Das Eisstadion Davos ist eine Natureis-Freiluftbahn im Zentrum der Schweizer Gemeinde Davos, Kanton Graubünden. Die Bahn ist mit 18'000 m² die grösste Natureisbahn Europas. Auf der Eisfläche wird Eisschnelllauf, Eishockey, Curling und seit 2014 auch wieder Bandy betrieben.
Geschichte Die Bahn liegt in einer Höhe von 1'536 Metern über dem Meeresspiegel. Der in dieser Höhe geringe Luftwiderstand, die gute Wasserqualität und die optimalen Wetterbedingungen machten die Bahn viele Jahre lang zur Rekordbahn schlechthin. Gleichwohl ist sie auch für Wetterumschwünge bekannt, mit starker Sonneneinstrahlung und Föhn, welcher das Eislaufen praktisch unmöglich macht. Neben der Natureisbahn befindet sich das 1979 eröffnete Eisstadion Davos, die Heimat des lokalen Eishockey-Clubs HC Davos.
International fand 1898 erstmals die Eisschnelllauf-Mehrkampfweltmeisterschaft statt. Am 7. Februar 1898 stellte Peder Østlund über 1'500 Meter den ersten Weltrekord auf. Ard Schenk lief hier die 1'500 Meter erstmals unter zwei Minuten. Über 90 offizielle Weltrekorde wurden in den Folgenden 100 Jahren hier aufgestellt. Die letzte grosse Meisterschaft waren die Eisschnelllauf-Mehrkampfeuropameisterschaft 1972. Von den 19 Entscheidungen der Männer gingen zwölf Titel an Norwegen.
Elf Mal war Davos Austragungsort des Eisschnelllauf-Weltcups und ist mit dem Vikingskipet in Hamar an Platz sechs der häufigsten Austragungsorte. 1913 wurde im Stadion die Europameisterschaft in Bandy ausgetragen. mini|Die Natureisbahn Davos mit dem Eisstadion Davos
Bahnrekorde Frauen Strecke Athlet Zeit Datum Wettkampf 100 m 11,86 25. Feb. 2006 ISCD Clubmeisterschaften 2006 500 m 39,42 18. Jan. 1992 Internationaler Wettkampf 1992 1000 m 1:18,31 10. Jan. 1988 Internationaler Wettkampf 1988 1500 m 2:00,60 9. Jan. 1988 Internationaler Wettkampf 1988 3000 m 4:17,75 9. Jan. 1988 Internationaler Wettkampf 1988 5000 m 7:58,61 23. Jan. 1988 Schweizer Meisterschaften 1988 Mehrkampf Athlet Punkte Datum Wettkampf Sprint-MK 159,390 18.–19. Jan. 1992 Internationaler Wettkampf 1992 Mini-MK 163,446 9.–10. Jan. 1988 Schweizer Meisterschaften 1988 Kleiner MK 180,537 7.–8. Jan. 2006 Schweizer Meisterschaften 2006
Stand: 26. September 2013 Summe der auf 500 m heruntergebrochenen Einzelstrecken (500, 1000, 1500, 3000, 5000 Meter): 209,594 Pkt.
Männer Strecke Athlet Zeit Datum Wettkampf 100 m 10,41 5. Jan. 2007 Schweizer Meisterschaften 2007 500 m 36,03 31. Dez. 2006 Franz Krienbühl Memorial 2007 1000 m 1:11,42 31. Dez. 2006 Franz Krienbühl Memorial 2007 1500 m 1:50,33 15. Jan. 2005 Schweizer Meisterschaften 2005 3000 m 3:49,38 16. Jan. 2005 Schweizer Meisterschaften 2005 5000 m 6:48,82 12. Jan. 1992 Weltcup 1991/92 10.000 m 14:21,25 7. Jan. 2006 Französische Allround Championships 2006 Mehrkampf Athlet Punkte Datum Wettkampf Sprint-MK 148,050 18.–19. Jan.1992 Schweizer Meisterschaften 1992 Mini-MK 155,448 6.–7. Jan. 2007 Schweizer Meisterschaften 2007 Kleiner MK 160,605 7.–8. Jan. 2006 Int. Competition 2006 Grosser MK 164,765 7.–8. Jan. 2006 Int. Competition 2006
Stand: 26. September 2013 Summe der auf 500 m heruntergebrochenen Einzelstrecken (500, 1000, 1500, 5000, 10.000 Meter): 192,461 Pkt.
Aufgestellte Weltrekorde Liste der jüngsten fünf im Eisstadion Davos aufgestellten Weltrekorde im Eisschnelllauf. Nr. Disziplin Zeit / Punkte Athlet Datum 94 500 Meter 36,41 Dan Jansen 25. Jan. 1992 93 500 Meter 36,43 Uwe-Jens Mey 19. Jan. 1992 92 Sprint-MK 159,390 Bonnie Blair 19. Jan. 1992 91 3000 Meter 4:03,22 Wiktor Schascherin 18. Jan. 1986 90 3000 Meter 4:03,31 André Hoffmann 13. Jan. 1985 Liste mit allen aufgestellten Weltrekorden
Siehe auch Liste der schnellsten Eisschnelllaufbahnen der Welt
Weblinks
speedskatingnews.info: Eisstadion Davos
Einzelnachweise
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