Elisabeth Urbancic, verheiratet Elisabeth Urbancic-Waltz, auch Elisabeth Waltz-Urbancic (* 13. August 1925 in Wien;Pfarre St. Stephan, Taufbuch 01-127, 1922–1938, S. 49, abgerufen am 8. September 2026. † 16. Oktober 2021), war eine österreichische Kostümbildnerin und Bühnenbildnerin.
Leben Elisabeth Urbancic war die Tochter des Arztes Rudolf Urbantschitsch und der Burgtheaterschauspielerin Maria Mayen, die nach der Scheidung von ihrem ersten Mann in zweiter Ehe mit dem Burgschauspieler Emmerich Reimers verheiratet war.
Sie studierte 1944 bis 1948 im Fach Bühnenbildklasse an der Akademie der bildenden Künste bei Emil Pirchan. Danach besuchte sie bis 1950 das Atelier von Fernand Léger in Paris, wo sie sich in Malerei ausbildete. 1950 wurde sie Ausstattungsassistentin an den Münchner Kammerspielen, ab 1953 arbeitete sie freischaffend. Außer für die Kammerspiele wirkte sie als Bühnen- und Kostümbildnerin unter anderem bis 1970 für das Bayerische Staatsschauspiel, insbesondere bei Inszenierungen von Rudolf Noelte, Axel von Ambesser und Imo Moszkowicz sowie für das Burgtheater und die Salzburger Festspiele. Als Kostümbildnerin für den Film und später für das Fernsehen betätigte sie sich ab 1951. Besonders erfolgreich wurde ihre Zusammenarbeit mit Regisseur Kurt Hoffmann. Elisabeth Urbancic wirkte auch als Theatermalerin und Grafikerin.
Sie war mit dem Bühnen- und Kostümbildner Johannes Waltz (1922–1964) verheiratet und ist die Mutter der Schauspieler Martin Waltz und Christoph Waltz. Nach dem Tod ihres ersten Mannes war sie mit dem Komponisten Alexander Steinbrecher verheiratet.
Filmografie 1952: Im weißen Rößl 1954: Ein Haus voll Liebe 1955: Ein Herz voll Musik 1955: Der grüne Kakadu (TV) 1957: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull 1957: Das Wirtshaus im Spessart 1958: Androklus und der Löwe (TV) 1958: Wir Wunderkinder 1959: Das schöne Abenteuer 1960: Das Spukschloß im Spessart 1962: Einen Jux will er sich machen (TV) 1963: Liebe will gelernt sein 1963: Schloß Gripsholm 1963: Das Haus in Montevideo 1964: Die Verbrecher (TV) 1966: Der Fall Jeanne d’Arc (TV) 1966: Liselotte von der Pfalz 1967: Umsonst (TV) 1967: Herrliche Zeiten im Spessart 1967: Ostwind (TV) 1967: Dichters Ehrentag (TV) 1967: Die kleinen Verwandten (TV) 1967: Das Säuglingsheim (TV) 1967: Rheinsberg 1968: Kirschen für Rom (TV) 1969: Eine Frau ohne Bedeutung (TV) 1969: Christoph Kolumbus oder Die Entdeckung Amerikas (TV) 1970: Einladung ins Schloß (TV) 1974: Goldfüchse (TV) 1974: Der widerspenstige Heilige (TV) 1974: Die schöne Helena (TV) 1975: Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben (TV) 1981: Der lebende Leichnam (TV) 1981: Pique Dame (TV)
Literatur C. Bernd Sucher (Hrsg.): Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker. Von Christine Dössel und Marietta Piekenbrock unter Mitwirkung von Jean-Claude Kuner und C. Bernd Sucher. 2. Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1999, ISBN 3-423-03322-3, S. 721. Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 8: T – Z. David Tomlinson – Theo Zwierski. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 109.
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