mini|Dorfplatz in Stappenbach

Stappenbach (bambergisch: Stammbach) ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Stappenbach hat eine Fläche von 5,635 km². Sie ist in 880 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6403,61 m² haben. Einziger Gemeindeteil in der Gemarkung ist Stappenbach. Die benachbarten Gemarkungen sind Oberharnsbach, Birkach, Oberndorf, Steppach, Oberköst und Unterneuses.

Geografie Das Pfarrdorf liegt ca. 4,5 km östlich von Burgebrach an der Rauhen Ebrach. Südlich des Ortes befindet sich der 325 Meter hohe Schellenberg. Nachbarorte sind im Osten Abtsdorf, Vorra und Hundshof, im Südwesten Tempelsgreuth und Küstersgreuth, im Nordwesten Unterneuses, Ober- und Unterharnsbach.

Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde Stappenbach im Jahre 1317 als „Stackenbach“. Der Begriff rührt von Starkloff oder Starkolf, abgekürzt stacco her. Heinrich Zeirner verkaufte damals dem Ebracher Abt Eberhard eine Sölde zu Abtsdorf und die Mühle zu Stappenbach.

Die Vorsiedlung Fesselsberg (auch Fesselsburg, Vesselsburg), im Jahr 1303 als Wüstung erwähnt, lag am Südhang des Scheibenbergs und wurde durch einen Brand zerstört.

1904 erhielt Stappenbach einen Bahnhof an der Bahnstrecke Strullendorf–Ebrach. Der Personenverkehr wurde bereits 1961 eingestellt, der Güterverkehr endete 1999.

Stappenbach war eine etwa 564 Hektar große Gemeinde mit Stappenbach als einzigem Gemeindeteil, die am 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgebrach eingemeindet wurde.

Einwohnerentwicklung 1840: 226 1933: 242 1939: 224 1960: 284 1961, 6. Juni: 281 1970, 27. Mai: 305 1987: 25. Mai: 295 2008, 30. Juni: 371 2011, 31. Dezember: 344 2013, 31. Dezember: 365 2014, 31. Dezember: 362 2016, 31. Dezember: 378 2017, 30. Juni: 375 2018, 30. Juni: 380 2018, 31. Dezember: 384 2019, 30. Juni: 383 2019, 31. Dezember: 377 2020, 30. Juni: 379 2020, 31. Dezember: 382

Politik Die Bürgermeister von Stappenbach (1888 bis 1971): Bürgermeister Hausname AmtszeitJohann Bayer Unterer Bauer bis 1888Kaspar Denzler Schmied 1888–1912Johann Dotterweich Fallez 1912–1926Johann Bayer Kaiser 1916–1933Georg Müller Schneider 1933–1938Michel Ames (Kaufladen) 1938–1945Johann Hartmann Master 1945–1948Adam Bayer Bauern-Adam 1948–1971

Schule Zum Schulsprengel von Stappenbach gehörten die Schüler aus Unterharnsbach, Tempelsgreuth und Küstersgreuth.

Westlich des Ortes liegt die Don Bosco-Schule Stappenbach, die aus dem Standort der Volksschule hervorging, ein sonderpädagogisches Förderzentrum.22 Mio. € für die Don Bosco-Schule in Stappenbach, auf landkreis-bamberg.de

Söhne und Töchter des Orts Günther Denzler (* 1948), von 1996 bis 2014 Landrat des Landkreises Bamberg, wuchs in Stappenbach auf

Literatur Konrad Ebitsch: Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde von Stappenbach a. d. Rauhen Ebrach, Bamberg 1983

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Burgebrach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Ersterwähnung 1317 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ort an der Rauhen Ebrach Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)