Die NBA-Saison 2006/07 war die 61. Spielzeit der National Basketball Association. Die reguläre Saison begann am 31. Oktober 2006 und endete am 18. April 2007. 30 Teams, wobei jedes 82 Spiele absolvierte, nahmen daran teil. Die acht besten jeder Conference qualifizierten sich für die NBA Playoffs, die am 21. April 2007 begannen und durch die NBA Finals am 14. Juni abgeschlossen wurden.
Die San Antonio Spurs gewannen zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte die NBA-Meisterschaft. In den NBA Finals bezwangen sie die Cleveland Cavaliers mit 4:0.
Der Deutsche Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks wurde als erster europäischer Spieler in der NBA-Geschichte zum Most Valuable Player (bester Spieler der Saison) gewählt.
Saisonnotizen Im zweiten Jahr in Folge trugen die New Orleans Hornets ihre Heimspiele in zwei Städten aus: New Orleans und Oklahoma City. Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers wechselte nach zehn Jahren mit der Rückennummer 8 zur 24. Am 28. Juni 2006, dem Tag des NBA-Draft wurde ein neuer Ball vorgestellt. Nach Beschwerden von Spielern und Trainern führten die Ligaverantwortlichen zum 1. Januar 2007 wieder den vorher genutzten Ball ein. Der 161:157-Sieg der Phoenix Suns gegen die New Jersey Nets am 7. Dezember 2006 war die vierthöchste Punktzahl in einem NBA-Spiel. Beim Spiel der Denver Nuggets gegen die New York Knicks (16. Dezember) kam es wenige Minuten vor Spielende zu einer Massenschlägerei der Spieler. Alle zehn Spieler, die zu diesem Zeitpunkt im Spiel waren, wurden des Feldes verwiesen. Sieben von ihnen (u. a. Carmelo Anthony und Nate Robinson) wurden nachträglich für insgesamt 47 Spiele gesperrt. Nach 11 Spielzeiten bei den Philadelphia 76ers wurde All-Star-Guard Allen Iverson zu den Denver Nuggets getradet. Das NBA All-Star Game 2007 fand am 18. Februar im Thomas & Mack Center in Las Vegas statt. Damit fand dieses Saison-Highlight erstmals auf einem College Campus (University of Nevada, Las Vegas) und in einer Stadt statt, welche kein NBA-Team stellt. Die West-Auswahl besiegte den Osten mit 153:132. Kobe Bryant wurde zum MVP gewählt, nachdem er 31 Punkte erzielen konnte. Kobe Bryant erzielte im März vier aufeinanderfolgende 50-Punkt-Spiele (gegen die Portland Trail Blazers, Minnesota Timberwolves, Memphis Grizzlies und New Orleans Hornets). Während der gesamten Saison konnte er zehn Spiele verzeichnen, in denen er mindestens 50 Punkte machte. Nachdem es vorige Saison zu Ungereimtheiten bei der Setzliste für die NBA Playoffs gekommen war, wurde diese leicht abgeändert. Somit kann jetzt das beste Team, welches nicht die eigene Division gewinnt, vor Divisionssiegern stehen, wenn sie eine bessere Bilanz haben. Damit wird verhindert, dass die beiden besten Mannschaften einer Conference bereits vor dem Conference-Finale aufeinander treffen können. Die NBA beendete die reguläre Saison 2006/07 mit der höchsten Zuschauerzahl aller Zeiten (21.841.480, 17.757 Zuschauer pro Spiel).
