Nathan Robinson (* 31. Dezember 1981 in Scarborough, Ontario) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler, der zuletzt bis 2020 beim EHC Bayreuth in der DEL2 unter Vertrag stand.

Karriere Nachdem seine Karriere in der kanadischen Nachwuchsliga Ontario Hockey League im Jahre 1998 begonnen hatte und er die Saison 2001/02 als erfolgreichster Topscorer mit dem Gewinn der Eddie Powers Memorial Trophy sowie einem Platz im All-Star-Team der Liga abschließen konnte, wechselte Robinson in die nordamerikanische Profiliga East Coast Hockey League und erhielt wenig später einen NHL-Vertrag. Bei den Detroit Red Wings kam Robinson aber zunächst nur bei deren Farmteam, den Grand Rapids Griffins, zum Einsatz. Bei den Griffins konnte Robinson nach einer durchwachsenen Saison in seinem zweiten Jahr überzeugen und gehörte zu den Leistungsträgern im Team. Er erzielte in 69 Spielen 50 Scorerpunkte und konnte darüber hinaus eine Plus/Minus-Statistik von +8 vorweisen. In den anschließenden Play-offs schied sein Team im Division Semifinale mit 2:3 gegen die Chicago Wolves aus. Robinson kam dabei auf drei Einsätze, in denen er keinen Scorerpunkt erzielen konnte. Seine ersten fünf Einsätze in der NHL bestritt Robinson in der Saison 2003/04 für die Red Wings. Nach zwei weiteren Jahren in der American Hockey League wechselte der Linksschütze zur Spielzeit 2005/06 zu den Boston Bruins, für die er aber nur zweimal zum Einsatz kam. Wie schon in Detroit, stand er überwiegend im Kader des Farmteams. In 70 Spielen für die Providence Bruins aus der AHL erzielte er 60 Punkte und gehörte damit zu den punktbesten Stürmern im Team.

miniatur|links|hochkant|Robinson im Trikot der Adler Mannheim miniatur|hochkant|Robinson im Trikot der Providence Bruins Nachdem sein Vertrag mit Ablauf der Saison nicht verlängert wurde und er sich kaum noch Chancen auf ein dauerhaftes Engagement in der NHL ausrechnete, forcierte er einen Wechsel nach Europa. Dort wurden die Verantwortlichen der Adler Mannheim auf den damals 24-jährigen aufmerksam und transferierten ihn zur Saison 2006/07 in die Deutsche Eishockey Liga. Robinson gehörte zu den Leistungsträgern und gewann mit den Adlern gleich in seiner ersten Saison die deutsche Meisterschaft des Jahres 2007. Zudem wurde er von den Fans ins All-Star-Team der DEL gewählt. Infolgedessen wurde er von einigen DEL-Klubs umworben und entschied sich im Sommer 2007 für einen Wechsel in die deutsche Hauptstadt zu den Eisbären Berlin. Mit den Eisbären konnte er nur ein Jahr später erneut die deutsche Meisterschaft gewinnen und war Topscorer der Play-offs. In 13 Partien erzielte er 15 Scorerpunkte und hatte somit großen Anteil an dem Triumph der Berliner. Der technisch versierte Angriffsspieler wurde darüber hinaus zum zweiten Mal für das DEL All-Star Game nominiert, welches in Dresden stattfand.

Zur Saison 2009/10 kehrte er zu den Adler Mannheim zurück, wo sein bis 2012 laufender Vertrag jedoch am 10. Januar 2011 in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde.eishockey.info, Adler trennen sich von Nathan Robinson - Vertrag wurde aufgelöst , abgerufen am 3. April 2014 Zwei Wochen später wurde Robinson vom finnischen Erstligisten Espoo Blues verpflichtethockeyweb.de, Nathan Robinson wechselt nach Finnland - Espoo Blues nehmen den Stürmer unter Vertrag, abgerufen am 3. April 2014 und stand dort bis zum Ende der Spielzeit 2010/11 in der SM-Liiga auf dem Eis.

