mini|Szene aus dem Spiel Portland Trail Blazers gegen Detroit Pistons im November 2007 Die NBA-Saison 2007/08 war die 62. Spielzeit der National Basketball Association. Die reguläre Saison begann am 30. Oktober 2007 und endete am 16. April 2008. Drei Tage später starteten die NBA Playoffs, die am 17. Juni mit den NBA Finals und dem Sieg der Boston Celtics endeten.

Saisonnotizen Zu Beginn der Off-Season löste Kobe Bryant bei den Los Angeles Lakers eine Krise aus, indem er in den Medien mitteilte die Lakers verlassen zu wollen und sich über das Management der Lakers und über Team Kollege Andrew Bynum beschwerte. Das NBA All-Star Game wurde in der New Orleans Arena in New Orleans am 17. Februar 2008 ausgetragen. Die Eastern Conference gewann mit 134:128. Zum MVP wurde LeBron James von den Cleveland Cavaliers gewählt, der 27 Punkten, neun Assists und acht Rebounds beisteuerte.NBA.com: James Improvises an MVP Performance in the Big Easy, 18. Februar 2008 Die New Orleans Hornets spielten wieder komplett in ihrer Heimat, nachdem sie in den vorherigen zwei Jahren ihre Heimspiele aufgrund der durch Hurrikan Katrina hervorgerufenen Zerstörungen in New Orleans und Oklahoma City austrugen. Nach 12 Saisons bei den Minnesota Timberwolves wurde Kevin Garnett zu den Boston Celtics transferiert. Der Nummer-Eins-Draftpick Greg Oden von den Portland Trail Blazers fiel die komplette Saison aufgrund einer Knieoperation aus. Im Spiel der New Orleans Hornets gegen die Los Angeles Lakers am 6. November stellten Chris Paul und Peja Stojaković jeweils Hornets-Vereinsrekorde auf. Paul machte 21 Assists und Stojakovic traf 10 Dreipunktewürfe (bei 13 Versuchen). Am 18. November führte Avery Johnson die Mavericks zu seinem 150. Sieg im 191. Spiel als Trainer. Damit übertraf Johnson Phil Jackson, der für seinen 150. Sieg 203 Spiele benötigte. Am 23. Dezember, bei dem 95:90-Sieg der Los Angeles Lakers gegen die New York Knicks, erzielte Kobe Bryant seinen 20.000 Punkt. Er ist mit 29 Jahren und 122 Tagen der jüngste Spieler, der die Marke erreichte. Er war zu diesem Zeitpunkt 12 Tage jünger, als der bisherige Rekordhalter Wilt Chamberlain. Jason Kidd von den New Jersey Nets erzielte Anfang Januar zum ersten Mal in seiner Karriere in drei aufeinanderfolgenden Spielen ein triple-double. Dies gelang zuletzt Grant Hill im April 1997. Eine der größeren Enttäuschungen der Saison waren die Miami Heat. Der amtierende NBA-Meister von 2005/06 musste eine 15 Spiele dauernde Niederlagenserie hinnehmen (25. Dezember bis 24. Januar). Dies gipfelte im überraschenden Wechsel von Star-Center Shaquille O’Neal zu den Phoenix Suns. Im Tausch kamen Shawn Marion und Marcus Banks nach Miami. Am Ende der regulären Saison war Miami abgeschlagen der letzte der Tabelle mit gerade einmal 15 Siegen. Am 1. Februar 2008 wurde Pau Gasol von den Memphis Grizzlies im Tausch für Kwame Brown, Javaris Crittenton und Aaron McKie zu den Los Angeles Lakers transferiert. Bei diesem Trade erhielten die Grizzlies auch die Transferrechte über Marc Gasol und die NBA Erstrunden-Draftpicks der Jahre 2008 und 2010 von den Lakers. Am 16. Februar 2008 wurde Mike Bibby von den Sacramento Kings im Tausch für Anthony Johnson, Tyronn Lue, Shelden Williams und Lorenzen Wright zu den Atlanta Hawks transferiert. Zusätzlich erhielten die Kings einen Zweitrunden-Draftpick für 2008. Am 19. Februar wurden auch die Dallas Mavericks auf dem Transfermarkt aktiv und holten sich Jason Kidd, Malik Allen und Antoine Wright. Im Tausch dafür erhielten die New Jersey Nets Devin Harris, DeSagana Diop, Trenton Hassell, Maurice Ager, Keith Van Horn und zwei Erstrunden-Draftpicks (2008 und 2010) sowie 3 Millionen Dollar.

