MeinProf war eine Online-Plattform zur Bewertung von Lehrveranstaltungen an deutschsprachigen Hochschulen.
Begleitet durch eine anfänglich hohe Medienpräsenz wurden von November 2005 bis Oktober 2021 etwa 475.000 Bewertungen abgegeben. Es kamen knapp 10.000 Bewertungen pro Jahr dazu. Dies entsprach im Schnitt weniger als 20 Bewertungen pro Hochschule. In den Jahren 2014 und 2015 kamen besonders wenige Bewertungen hinzu.
Die Kriterien zur Beurteilung der Kurse waren Fairness, Unterstützung, Material, Verständlichkeit, Spaß und Interesse. Außerdem konnte das Verhältnis von Note zu Aufwand bewertet werden. Studierende konnten einen Freitext mit der eigenen Meinung angeben.
Unternehmen MeinProf wurde durch den gemeinnützigen Verein MeinProf e. V. betrieben. Der Verein war eng mit dem Unternehmen Audimax Medien verbunden, dessen Geschäftsführer Oliver Bialas in Personalunion auch vertretungsberechtigter Vorstand des MeinProf e. V. war.
Die Werbung auf der MeinProf-Plattform wurde durch Audimax Medien vermarktet. Die Audimax-Pressesprecherin war in Personalunion auch für die Öffentlichkeitsarbeit von MeinProf zuständig. Die Wortmarke „MeinProf“ war beim Deutschen Patent- und Markenamt auf die Campus Consulting GmbH von Oliver Bialas eingetragen. Nun wird als Inhaber die Audimax Medien GmbH genannt.
Hochschulranking Von 2007 bis 2018 veröffentlichte MeinProf ein sogenanntes Hochschulranking. Dazu aggregierte der Verein die auf dem Portal abgegebenen Bewertungen ohne genauere Angabe der Methodik. So wurden von Oktober 2014 bis Oktober 2015 ausweislich der Startseite von MeinProf.de nur rund 3.000 Bewertungen für Kurse abgegeben. Dies entsprach im Schnitt weniger als fünf Bewertungen für jede der damals 644 gelisteten Hochschulen. Da jeder Student mehrere Kurse bewerten konnte, lag die durchschnittliche Anzahl der tatsächlich abstimmenden Studierenden pro Hochschule noch niedriger.
Kritik Die Plattform wurde von Dozenten und Hochschulen kritisiert. So forderte beispielsweise die RWTH Aachen 2006 erfolgreich die Betreiber dazu auf, die Profile aller dort tätigen Dozenten zu entfernen. 80 von 255 waren 2007 wieder gelistet, etwa 40 laut Spiegel Online auf eigenen Wunsch. Kritik richtete sich gegen teils beleidigende Kommentare. Vor allem bei den zahlreichen Kursen mit nur einer Bewertung wurde die Plattform häufiger für öffentliche Kritik genutzt, deren Repräsentativität nicht nachvollziehbar war. Bedenken gab es weiterhin aus datenschutzrechtlichen Erwägungen. Es blieben Dozenten und Bewertungen auch erhalten, selbst wenn sie nicht mehr an der Hochschule tätig waren.
Alternative Seit 2025 stellt die Plattform Profrate.de eine Alternative zu MeinProf dar.Rechtliche Grundlage von Profrate.de
Weblinks Seit Ende 2024 sind weder meinprof.de noch meinprof.org online.
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