Die Schlauchwürmer (Nemathelminthes oder Aschelminthes), auch als Rundwürmer oder Hohlwürmer bezeichnet, sind zylindrische, nicht symmetrische Würmer mit einer Länge von wenigen Millimetern bis zu einem Meter.Hans Adolf Kühn: Darmparasiten. In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 834–841, hier: S. 837–840: Rundwürmer (Nemathelminthes). Schlauchwürmer bilden eine Gruppe von Urmündern (Protostomia), die früher auf Grund einiger Gemeinsamkeiten im Körperbau als Taxon angesehen wurden. Alle Schlauchwürmer haben einen stark entwickelten Vorderdarm, der einen muskulösen und mit cuticulären Versteifungen ausgestatteten Pharynx bildet. Da die Leibeshöhle nicht von einem Epithel ausgekleidet ist, wird sie meist als primäre Leibeshöhle (Blastocoel) interpretiert. Außerdem kommen häufig Synzytien und mehrfach Zellkonstanz (Eutelie) vor.
Systematik Der genaue Umfang der Schlauchwürmer war immer umstritten, folgende Taxa wurden ihnen meist zugeordnet:
Kratzwürmer (Acanthocephala) Bauchhärlinge (Gastrotricha) Hakenrüssler (Kinorhyncha) Korsetttierchen (Loricifera) Fadenwürmer (Nematoda), zum Beispiel die Darmparasiten Spulwurm, Peitschenwurm, Madenwurm, Hakenwurm und Zwergfadenwurm Saitenwürmer (Nematomorpha) Priapswürmer (Priapulida) Rädertierchen (Rotatoria)
Mit Ausnahme der Bauchhärlinge, der Kratzwürmer und der Rädertierchen bilden sie in der modernen Systematik die Untergruppe Cycloneuralia der Häutungstiere (Ecdysozoa).
Nachweise
Einzelnachweise
Kategorie:Alternatives Taxon (Zoologie)