miniatur|Porsche Design-Stand auf der ISPO München 2014 Porsche Design ist ein 1972 von Ferdinand Alexander Porsche gegründetes Produktdesign-Unternehmen.

Geschichte 1972 gründete Ferdinand Alexander Porsche – Sohn von Ferry Porsche, Enkel von Ferdinand Porsche und Cousin von Ferdinand Piëch – nach dem damaligen Ausschluss der Familienmitglieder aus allen wichtigen Positionen bei Porsche in Stuttgart seine eigene Firma, das Porsche Design Studio. Bereits 1974 siedelte er mit seinem Unternehmen nach Zell am See in Österreich über, wo er bereits als Kind auf dem Schüttgut, dem Stammsitz der Familien Porsche-Piëch, einige Jahre gelebt hatte.

2003 verkaufte F. A. Porsche Anteile seines bislang unabhängigen Designlabels Porsche Design an eine Tochtergesellschaft der Porsche AG. Damit endete ein Kapitel in der Markengeschichte von Porsche. Seitdem besteht auch ein wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen Porsche-Design-Produkten und dem Sportwagenhersteller. Zur Porsche Lifestyle Group (Porsche Lifestyle GmbH & Co. KG) mit Sitz in Ludwigsburg gehört seither als Tochtergesellschaft der Porsche AG Studio F. A. Porsche in Zell am See, welches auch für Fremdfirmen tätig ist, und damit die Marken Porsche Design und Porsche Lifestyle (bis Dezember 2021 Porsche Driver’s Selection). Für die Länder USA, China, Großbritannien, Frankreich und Italien bestehen eigene Porsche-Design-Regionalgesellschaften. Geschäftsführer des Studio F. A. Porsche ist seit 2004 der ehemalige Porsche-Designer Roland Heiler.Pressemitteilung: Bündelung der Design-Aktivitäten – Schließung des Studios in Kalifornien. In: porsche.com, 14. Juli 2004 Ferdinand Alexander Porsche war seither Ehrenvorsitzender des Beirats des Studio F. A. Porsche.

2015 änderte das Porsche Design Studio seinen Namen in Studio F. A. Porsche in Erinnerung an seinen 2012 verstorbenen Gründer Ferdinand Alexander Porsche. Es hat seinen Sitz seit 1974 in Zell am See in Österreich.

Seit 2003 gehört Studio F. A. Porsche zur Porsche Design Group (Porsche Lizenz- und Handelsgesellschaft mbH & Co. KG) mit Sitz in Ludwigsburg (bis Frühjahr 2014 in Bietigheim-Bissingen In: lkz.de, 20. Dezember 2013), die wiederum eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Porsche AG mit Sitz in Stuttgart ist.Porsche übernimmt alle Anteile an der Porsche Design Group In: newsroom.porsche.com, 4. April 2017

Im April 2017 übernahm die Porsche AG die verbleibenden 35 Prozent der Anteile an der Porsche Lifestyle GmbH & Co. KG (Porsche Design Group) von einer Beteiligungsgesellschaft der Familie Porsche mit dem Ziel, die Lifestyle-Aktivitäten von Porsche Design enger mit dem Automobilgeschäft zu verzahnen. 65 Prozent der Anteile waren bereits zuvor in Händen des Stuttgarter Sportwagenherstellers. Die Porsche Lifestyle GmbH & Co. KG ist seitdem eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Porsche AG.

Im Januar 2022 wurde aus der Porsche Lizenz- und Handelsgesellschaft mbH & Co. KG (Porsche Design Group) die Porsche Lifestyle GmbH & Co. KG (Porsche Lifestyle Group).

Studio F. A. Porsche mini| Studio F. A. Porsche, Zell am See Im Studio F. A. Porsche werden Produkte entworfen und entwickelt, die von anderen Firmen als Lizenzvergabe hergestellt und unter dem eigenen Markennamen verkauft werden. Vertrieben werden die Produkte weltweit über Porsche-Design-Geschäfte (eigene und Franchise-Geschäfte), Shops-in-Shop, bessere Warenhäuser und den gehobenen Fachhandel.

Das Design-Studio vermarktete unter dem Namen Design by Studio F. A. Porsche, meist in Zusammenarbeit mit führenden Herstellern, seit Mitte der 1970er Jahre „eine Vielzahl an Industrieprodukten, Haushaltsgeräten und Gebrauchsgütern“.Porsche Design – Historie. In: porsche-design.com, abgerufen am 26. April 2011 Gleichzeitig bestand unter dem Namen Porsche Design eine auf männliche Kunden ausgerichtete eigene Accessoires-Produktpalette (Uhren, Brillen, Schreibgeräte, Küchen (by Poggenpohl) etc.) im oberen Preissegment. Davon zunächst unabhängig gab es seit den 1950er Jahren, meist auf individuelle Fahrzeugmodelle bezogen, die Accessoires-Kollektion des Sportwagenherstellers Porsche, gedacht für Porschefahrer und Freunde der Automarke. 1994 wurde diese Kollektion Porsche Selection getauft. Seit 2004 heißt sie Porsche Design Driver’s Selection, um sie von den übrigen Porsche Design Artikeln abzugrenzen.

