mini|Logo des Times Literary Supplement. mini|Titelseite des TLS vom 28. Oktober 1949. The Times Literary Supplement (kurz TLS) ist eine wöchentlich erscheinende britische Literaturzeitschrift, die in London bei News International, einem Verlag der Unternehmensgruppe News Corporation, erscheint.

Geschichte Die Zeitschrift erschien erstmals 1902 als Beilage der Times, wurde aber 1914 eigenständig. Bis heute arbeiten beide Medien zusammen. Die Online-Version von TLS wird bei The Times gehostet, die Redaktionen haben ihren Sitz im Times House in der Londoner Pennington Street.

Unter den Mitarbeitern befanden sich Schriftsteller wie z. B. T. S. Eliot, Henry James und Virginia Woolf. Bis zum 7. Juni 1974 erschienen die Kritiken jedoch anonym. Vor seiner Schriftstellerkarriere war Martin Amis ein Redaktionsmitglied. Philip Larkins Gedicht Aubade erschien zuerst in der Weihnachtsausgabe 1977 von TLS. Obwohl die Zeitschrift lange als eine der führenden literaturkritischen Publikationen der Welt galt, war sie nicht unfehlbar. So hat sie beispielsweise James Joyce vollkommen ignoriert.

TLS fand auch Eingang in die englischsprachige Literatur. Eine der hintergründigsten Erwähnungen findet sich in Samuel Becketts Roman Molloy (1953), in dem es heißt:

TLS vergibt einen Buchpreis, den Senior Information Award.

Herausgeber Bruce Richmond, ab 1905 D. L. Murray, ab 1938 Stanley Morison, ab 1945 Alan Pryce-Jones, ab 1948 Arthur Crook, ab 1959 John Gross, ab 1974 Jeremy Treglown, ab 1981 Ferdinand Mount, ab 1991 Peter Stothard, ab 2003 Stig Abell, ab 2016 Martin Ivens, ab 2020

Siehe auch London Review of Books

Weblinks

Website von The Times Literary Supplement (englisch)

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