Longcochon ist eine französische Gemeinde im Département Jura in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie Longcochon liegt auf , etwa 13 Kilometer ostnordöstlich der Stadt Champagnole (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich im Jura, im Val de Mièges auf einem Ausläufer des Hochplateaus von Mignovillard, zwischen den Talniederungen der Serpentine im Norden und der Settière im Süden.

Die Fläche des km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der Hauptteil des Gebietes wird von der Höhe von Longcochon eingenommen, die sich nach Osten zum Plateau von Mignovillard fortsetzt. Sie ist hauptsächlich von Wies- und Weideland bestanden. Mit wird auf der Höhe östlich von Longcochon die höchste Erhebung der Gemeinde erreicht. Nach Südosten erstreckt sich das Gemeindeareal über die Talniederung der Settière bis auf das angrenzende Hochplateau. Die Settière sorgt für die Entwässerung des Gebietes nach Westen über die Serpentine zum Ain.

Nachbargemeinden von Longcochon sind Molpré im Norden, Mignovillard im Osten, La Latette und Rix im Süden sowie Nozeroy im Westen.

Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wird Longcochon im 13. Jahrhundert. Im Mittelalter gehörte das Dorf zur Herrschaft Nozeroy. Im Jahr 1639 wurde es von den vorbeiziehenden Truppen des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar geplündert und zerstört. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte Longcochon mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich.

Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Kirche Sainte-Anne Die Kirche Sainte-Anne in Longcochon wurde im 17. Jahrhundert erbaut und im 18. sowie im 19. Jahrhundert verändert.

Bevölkerung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2005 2018 Einwohner 64 54 42 40 49 51 42 62 Quellen: Cassini und INSEE

Mit Einwohnern (Stand ) gehört Longcochon zu den kleinsten Gemeinden des Départements Jura. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts markant abgenommen hatte (1886 wurden noch 130 Personen gezählt), wurden seit Beginn der 1970er Jahre nur noch geringe Schwankungen verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur Longcochon war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft, insbesondere Milchwirtschaft und Viehzucht geprägtes Dorf. Noch heute leben die Bewohner zur Hauptsache von der Tätigkeit im ersten Sektor. Außerhalb des primären Sektors gibt es nur wenige Arbeitsplätze im Dorf. Einige Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den umliegenden größeren Ortschaften ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Nozeroy nach Mignovillard führt. Eine weitere Straßenverbindung besteht mit La Latette.

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Kategorie:Ort in Bourgogne-Franche-Comté Kategorie:Ersterwähnung im 13. Jahrhundert