1995 übernahm die Firma Porsche Design die Schweizer Uhrenfirma Eterna SA in Grenchen. Jetzt wird dort u. a. die Porsche-Design-Uhrenkollektion hergestellt, nachdem Ende 1997 der Vertrag mit der IWC auslief. Das erste Produkt der eigenen Uhrenproduktion ist eine Neuauflage des Chrono I in der ursprünglichen Gehäuseform mit Valjoux-7750-Werk.

Porsche Design Timepieces

Die Entwicklung und Gestaltung von Armbanduhren ist seit 1972 ein Bestandteil von Porsche Design. Die ersten Modelle wurden von Ferdinand Alexander Porsche entworfen, der zuvor das Design des Porsche 911 verantwortet hatte.Designboom: „Studio F. A. Porsche – History and Major Works“, https://www.designboom.com/design/studio-f-a-porsche-history-design-legacy/

Mit dem 1972 vorgestellten Chronograph I präsentierte Porsche Design einen der ersten vollständig schwarzen Chronographen der Uhrenindustrie.Hodinkee: „The Porsche Design Chronograph 1“, https://www.hodinkee.com/articles/porsche-design-chronograph-1 Gefertigt wurde das Modell von Orfina in Grenchen.Fratello Watches: „The Original Porsche Design Chronograph by Orfina“, https://www.fratellowatches.com/orfina-porsche-design-chronograph/ In den 1980er Jahren folgten Kooperationen mit IWC in Schaffhausen, darunter die Entwicklung des ersten Titan-Chronographen.Monochrome Watches: „History of Porsche Design x IWC Titanium Chronograph“, https://monochrome-watches.com/porsche-design-iwc-titan-chronograph-history-review/ Später übernahm Eterna in Grenchen die Fertigung mehrerer Kollektionen, etwa des 2004 vorgestellten Modells „Indicator“.WatchTime: „Porsche Design Indicator“, https://www.watchtime.net/uhren/porsche-design-indicator/

2014 gründete die Porsche Lizenz- und Handelsgesellschaft mbH & Co. KG (heute Porsche Lifestyle GmbH und Co. KG) die Porsche Design Timepieces AG im Kanton Solothurn. Damit ist die Uhren-Manufaktur eine 100-prozentige Tochter der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG.Handelsregister Kanton Solothurn, https://be.chregister.ch/cr-portal/suche/suche.xhtml Die Gesellschaft hatte ihren ersten operativen Sitz in der Stadt Solothurn, wo Entwicklung und Montage der Uhren aufgebaut wurden.

Im Jahr 2025 verlegte die Porsche Design Timepieces AG ihren Hauptsitz nach Grenchen, in das ehemalige Gebäude von Eterna, das sich nun im Besitz der Porsche Design Timepieces AG befindet. Das Unternehmen nutzt im etablierten Standort der Schweizer Uhrenindustrie eine modernisierte und vergrößerte Produktionsstätte, die für Montage und Qualitätsprüfung der Uhren ausgelegt ist.WatchPro: „Porsche Design invests in new production site in Grenchen“, https://www.watchpro.com/porsche-design-invests-in-new-production-site-in-grenchen/NZZ: „Grenchen – die heimliche Hauptstadt der Schweizer Uhrenindustrie“, https://www.nzz.ch/wirtschaft/grenchen-die-heimliche-hauptstadt-der-schweizer-uhrenindustrie-ld.1713089

Das Uhrendesign der heutigen Modelle entsteht im Studio F. A. Porsche in Zell am See. Die Gestaltung folgt weiterhin den von Ferdinand Alexander Porsche geprägten Grundprinzipien. Gestalterische Einflüsse stammen unter anderem aus dem Cockpit der Porsche-Sportwagen. Zudem überträgt Porsche Design Technologien und Werkstoffe aus dem Automobilbereich in die Uhrengestaltung, etwa Titan für Gehäuse und Armbänder, das im Motorsport seit den 1960er Jahren eingesetzt wird.GQ: „Artikel zu Porsche Design und Titan-Uhren“, https://www.gq-magazin.de/artikel/porsche-design-chronograph-1/ Bei Modellen, die passend zu Porsche-Fahrzeugen entwickelt werden, kommen Originalmaterialien aus der Porsche-Produktion zum Einsatz, darunter Fahrzeugleder, Fahrzeuglacke und Nähgarne.

