Die kasachische Eishockeynationalmannschaft der Männer wird vor der Weltmeisterschaft 2022 in der IIHF-Weltrangliste auf Platz 15 geführt. Mit dieser Klassierung gilt Kasachstan als stärkste Eishockey-Nation Asiens, noch vor Japan oder China.
Nach der ersten Teilnahme an einer A-WM 1998 gelangen der kasachischen Nationalmannschaft weitere Teilnahmen an den Turnieren 2004, 2005 und 2006. Nach der Meisterschaft in der Division I 2009 entwickelte sich das Team zu einer Fahrstuhlmannschaft und pendelt seither zwischen der Top-Gruppe und der zweitklassigen Division I.
Geschichte Olympische Spiele Für die ersten Winterspiele nach dem Zerfall der Sowjetunion, zu der auch Kasachstan gehört hatte (und die Spieler somit für die Sowjetische Eishockeynationalmannschaft spielten), 1994 in Lillehammer gelang es der Mannschaft noch nicht, sich zu qualifizieren. 1998 war es dann jedoch soweit und das kasachische Team belegte in Nagano immerhin den 8. Platz, nachdem die Mannschaft unter Boris Alexandrow die Zwischenrunde hatte erreichen können. Die zweite Teilnahme bei Olympischen Winterspielen erfolgte dann 2006, nach dem Aus in der Vorrunde reichte es allerdings nur zu Platz 9. Der kasachische Stürmer Jewgeni Koreschkow wurde bei diesem Turnier mit 5 Toren und 2 Assists zudem siebtbester Scorer. Das Team scheiterte unter dem Cheftrainer Jerlan Saghymbajew in Oslo in der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2010. Auch bei der Qualifikation für die Spiele in Sotschi 2014 blieben die Kasachen erfolglos. mini|links|Kasachische Briefmarke, 1999
Weltmeisterschaften Bei Weltmeisterschaften arbeitete sich das Team seit der Unabhängigkeit Kasachstans im Jahr 1993 stetig nach oben, bis die Mannschaft schließlich mit dem Sieg in der Division I (inoffiziell auch B-WM) im Jahr 2003 die eigentlichen Eishockey-Weltmeisterschaften (A-WM) erreichte. Nach drei Turnieren stieg die Mannschaft bei der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2006 in Riga (Lettland) allerdings wieder in die Division I ab, nachdem die Abstiegsrunde nur als dritte von vier Mannschaften beendet worden war. Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2007 belegte die kasachische Mannschaft in Qiqihar (China) hinter Frankreich und Polen jedoch nur den dritten Platz und verpasste so den Wiederaufstieg. 2008 mussten sich die Kasachen den Österreichern geschlagen geben. 2009 gelang schließlich der Wiederaufstieg, nachdem in entscheidenden Spielen Japan mit 3:1 und Slowenien mit 2:1 besiegt worden waren. Nach dem letzten Platz bei der WM 2010 und dem Abstieg in die Division I gelang 2011 der sofortige Wiederaufstieg nach einem 3:2 n. V. im letzten Spiel gegen Gastgeber Ukraine. Auch nach dem Abstieg 2012 konnten die Kasachen den sofortigen Wiederaufstieg feiern. Nach einem 1:2 gegen Gastgeber Ungarn benötigten die Asiaten dafür im letzten Spiel einen Erfolg gegen die bereits als Aufsteiger feststehenden Italiener, der mit 3:0 auch gelang.
Winter-Asienspiele Das Team gewann viermal 1996, 1999, 2011 und 2017 das Eishockeyturnier der Winter-Asienspiele und holte jeweils hinter Japan zweimal Silber 2003 und 2007. Das Leistungsgefälle bei den Eishockeyturnieren der Asienspiele ist jedoch recht hoch. So sind zweistellige Ergebnisse der kasachischen Nationalmannschaft gegen unterklassige Teams nichts Außergewöhnliches, z. B. ein 38:0 gegen Vereinigten Arabischen Emirate und ein 52:1 gegen Thailand beim Turnier 2007 oder ein 35:0 gegen Taiwan beim Turnier 2011.
Nationaltrainer 1993–1994 Wladimir Golz 1994–1995 Wladimir Kopzow 1996–2002 Boris Alexandrow 2003–2006 Nikolai Myschagin 2007 Anatoli Kartajew 2007–2009 Jerlan Saghymbajew 2009–2010 Andrei Schajanow 2010–2011 Andrei Chomutow 2011–2012 Andrei Schajanow 2012–2013 Wladimir Krikunow 2013–2014 Ari-Pekka Selin 2014–2015 Andrei Nasarow 2016–2018 Eduard Sankawez 2018–2020 Andrej Skabelka 2020–2021 Juri Michailis 2021–2022 Andrej Skabelka 2022–2024 Ghalym Mämbetalijew 2024– Oleg Boljakin
Platzierungen Olympische Spiele 1994 – nicht qualifiziert 1998 – 8. Platz 2002 – nicht qualifiziert (2. Gruppe 2, 1. Qualifikationsrunde, Gesamtwertung 18.) 2006 – 9. Platz 2010 – nicht qualifiziert (3. Gruppe G, 2. Qualifikationsrunde, Gesamtwertung 16.) 2014 – nicht qualifiziert (2. Gruppe E, 2. Qualifikationsrunde, Gesamtwertung 13.) 2018 – nicht qualifiziert (3. Gruppe F, Qualifikationsendrunde, Gesamtwertung 16.) 2022 – nicht qualifiziert (2. Gruppe H, 3. Qualifikationsrunde, Gesamtwertung 22.)
Weltmeisterschaften
Winter-Asienspiele 1996: Sieger 1999: Sieger 2003: 2. Platz 2007: 2. Platz 2011: Sieger 2017: Sieger 2025: Sieger
Asienmeisterschaften 2025: Sieger 2026: Sieger
Asien-Cup 1995: Sieger
Weblinks
Kategorie:Eishockeynationalmannschaft (Männer) Nationalmannschaft, Herren Eishockey Kategorie:Nationalmannschaftsgründung 1992