ist ein Gerätetreiber, der es DOS-Programmen und -Treibern ermöglicht, Daten im erweiterten Speicherbereich () über die Extended Memory Specification (XMS) zu speichern.PC-Hardwarebuch, S. 153 Mit , der auch als (XMM) bezeichnet wird, lässt sich der Speicherbereich oberhalb von 1 MiB so verwalten, dass verschiedene Programme und Gerätetreiber bei der Verwendung des Erweiterungsspeichers nicht in Konflikt geraten. Der Treiber kann durch Einstellungen in der konfiguriert und angepasst werden.Using MS-DOS 6.22, S. 757 Online
Die erste Veröffentlichung von war mit Windows 2.10, wo der Treiber unter „Windows/286“, das zwar auch auf PCs mit 8088/8086-Prozessor läuft, ab dem 80286-Prozessor die (HMA) verfügbar macht, und zusätzlich den Zugriff auf den gesamten Erweiterten Speicher (XMS) regelt. Der Treiber ist auch in der Variante „Windows/386“ enthalten, sowie in allen nachfolgenden DOS-basierten Windows-Versionen (Windows 2.11, Windows 3.x und Windows 9x).
ist auch in MS-DOS ab Version 4.01 enthalten und erlaubt, gemeinsam mit einem danach zu ladenden Speichermanager wie , zusätzlich den Zugriff auf den Oberen Speicherbereich (UMA, die ) zwischen 640 KiB und 1 MiB, wohin Teile des DOS-Kernels und von Gerätetreibern sowie TSR-Programme geladen werden können. Einige zu MS-DOS kompatible DOS-Varianten haben vergleichbare hervorgebracht, beispielsweise DR DOS 5.0 mit , das sogar mit 8088-Prozessoren kompatibel ist (dann aber ohne Erweiterten Speicher) und auf 80286-Systemen den NEAT-Chipsatz unterstützt.
Die Höhe des nutzbaren Speicherplatzes oberhalb der 1-MiB-Grenze des hängt von der x86-Prozessorgeneration ab. Da der 16-Bit-80286 im maximal 16 MiB adressieren kann, beträgt der maximal von verwaltbare Speicherplatz 15 MiB bzw. ab dem 80386, der die 32-Bit-x86-Architektur (retronym „IA-32“) begründete, unter MS-DOS 6.x maximal 1023 MiB,MS-DOS-6.2+6.22-Kompendium, S. 606 Online obwohl 32-Bit-x86-Prozessoren bis zu vier Mal so viel Speicher direkt adressieren können (siehe 4-GB-Grenze). Bei solchen Systemen wird der Treiber bei der Installation von MS-DOS automatisch installiert.MS-DOS 6.2 User’s Guide, S. 88
DOS-Startkonfiguration In der muss HIMEM.SYS noch vor einem (EMM) geladen werden, wenn dieser für seine Funktion Zugriff auf den Erweiterten Speicher (XMS) benötigt. Das beste Beispiel ist , der neben EMS, der in XMS emuliert wird, zusätzlich auch UMBs einblendet, die ebenfalls im XMS-Speicherbereich liegen. Auf x86-Prozessoren ab dem „386er“ können dadurch DOS-Programme, die „“ voraussetzen, stattdessen den ohnehin im System verbauten „erweiterten“ () RAM verwenden, ohne dass teure Speicherkarten (in Form von Steckkarten) notwendig sind. Auf Systemen mit einem „286er“, die eine EMS-Emulation im Chipsatz per Adressumschaltung ermöglichen, muss der jeweils Chipsatz-spezifische Treiber für den hingegen vor HIMEM.SYS geladen werden.
