mini|Epitaph für Josef Vrana im Olmützer Dom Josef Vrana (* 17. Oktober 1905 in Střibrnice; † 30. November 1987 in Olomouc) war ein tschechischer Geistlicher und Administrator des Erzbistums Olmütz sowie Titularbischof von Octabia.

Leben mini|links|200px|Wappen des Titularbischofs von Octabia Nach dem Tod des internierten Olmützer Erzbischofs Josef Karel Matocha 1961 weigerten sich die tschechoslowakischen Behörden, den vom Heiligen Stuhl vorgeschlagenen neuen Bischofskandidaten František Vaňák zu akzeptieren. Schließlich wurde am 19. Februar 1973 der dem kommunistischen Regime genehme Josef Vrana zum Administrator ernannt.

Die Position von Vrana wird kontrovers diskutiert. Um Schlimmeres zu vermeiden, akzeptierte die Römische Kurie seine Ernennung und ernannte ihn gleichzeitig zum Titularbischof von Octabia. Trotzdem hatte er zu ihm kein volles Vertrauen und vermied es, ihn als „Bischof von Olmütz“ zu bezeichnen, wie es die staatlichen Behörden verlangt haben.

In der Bischofskonferenz, deren Mitglied er war, sollte Vrana die staatlichen Vorgaben und Erwartungen durchsetzen. Trotzdem soll er sich auch bemüht haben, seinen Aufgaben als Bischof gerecht zu werden. Weder seine Bischofskollegen noch die Gläubigen, die ihn als Verräter empfanden, vertrauten ihm. Seitens der staatlichen Behörden wurde er zwar ausgezeichnet, gleichzeitig wurde ihm aber auch misstraut, indem z. B. sein Büro und seine Telefonate abgehört wurden.

Vrana wurde in der Fürstenbergkapelle der Olmützer Wenzelsdoms beigesetzt, wo ein Epitaph an ihn erinnert.

Weblinks Eintrag auf catholic-hierarchy.org

Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (20. Jahrhundert) Kategorie:Tscheche Kategorie:Tschechoslowake Kategorie:Geboren 1905 Kategorie:Gestorben 1987 Kategorie:Mann