Endstände
S = Siege, N = Niederlagen, PCT = prozentualer Sieganteil, P = Rückstand auf Divisionsführenden
In Klammern sind die Platzierungen in den Setzlisten der jeweiligen Conference-Playoffs aufgeführt. Eastern Conference Atlantic Division#TeamSNPCTP1Toronto Raptors (3)4735.573-2New Jersey Nets (6)4141.50063Philadelphia 76ers3547.427124New York Knicks3349.402145Boston Celtics2458.29323 Central Division#TeamSNPCTP1Detroit Pistons (1)5329.646-2Cleveland Cavaliers (2)5032.61033Chicago Bulls (5)4933.59844Indiana Pacers3547.427185Milwaukee Bucks2854.34125 Southeast Division#TeamSNPCTP1Miami Heat (4)4438.537-2Washington Wizards (7)4141.50033Orlando Magic (8)4042.48844Charlotte Bobcats3349.402115Atlanta Hawks3052.36614 Western Conference Northwest Division#TeamSNPCTP1Utah Jazz (4)5131.622-2Denver Nuggets (6)4537.54963Portland Trail Blazers3250.390194Minnesota Timberwolves3250.390195Seattle SuperSonics3151.37820 Pacific Division#TeamSNPCTP1Phoenix Suns (2)6121.744-2Los Angeles Lakers (7)4240.512193Golden State Warriors (8)4240.512194Los Angeles Clippers4042.488215Sacramento Kings3349.40228 Southwest Division#TeamSNPCTP1Dallas Mavericks (1)6715.817-2San Antonio Spurs (3)5824.70793Houston Rockets (5)5230.634154NO/OKC Hornets3943.476285Memphis Grizzlies2260.26845
Führende der Spielerstatistiken + Kategorie Spieler Team Wert Punkte pro Spiel Kobe Bryant Los Angeles Lakers 31,6 Rebounds pro Spiel Kevin Garnett Minnesota Timberwolves 12,8 Assists pro Spiel Steve Nash Phoenix Suns 11,6 Steals pro Spiel Baron Davis Golden State Warriors 2,14 Blocks pro Spiel Marcus Camby Denver Nuggets 3,3 Feldwurfquote Mikki Moore New Jersey Nets 60,6 % Freiwurfquote Kyle Korver Philadelphia 76ers 91,4 % Dreipunktewurf-Quote Jason Kapono Miami Heat 51,4 %
Ehrungen Most Valuable Player: Dirk Nowitzki, Dallas Mavericks Defensive Player of the Year: Marcus Camby, Denver Nuggets Rookie of the Year: Brandon Roy, Portland Trail Blazers Sixth Man of the Year: Leandro Barbosa, Phoenix Suns Most Improved Player: Monta Ellis, Golden State Warriors Coach of the Year: Sam Mitchell, Toronto Raptors All-NBA First Team: F – Dirk Nowitzki, Dallas Mavericks F – Tim Duncan, San Antonio Spurs C – Amar'e Stoudemire, Phoenix Suns G – Steve Nash, Phoenix Suns G – Kobe Bryant, Los Angeles Lakers All-NBA Second Team: F – LeBron James, Cleveland Cavaliers F – Chris Bosh, Toronto Raptors C – Yao Ming, Houston Rockets G – Gilbert Arenas, Washington Wizards G – Tracy McGrady, Houston Rockets All-NBA Third Team: F – Kevin Garnett, Minnesota Timberwolves F – Carmelo Anthony, Denver Nuggets C – Dwight Howard, Orlando Magic G – Dwyane Wade, Miami Heat G – Chauncey Billups, Detroit Pistons NBA All-Defensive First Team: F – Bruce Bowen, San Antonio Spurs F – Tim Duncan, San Antonio Spurs C – Marcus Camby, Denver Nuggets G – Kobe Bryant, Los Angeles Lakers G – Raja Bell, Phoenix Suns NBA All-Defensive Second Team: F – Kevin Garnett, Minnesota Timberwolves F – Tayshaun Prince, Detroit Pistons C – Ben Wallace, Chicago Bulls G – Kirk Hinrich, Chicago Bulls G – Jason Kidd, New Jersey Nets All-NBA Rookie First Team: Brandon Roy, Portland Trail Blazers Andrea Bargnani, Toronto Raptors Randy Foye, Minnesota Timberwolves Rudy Gay, Memphis Grizzlies Jorge Garbajosa, Toronto Raptors LaMarcus Aldridge, Portland Trail Blazers All-NBA Rookie Second Team: Paul Millsap, Utah Jazz Adam Morrison, Charlotte Bobcats Tyrus Thomas, Chicago Bulls Craig Smith, Minnesota Timberwolves Rajon Rondo, Boston Celtics Wálter Herrmann, Charlotte Bobcats Marcus Williams, New Jersey Nets
Play-offs 2007 Alle Play-off-Runden werden im Best-of-Seven-Modus gespielt.