Seit der Gründung der Manufaktur entwickelt Porsche Design eigenständige mechanische Uhrwerke, darunter vorrangig Chronographenwerke. Die Uhrwerke werden in Kooperation mit Schweizer Industriepartnern speziell für Porsche Design montiert und sind COSC-zertifiziert.COSC – Offizielle Liste zertifizierter Hersteller, https://www.cosc.swiss/en/chronometer-certification Alle Modelle tragen das Label „Swiss Made“.

Zu den historisch bedeutenden Modellen zählen: Chronograph I (1972) Kompassuhr (1978) Titan-Chronograph (1980) Ocean 2000 (1983)Fratello Watches: „IWC Porsche Design Ocean 2000“, https://www.fratellowatches.com/iwc-porsche-design-ocean-2000/ Indicator (2004) Worldtimer (2007)Chronos / WatchTime: „Porsche Design Worldtimer“, https://www.watchtime.net/uhren/porsche-design-worldtimer/ Custom-Built Timepieces (ab 2020)Forbes: „Porsche Design Launches Online Timepiece Configurator“, https://www.forbes.com/sites/carolbesler/2020/11/12/porsche-design-launches-online-timepiece-configurator/ Neuauflage des Chronograph I (ab 2022)Hodinkee: „Hands-On: Porsche Design Chronograph 1 – 1972 Limited Edition“, https://www.hodinkee.com/articles/porsche-design-chronograph-1-1972-limited-edition

Produkte Bekleidung und Schuhe (P'1000); hochpreisige Lederbekleidungs- und Sportswearkollektion (seit 2005, hauptsächlich für Herren, mit kleiner Kollektion für Damen). Der Blazer P'1140 wurde 2012 vom red dot design award ausgezeichnet.Red Dot Award. In: design-issue.com

Gepäck (P'2000); Koffer, Aktentaschen, Reisetaschen etc. Accessoires (P'3000); Schreibgeräte, Düfte, Kleinlederwaren (Geldbörsen etc.), Schmuck (Manschettenknöpfe), Zigarrenzubehör, Tabakspfeifen (darunter die berühmte Pfeife mit den an die Zylinder eines luftgekühlten Motors erinnernden Kühlrippen), Feuerzeuge, Taschenmesser Sport (P'5000); Kooperation mit adidas unter dem Namen Porsche Design Sport mit Bekleidung, Schuhen und Accessoires für die Bereiche Golf, Tennis, Wassersport/Schneesport, Laufsport/Fitness und Fahrsport Uhren (P'6000) der Chrono I, dessen Gestaltung noch in der Zeit bei Porsche begonnen wurde und als Accessoire für Porsche-Fahrer gedacht war. Er wurde von Orfina S.A. in Grenchen hergestellt und kam 1973 auf den Markt. Zusätzlich zu der ursprünglichen Version mit matt schwarz verchromtem Gehäuse und Band aus rostfreiem Stahl wurde später eine Version mit glasperlgestrahltem Gehäuse und Band aus rostfreiem Stahl angeboten. Anfangs wurde das Kaliber Valjoux 7750 verwendet, später das Lemania 5100. Die Ausführung mit dem für militärische Zwecke sehr beliebten Lemania-Werk wurde zudem in Sonderausführungen für diverse Streitkräfte hergestellt, mit jeweils veränderter Zifferblatt- und Lunettenaufschrift und andersfarbig beschichtetem Gehäuse. die Kompassuhr, die erste aus der 1978 begonnenen und 20 Jahre dauernden Zusammenarbeit mit IWC (International Watch Company) in Schaffhausen stammende Uhr. Bei ihr wurden ein antimagnetisches Automatikwerk mit einem Kompass kombiniert. Der Kompass war im Gehäuseunterteil drehbar gelagert und war zudem herausnehmbar. Das Uhrwerk war im Gehäuseoberteil untergebracht, das über ein Scharnier mit dem Unterteil verbunden war und somit hochgeklappt werden konnte. Gehäuse und Band waren aus Aluminium und schwarz harteloxiert. Später gab es noch Versionen mit NATO-oliv eloxiertem Gehäuse und Band und ab zirka Mitte der 1990er Jahre eine Version aus Titan. Das Band konnte an der Schließe aufgetrennt werden. Damit konnte man die exakt 5 mm breiten Bandglieder als Maßstab auf Karten verwenden. der Titanchronograph 1980, die erste Armbanduhr mit Gehäuse und Band aus Titan. IWC hatte für diese Uhr wegen der besonderen Bearbeitungseigenschaften von Titan neue Produktionsmethoden entwickeln müssen. Das Gehäuse hatte eine zylindrische Grundform, in die die Drücker für den Chronographenmechanismus integriert waren. Auch hier kam das weitverbreitete ETA Valjoux 7750 zum Einsatz, das jedoch, wie bei IWC üblich, überarbeitet und verziert wurde.