland gegründet und wurde wenig später das Zentrum des Kohlebergbaus in dieser Gegend. Der Ort ist mit dem Kohlebergbau gewachsen, sodass heute die Vororte mehrere Kilometer von Zentrum entfernt liegen. 1955 erhielt Gukowo das Stadtrecht.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1939 8.837 1959 52.969 1970 65.105 1979 68.080 1989 67.336 2002 66.648 2010 67.278 Anmerkung: Volkszählungsdaten
Kultur Neben den allgemeinbildenden Schulen gibt es am Ort zwei Berufsschulen, ein Lyzeum, eine Bergwerkuniversität und ein Institut für Volkswirtschaft und Recht. Weiterhin gibt es zwei städtische Zeitungen, die Prowinzija und die Schachtjorskaja Nedelja sowie die beiden Fernseh- und Radiogesellschaften Nika und Helios, ebenso das einzige Bergbau-Museum dieser Art im europäischen Teil Russlands. Jährlich finden hier Rennen im Rahmen der russischen Rallye-Meisterschaft statt.
Wirtschaft Hauptwirtschaftszweig ist auch heute noch der Kohlebergbau. Die geförderte Anthrazit-Kohle wird zu einem großen Teil exportiert. Daneben haben sich Lebensmittelindustrie und holzverarbeitende Betriebe gebildet. Im Jahr 2006 waren 368 Gewerbe- und Industriebetriebe angemeldet. Seit einigen Jahren wird das Gebiet des Unterlaufs des Don bis zum Asowschen Meer für den Tourismus erschlossen.
Söhne und Töchter der Stadt
Viktor Romanko (* 1953), Akkordeonist Maxim Turow (* 1979), Schachmeister Rem Digga (* 1987), Rapmusiker und Beatmaker
Weblinks Offizielle Webseite der Stadtverwaltung (russisch) Gukowo auf mojgorod.ru (russisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Rostow Kategorie:Ort im europäischen Russland Kategorie:Gemeindegründung 1878 Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1955