Bollstadt ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Amerdingen im schwäbischen Landkreis Donau-Ries in Bayern. Die Gemarkung Bollstadt hat eine Fläche von 8,136 km². Sie ist in 663 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 12271,78 m² haben.
Geographie Das Pfarrdorf liegt auf einer Waldlichtung, 3 km nordöstlich von Amerdingen. Nordöstlich entspringt der Ursprungsbach, später Bautenbach genannt, Baein Zufluss der Eger. Durch den Ort führt die Kreisstraße DON 7.
Geologie Bei Bollstadt befindet sich ein ehemaliger Steinbruch, in dem Suevit abgebaut wurde. Das markante Gestein wurde beim Ries-Ereignis gebildet.Johannes Baier: „Suevit – der ``Schwabenstein´´ aus dem Nördlinger Ries“. Fossilien, 35(3), Wiebelsheim 2018.
Geschichte Im 9. Jahrhundert wurde Bollstadt erstmals erwähnt, als Landgüter in dem Ort an das Kloster Fulda übergeben wurden. Im 13. und 14. Jahrhundert war der Ort Sitz des Rittergeschlechtes derer von Bollstadt, dem der Naturwissenschaftler und Theologe Albertus Magnus angehörte.
1459 wurde ein Schloss (Burgstall Bollstadt) erstmals erwähnt, das 1854 abgebrochen wurde.
1978 wurde die Gemeinde nach Amerdingen eingemeindet.
Baudenkmäler Die katholische Pfarrkirche St. Ulrich stammt aus dem 14. Jahrhundert.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Donau-Ries Kategorie:Amerdingen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Donau-Ries) Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Donau-Ries