Der Prix Joseph Gantrelle wurde im Jahre 1890 von der Académie royale de Belgique (Königlich Belgischen Akademie) gestiftet und wird alle fünf Jahre für ein Werk der klassischen Philologie verliehen. Der Namensstifter Joseph Gantrelle (* 18. Januar 1809 in Echternach (Luxemburg); † 24. Februar 1893 in Gent (Belgien)) war ein emeritierter Professor der Fakultät für Philosophie und Geisteswissenschaft an der Universität Gent.Bibliographische Informationen zu Joseph Gantrelle (1809-1893) auf der Internet-Seite der Königlich Belgischen Akademie.

Im Mittelpunkt der ausgezeichneten Arbeit soll eine vergessene Sprache der Antike stehen. Der Gantrelle-Preis gilt neben dem Prix Lucien de Reinach als bedeutendste Auszeichnung für Altphilologen im französischsprachigen Raum.

Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und ist eigentlich für belgische Staatsbürger reserviert. Allerdings wurde 2000 der deutsche Gräzist Oliver Primavesi ausgezeichnet.

Preisträger 1903 – E. Boisacq (Universität Brüssel) 1984 – Yves Duhoux 1986 – Alain Martin 1988 – Jacques Schamp: Photios historien des lettres. La Bibliothèque et ses notices biographiques, 1987 1992 – M. Paul Deproost 1996 – Marie-Hélène Marganne 2000 – Oliver Primavesi zusammen mit Alain Martin 2004 – Koen Verboven 2021 – Michiel Meeusen 2026 – Jean-Manuel Roubineau

Literatur Tara E. Atterberry: Awards, Honors & Prizes: Vol. 2 International, Farmington Hills, Mich.: Thomson Gale, 2009

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Philologie Kategorie:Wissenschaftspreis (Belgien) Kategorie:Erstverleihung 1903