Am 27. September 2011 unterschrieb er einen Vertrag bei den Vienna Capitals für die Saison 2011/12. Im Sommer 2012 erhielt Robinson zunächst einen Probevertrag für die Dauer der Saisonvorbereitung bei den Kölner Haien, welcher im September 2012 für die Saison 2012/2013 verlängert wurde.haie.de, Robinson und Kranjc erhalten DEL-Verträge, aufgerufen am 5. September 2012 Am 23. Januar 2014 wurde er vom Trainings- und Spielbetrieb von den Kölner Haien freigestelltexpress.de, Sportliche Gründe - Haie Stürmer Nathan Robinson ausgemustert und absolvierte anschließend ein zweiwöchiges Probetraining (try-out) beim EHC Biel, welche sich jedoch gegen eine feste Verpflichtung des Kanadiers entschieden.ehcb.ch Im Sommer 2014 entschied sich Robinson für ein Engagement bei den Nottingham Panthers in der Elite Ice Hockey Leaguepanthers.co.uk , wo er bis zum November gleichen Jahres auflief.nottinghampost.com Im Februar 2015 schloss sich der Kanadier den Belfast Giants an und beendete dort die Saison 2014/15.belfastgiants.com Nathan Robinson Signs For The Stena Line Belfast Giants Seit Sommer 2015 steht er beim HC Slavia Prag unter Vertrag und spielt dort seit der Spielzeit 2015/16 in der zweitklassigen 1. Liga.

Im Januar 2017 unterzeichnete Robinson einen Vertrag beim EHC Bayreuth bis zum Ende der Saison 2016/2017.nordbayerischer-kurier.de Tigers holen Star-Stürmer

Erfolge und Auszeichnungen 1999 J.-Ross-Robertson-Cup-Gewinn mit den Belleville Bulls 2002 OHL First All-Star Team 2002 CHL First All-Star Team 2002 Eddie Powers Memorial Trophy 2004 AHL All-Star Classic 2007 Deutscher Meister mit den Adler Mannheim 2007 Teilnahme am DEL All-Star Game 2008 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin 2008 Teilnahme am DEL All-Star Game 2008 Topscorer der DEL-Play-offs 2009 Teilnahme am DEL All-Star Game 2009 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin

Karrierestatistik Reguläre Saison Play-offs Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM 1998/99 Belleville Bulls OHL 50 11 8 19 23 21 4 4 8 14 1999/00 Belleville Bulls OHL 61 19 18 37 45 15 3 4 7 10 2000/01 Belleville Bulls OHL 66 32 37 69 57 10 6 10 16 7 2001/02 Belleville Bulls OHL 67 47 63 110 74 11 8 6 14 10 2002/03 Toledo Storm ECHL 9 5 9 14 29 – – – – – 2002/03 Grand Rapids Griffins AHL 53 3 14 17 24 8 0 3 3 0 2003/04 Grand Rapids Griffins AHL 69 24 26 50 41 3 0 0 0 2 2003/04 Detroit Red Wings NHL 5 0 0 0 2 – – – – – 2004/05 Grand Rapids Griffins AHL 50 8 16 24 10 – – – – – 2004/05 Syracuse Crunch AHL 19 6 14 20 18 – – – – – 2005/06 Providence Bruins AHL 70 29 31 60 55 6 4 5 9 2 2005/06 Boston Bruins NHL 2 0 0 0 0 – – – – – 2006/07 Adler Mannheim DEL 50 15 29 44 34 11 4 7 11 26 2007/08 Eisbären Berlin DEL 56 14 40 54 62 13 4 11 15 29 2008/09 Eisbären Berlin DEL 48 14 37 51 92 12 5 7 12 24 2009/10 Adler Mannheim DEL 54 10 32 42 50 2 1 1 1 0 2010/11 Adler Mannheim DEL 32 6 6 12 28 – – – – – OHL gesamt 244 109 126 235 199 57 21 24 45 41 AHL gesamt 261 70 101 171 148 17 4 8 12 4 NHL gesamt 7 0 0 0 2 – – – – – DEL gesamt 240 59 144 203 266 38 13 26 39 79

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Einzelnachweise

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