* Divisionssieger Play-off-Notizen Die Houston Rockets und die Chicago Bulls hatten in der ersten Runde jeweils den Heimvorteil, obwohl sie geringer gesetzt waren als ihre jeweiligen Gegner. Beide Mannschaften hatten eine bessere Saisonbilanz, aber spielten gegen Divisions-Meister. Die größte Überraschung in der ersten Play-off-Runde gelang sicherlich den Golden State Warriors. Sie warfen die Dallas Mavericks mit 4:2 aus dem Rennen und schlugen als erstes Team in einer Best-of-Seven-Serie (und drittes Team überhaupt), das auf Position 8 gesetzt war, den Erstplatzierten. Da auch die Miami Heat ausschieden, waren beide Vorjahresfinalisten schon in der ersten Runde ausgeschieden. In der ersten Runde konnte Jason Kidd von den New Jersey Nets im Schnitt ein triple-double verzeichnen. Er machte in den sechs Spielen gegen die Toronto Raptors durchschnittlich 14,0 Punkte, 10,0 Rebounds und 13,2 Assists. Dies gelang ihm schon zum zweiten Mal in seiner Karriere (nach den Conference Finals 2002 gegen die Boston Celtics). Vor ihm schafften nur Wilt Chamberlain und Magic Johnson mehr als einmal in ihrer Karriere ein Triple-Double in einer Play-off-Serie. Die Conference-Semifinal-Serie zwischen den San Antonio Spurs und den Phoenix Suns wurde eine der am heißesten umkämpften in der jüngeren Vergangenheit. Sie war geprägt von hartem Einsatz, was in einer blutenden Nase von Steve Nash und Spielsperren für Amar'e Stoudemire und Boris Diaw in Spiel 5 sowie für Robert Horry in Spiel 5 und 6 gipfelte. Die Spurs gewannen die Serie mit 4:2, obwohl die Suns den Heimvorteil hatten. Am 30. Mai qualifizierten sich die Spurs als erster Finals-Teilnehmer, nachdem sie die Utah Jazz mit 4:1 im Conference-Finale bezwingen konnten. Sie standen damit zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte in den NBA Finals. Am 3. Juni qualifizierten sich die Cleveland Cavaliers erstmals in ihrer Vereinsgeschichte für die NBA Finals. Sie gewannen das sechste Spiel gegen die Detroit Pistons mit 98:82. Besonders wichtig in dieser Serie war das fünfte und vorletzte Spiel das Cleveland nach zweifacher Verlängerung mit 109:107 für sich entschied. LeBron James erzielte in diesem Spiel einen Franchise Playoff-Rekord von 48 Punkten.
NBA Finals 2007 + Spiel Datum Heimteam Auswärtsteam Ergebnis Stand 1 7. Juni San Antonio Cleveland 85:76 1:0 2 10. Juni San Antonio Cleveland 103:92 2:0 3 12. Juni Cleveland San Antonio 72:75 0:3 4 14. Juni Cleveland San Antonio 82:83 0:4 Die NBA Finals 2007 begannen am 7. Juni und gingen am 14. Juni nach nur vier Spielen zu Ende. Dies war der erste „Sweep“ in den NBA Finals für die Spurs, die nach 1999, 2003 und 2005 ihren vierten NBA-Titel gewinnen konnten. Bisher wurden nur drei weitere Vereine mindestens viermal Champion (Boston Celtics, Los Angeles Lakers und Chicago Bulls). Tony Parker von den Spurs wurde zum NBA Finals MVP gewählt. Damit erhielt der Franzose als erster europäischer Spieler in der NBA-Geschichte diese Auszeichnung. In den vier Spielen gegen die Cavaliers erzielte Parker durchschnittlich 24,5 Punkte pro Partie, wobei er eine Trefferquote von 56,8 Prozent hatte (42 von 74 Würfen). Robert Horry gewann seine insgesamt siebente NBA-Meisterschaft. Er ist somit der einzige nicht-Celtics-Spieler der NBA-Geschichte, der je so viele Titel gewinnen konnte. Von den 22 Finalspielen, die die San Antonio Spurs bisher gespielt haben, konnten sie 16 gewinnen. Die 72,7-Prozent-Siegesquote ist die höchste in der NBA-Finals-Geschichte.
Siehe auch NBA Draft 2006 NBA All-Star Game 2007
Weblinks Offizieller Spielplan 2006/07 Die Saison 2006/07 bei basketball-reference.com (englisch)
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