Endstände S = Siege, N = Niederlagen, PCT = prozentualer Sieganteil, P = Rückstand auf Divisionsführenden

In Klammern sind die Platzierungen in den Setzlisten der jeweiligen Conference-Playoffs aufgeführt. Eastern Conference Atlantic Division#TeamSNPCTP1Boston Celtics (1)6616.805-2Toronto Raptors (6)4141.500253Philadelphia 76ers (7)4042.488264New Jersey Nets3349.402325New York Knicks2359.28043 Central Division#TeamSNPCTP1Detroit Pistons (2)5923.720-2Cleveland Cavaliers (4)4537.549143Indiana Pacers3646.439234Chicago Bulls3349.402265Milwaukee Bucks2656.31733 Southeast Division#TeamSNPCTP1Orlando Magic (3)5230.634-2Washington Wizards (5)4339.52493Atlanta Hawks (8)3745.451154Charlotte Bobcats3250.390205Miami Heat1567.18337 Western Conference Northwest Division#TeamSNPCTP1Utah Jazz (4)5428.659-2Denver Nuggets (8)5032.61043Portland Trail Blazers4141.500134Minnesota Timberwolves2260.259325Seattle SuperSonics1962.23535 Pacific Division#TeamSNPCTP1Los Angeles Lakers (1)5725.695-2Phoenix Suns (6)5527.67223Golden State Warriors4834.58594Sacramento Kings3844.463195Los Angeles Clippers2359.28034 Southwest Division#TeamSNPCTP1New Orleans Hornets (2)5626.683-2San Antonio Spurs (3)5626.683-3Houston Rockets (5)5527.62214Dallas Mavericks (7)5131.62255Memphis Grizzlies2260.26834

Dem Gewinner einer Division ist auf der für die Play-offs entscheidenden Setzliste mindestens der vierte Platz garantiert, auch wenn mehr als drei Mannschaften eine höhere Anzahl an Siegen erreicht haben.

Ehrungen Most Valuable Player: Kobe Bryant, Los Angeles Lakers Kobe Bryant Wins Most Valuable Player Award, 6. Mai 2008 Defensive Player of the Year: Kevin Garnett, Boston Celtics Kevin Garnett Wins Kia Defensive Player of the Year, 22. April 2008 Rookie of the Year: Kevin Durant, Seattle SuperSonics Kevin Durant Named T-Mobile Rookie of the Year, 1. Mai 2008 Sixth Man of the Year: Manu Ginóbili, San Antonio Spurs Ginobili Wins 2007-08 Sixth Man of the Year Award Presented by Kia Motors, 21. April 2008 Most Improved Player: Hedo Türkoğlu, Orlando Magic Hedo Turkoglu Wins Most Improved Player Award, 28. April 2008 Coach of the Year: Byron Scott, New Orleans Hornets Byron Scott Named NBA Coach of the Year, 29. April 2008 All-NBA First Team: F – Kevin Garnett, Boston Celtics F – LeBron James, Cleveland Cavaliers C – Dwight Howard, Orlando Magic G – Kobe Bryant, Los Angeles Lakers G – Chris Paul, New Orleans Hornets All-NBA Second Team: F – Dirk Nowitzki, Dallas Mavericks F – Tim Duncan, San Antonio Spurs C – Amar'e Stoudemire, Phoenix Suns G – Steve Nash, Phoenix Suns G – Deron Williams, Utah Jazz All-NBA Third Team: F – Carlos Boozer, Utah Jazz F – Paul Pierce, Boston Celtics C – Yao Ming, Houston Rockets G – Tracy McGrady, Houston Rockets G – Manu Ginóbili, San Antonio Spurs NBA All-Defensive First Team: F – Kevin Garnett, Boston Celtics F – Tim Duncan, San Antonio Spurs C – Marcus Camby, Denver Nuggets G – Kobe Bryant, Los Angeles Lakers G – Bruce Bowen, San Antonio Spurs NBA All-Defensive Second Team: F – Tayshaun Prince, Detroit Pistons F – Shane Battier, Houston Rockets C – Dwight Howard, Orlando Magic G – Raja Bell, Phoenix Suns G – Chris Paul, New Orleans Hornets All-NBA Rookie First Team: Al Horford, Atlanta Hawks Kevin Durant, Seattle SuperSonics Luis Scola, Houston Rockets Al Thornton, Los Angeles Clippers Jeff Green, Seattle SuperSonics All-NBA Rookie Second Team: Jamario Moon, Toronto Raptors Juan Carlos Navarro, Memphis Grizzlies Thaddeus Young, Philadelphia 76ers Rodney Stuckey, Detroit Pistons Carl Landry, Houston Rockets

Play-offs Alle Play-off-Runden wurden im Best-of-Seven-Modus gespielt.

Erklärung: * Division-Sieger

Play-off-Notizen Am 13. Mai 2008 bestritt Robert Horry von den San Antonio Spurs das 238. Play-off-Spiel seiner NBA-Karriere und zog somit an der NBA-Legende Kareem Abdul-Jabbar vorbei, der bisher Rekordhalter mit 237 absolvierten Play-off-Spielen war. Er beendete diese Saison mit insgesamt 244 Play-off-Spielen.

NBA Finals 2008 → Siehe Hauptartikel: NBA Finals 2008

Siehe auch NBA Draft 2007

Weblinks Die Saison 2007/08 bei basketball-reference.com (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:NBA-Saison Nba 2007/08