Mit UMB-Speichermanagern, nicht nur , ist es möglich, RAM in unbenutzten Bereichen des geschützten oberen Speicherbereichs (UMA) zwischen 640 KiB und 1 MiB einzublenden, der in Form von UMBs () von DOS verwaltet wird. Teile des Betriebssystems, Treiber und TSR-Programme können dorthin verlagert werden. Dies wird ab MS-DOS 5.0 mit dem Befehl DEVICEHIGH unterstützt. DR DOS 5.0 führte den Befehl ursprünglich (bereits vor MS-DOS 5.0) als HIDEVICE ein, ab DR-DOS 7.0 wird zusätzlich der MS-DOS-Befehl unterstützt. DOS übernimmt die Verwaltung der UMBs (der als RAM nutzbaren Speicherblöcke im oberen Speicherbereich, der UMA), wenn dies in der per DOS=UMB eingeschaltet ist. Die Voraussetzung dafür ist lediglich, dass und ebenfalls per geladen werden. Zusätzlich versucht DOS mit DOS=HIGH, unter DR DOS 5.0 ursprünglich HIDOS=ON, Teile des Kernels und ausgesuchter systemnaher Treiber in den Hohen Speicher (HMA, die ersten fast 64 KiB über der 1-MiB-Grenze) zu verlagern. Da DOS für den HIMEM-Trick die Kontrolle über die A20-Adressleitung benötigt, wird die HMA nur für ausgesuchte Software genutzt, während zahlreiche Treiber die Verlagerung in UMBs unterstützen.
All diese Maßnahmen dienen dazu, mehr freien Konventionellen Speicher zu schaffen, der von Anwendungsprogrammen dringend benötigt wird. Auch Programme, die von sich aus Speichererweiterungen wie EMS (per EMS-Speichererweiterung) oder XMS (z. B. per DOS-Extender) unterstützen bzw. nutzen, benötigen eine Mindestgröße an freiem DOS-Arbeitsspeicher, der nur im Konventionellen Speicher als solcher verfügbar ist.
Beispiel für CONFIG.SYS: DEVICE=C:\DOS\HIMEM.SYS DEVICE=C:\DOS\EMM386.EXE DOS=HIGH,UMB Danach können Gerätetreiber in den oberen Speicherbereich geladen werden: DEVICEHIGH=CDROM.SYS
Ab MS-DOS 6.0 unterstützt der Befehl DEVICEHIGH auch den Parameter /L, mit dem der Block (die Adresse des UMB) direkt angegeben werden kann.
Die Startdatei folgt dieser Logik mit dem Befehl LOADHIGH oder kurz LH, ebenfalls ab MS-DOS 5.0. DR DOS versteht zusätzlich (bzw. ursprünglich nur) den Befehl HILOAD: LH MOUSE.COM
Unter DR DOS können auch in der Programme geladen werden, wofür die Befehle INSTALLHIGH und HIINSTALL verwendet werden können. MS-DOS unterstützt dies nicht.
Windows Zum Ausführen von Windows 3.x im Standard- (auf 80286) oder Erweiterten Modus (auch „386-Modus“ genannt, da dieser mindestens einen 80386-Prozessor benötigt) ist unbedingt notwendig; ist der Treiber nicht vorhanden, startet Windows nicht.PC Mag - 11. Sept. 1990, S. 422 Online Alle auf Windows 3.11 folgenden DOS-basierten Windows-Versionen, die als Windows 9x bezeichnete Reihe von Windows 95 bis Me, benötigen für die DOS-basierte Funktionalität, während die Speicherverwaltung für native Windows-Programme vom (VMM, VMM32.vxd) verwaltet wird, wie dies auch unter Windows NT der Fall ist. Damit DOS-Programme weiterhin laufen können stellen ihnen die NT-basierten Windows-Versionen aber ebenfalls ein innerhalb einer virtuellen DOS-Umgebung (, NTVDM) zur Verfügung.Administering Windows Server 2008 Server Core - S. 627Online
Die -Version in frühen OEM-Versionen von Windows 95b enthält einen Fehler, sodass der Treiber statt nur 1 KiB Konventionellen Speicher satte 40 KiB belegt, was wertvollen „DOS-Speicher“ wegnimmt, der auch in der DOS-Box (dem DOS-Fenster „MS-DOS-Eingabeaufforderung“) von Windows fehlt. In der US-Version von Windows 95b ist dieser Fehler in nicht enthalten.
Einzelnachweise
Kategorie:DOS-Betriebssystemkomponente Kategorie:Speicherverwaltung