Der Krieg im Dunkel (Originaltitel: The Mysterious Lady) ist ein US-amerikanischer Stummfilm mit Greta Garbo unter der Regie von Fred Niblo aus dem Jahr 1928.
Handlung Vor dem Ersten Weltkrieg hat Tanja, die für den russischen Geheimdienst arbeitet, eine Affaire mit dem Österreicher Karl von Raden, um geheime Pläne in ihren Besitz zu bringen, die er bei sich trägt. Sie verliebt sich in Karl, stiehlt aber trotzdem die Dokumente. Karl wird daraufhin vor ein Militärgericht gestellt, doch sein Onkel hilft ihm, aus dem Gefängnis zu entkommen. Karl flieht nach Russland, wo er hofft, Tanja wiederzutreffen. Beide erkennen, wie tief ihre gegenseitige Liebe ist und Tanja beschließt, mit Karl zu fliehen. Dazu muss sie den russischen Spionagechef Alexandroff austricksen: Sie versucht Dokumente zu stehlen, die Alexandroff von einem österreichischen Verräter bekommen hat. Doch in dem Moment, wo Tanja aus dem Appartement von Alexandroff entkommen will, entdeckt er sie. Er bedroht sie mit einer Waffe, beide kämpfen und in Notwehr erschießt Tanja ihren Feind. Am Ende der verwickelten Handlung entkommt sie mit Karl über die Grenze und für die beiden beginnt ein neues, glückliches Leben.
Hintergrund Der Film entstand nach dem Roman Krieg im Dunkeln von Ludwig Wolff. Das Spionagedrama wurde am 4. August 1928 uraufgeführt. Die Idee, Garbo als Spionin einzusetzen, bot dem Studio reichlich Gelegenheit, die Schauspielerin in freizügigen Kleidern und erotischen Situationen zu präsentieren. Anscheinend war es genau das, was das Publikum wollte, denn trotz eines wenig einfallsreichen Drehbuchs wurde der Film sehr erfolgreich an der Kinokasse. Einer der unfreiwilligen Höhepunkte der Geschichte kommt, wenn Tanja, nachdem sie den General erschossen hatte, auf seinen Schoß steigt, um das Personal zu täuschen. Der Zuschauer sieht die Garbo im zärtlichen Tête-à-tête mit einer Leiche.
Kinoauswertung Die Produktionskosten lagen mit 337.000 US-Dollar im Durchschnitt für einen Garbofilm. Die Einspielergebnisse lagen in den USA bei 543.000 US-Dollar, zu denen weitere 551.000 US-Dollar von den Auslandsmärkten kamen. Ein kumuliertes Ergebnis von 1.084.000 US-Dollar zeigte, wie groß mittlerweile die Popularität von Greta Garbo außerhalb der USA war. Der Profit betrug 369.000 US-Dollar.
Kritiken Die Kritiker waren wohlwollend, bemängelten jedoch das wenig überzeugende Drehbuch.
Motion Picture Magazine räumte gleich mit zwei Vorurteilen gegenüber der physischen Erscheinung der Hauptdarstellerin auf:
Das Konkurrenzblatt Screenland tat sich schwer, die passenden Worte zu finden, um die Einzigartigkeit des schwedischen Stars zu beschreiben. Der Kritiker versuchte es dennoch:
Weblinks
Hintergrundinformationen (englisch) zeitgenössische Kritiken (englisch) ausführliche Informationen, Standphotos und mehr (englisch)
Fußnoten
Kategorie:Filmtitel 1928 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Stummfilm Kategorie:Agentenfilm Kategorie:Filmdrama Kategorie:Literaturverfilmung Kategorie:Fred Niblo