1992 wurde das Piracy Reporting Centre des International Maritime Bureau in Kuala Lumpur gegründet. Es sammelt Meldungen über Piraterie und wertet sie aus. Außerdem hilft es bei der Suche nach geraubten Schiffen.

Nach Mitteilung des IMB sind im Jahr 2004 bei Seeräuberüberfällen mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen – neun mehr als im Vorjahr. 2003 hatte sich die Zahl der Todesopfer durch Piratenangriffe gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Gleichzeitig registrierte das IMB 2004 einen Rückgang der registrierten Überfälle von 445 auf 329. Brennpunkt der Seeräuberei sind den Angaben zufolge die Gewässer Indonesiens, wo es 2004 zu 93 bekannt gewordenen Angriffen kam. Rang zwei belegt die Straße von Malakka zwischen der Insel Sumatra und der Malaiischen Halbinsel mit 37 Überfällen.

2005 wurden insgesamt 274 Angriffe gemeldet. Dabei wurden 440 Besatzungsmitglieder entführt, meist um Lösegelder zu erpressen. Obwohl das Zentrum der Piraterie weiterhin der Seeraum um Indonesien blieb, hat sich vor der Küste Somalias die Lage, unter anderem durch stark erhöhte Lösegeldforderungen, besonders verschlechtert.

Statistik der Angriffe (erfolgreich und nicht erfolgreich) Summe weltweit: 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 107 106 103 90 188 228 247 202 300 469 335 370 445 329 276 239 263 293 410 445 439 297 264 245 134

2001

Die Statistik für die Berufsschifffahrt des Piracy Reporting Centre unterscheidet für das Jahr 2001 folgende Fälle:

Anzahl Vorgang 210 an Bord gekommen 1 Schiff behindert 16 Schiff entführt 2 Schiff vermisst 14 Schiff unter Beschuss 83 Versuch, an Bord zu kommen 9 unbekannt oder anderes 335 Zwischenfälle gesamt

mini|500px|Weltweit von Piraterie betroffene Gebiete Diese Fälle (2001) gliedern sich auf folgende Länder auf:

GegendVorfälleIndonesien 91 Malaysia 19Straße von Malakka 17Bangladesch 25Indien 27Golf von Aden und Rotes Meer 11Nigeria 19Elfenbeinküste 9Somalia 8Philippinen 8Vietnam 8Kamerun 7Tansania 7Thailand 6Ecuador 6Ghana 5Dominikanische Republik 5andere Gebiete 57 Insgesamt 335

Weblinks International Maritime Bureau (IMB) (engl.) Piracy Report (engl.)

Fußnoten

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