Die Lauer () ist ein kleiner Fluss in Unterfranken mit gut 30 km Länge. Sie ist der Namensgeber für das Lauertal und entspringt in Oberlauringen.
Name Der Name Lauer leitet sich vom germanischen hlūra ab, das die klare bedeutet. Das Gewässer gab den Orten Oberlauringen, Stadtlauringen, Poppenlauer, Burglauer und Niederlauer ihre Namen.
Geographie Quelle Die Quelle nennt man auch Storchenbrünnlein, aufgrund des auf dem Stein an der Quelle abgebildeten Storches. Dieser Ort, so sagt es die Legende, soll jungen Pärchen beim Kinderwunsch behilflich sein. Der Dichter und Orientalist Friedrich Rückert hat in seinem Gedichtband „Erinnerungen aus den Kinderjahren eines Dorfamtmannsohns“ dem Storchenbrünnle das Gedicht „Das Lauerbrünnlein“ gewidmet. mini|links|Lauer Quelle Storchenbrünnle
Verlauf Im Flusstal liegen die Orte Rothhausen, Maßbach, Poppenlauer, Brünn, Althausen und Münnerstadt. Die Lauer mündet bei Niederlauer in die Fränkische Saale. Der Abschnitt durchs Lauertal ist ein wichtiger, da profilarmer Teil des Fernradwanderweges zwischen der Rhön und den Hassbergen. Sehenswert sind vor allem die vielen Mühlen, die größtenteils heute noch betrieben werden.
Zuflüsse Direkte und indirekte Zuflüsse
Liste der direkten Zuflüsse und class=noviewer|10px Seen von der Quelle zur Mündung. Mit Gewässerlänge Einzugsgebiet und Höhe. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.Auswahl.
Leinach, von links und Nordosten auf etwa am oberen Ortsrand von Stadtlauringen-Oberlauringen, 4,7 km und 4,3 km². Entsteht auf etwa nordöstlich von Sulzfeld-Leinach im Sulzfelder Forst. Bruchgraben, von rechts und Norden auf etwa gegenüber Stadtlauringen, 2,6 km und 5,3 km². Entsteht auf etwa südwestlich von Oberlauringen am Ostfuß des Dürrnbergs. Geißler, von links insgesamt von Nordosten auf bei Stadtlauringen-Bahnbrückenmühle, 13,9 km mit Oberlauf Brühlsgraben und 55,0 km². Entsteht auf etwa nördlich von Stadtlauringen-Birnfeld im Kammerforst. Maß oder Maßbach, von links und Südosten auf etwa in Maßbach, 8,7 km und 35,7 km². Entsteht auf etwa westlich von Üchtelhausen-Ebertshausen. Ransbach, von rechts und Ostnordosten auf etwa zwischen Maßbach-Brandmühle und -Poppenlauer, 13,6 km und 30,4 km². Entsteht auf etwa nordöstlich von Thundorf in Unterfranken-Theinfeld und näher nordwestlich von Oberlauringen nahe der Lauer-Quelle. Mittelgraben, von rechts und Ostnordosten auf etwa in Poppenlauer an der Brücke der Ludwigstraße, 2,2 km und 1,1 km². Entsteht auf etwa im westlichen Rand des Waldes Schlettig. Unbeständig. (Bach aus dem Hohbergsgrund), von rechts und Ostnordosten auf etwa zwischen Poppenlauer und Maßbach-Biegenmühle, 2,6 km und 2,2 km². Entsteht auf etwa im Nordwestrand des Schlettigs. Wannig, von rechts und Ostnordosten auf etwa bei Maßbach-Haardmühle, 9,1 km mit Oberlauf Gücklertgraben und 45,7 km². Entsteht auf etwa ostnordöstlich von Münnerstadt-Großwenkheim am Westrand des Waldes Gücklert. (Bach aus dem Herberichsgrund), von rechts und Norden auf etwa an der Jörgenmühle nach Münnerstadt-Brünn, ca. 3,1 km und ca. 2,2 km². Entsteht auf etwa südlich von Strahlungen an der A 71. Unbeständig. Talwasser, von links und Süden auf etwa in Münnerstadt, 14,1 km und 45,6 km². Entsteht auf etwa nördlich von Rannungen. Ober- und Mittellauf unbeständig. Hohlbachgraben, von links und Südwesten auf etwa gegenüber Münnerstadt-Spitalmühle, ca. 2,1 km und ca. 1,1 km². Entsteht auf etwa nahe einem Aussiedlerhof östlich von Münnerstadt-Reichenbach. Reichenbach, von links und Südwesten auf bei Burglauer, 7,2 km und 13,3 km². Entsteht auf etwa südsüdwestlich von Münnerstadt-Burghausen am Münchholz. Ortgraben, von links und Westsüdwesten auf etwa gegenüber Burglauer-Höhbergsmühle, ca. 1,9 km und ca. 0,8 km². Entsteht auf etwa westlich von Burglauer. Unbeständiger, lange Weggraben. Lauerbachgraben, von links und Westsüdwesten auf etwa zwischen Höhbergsmühle und Niederlauer-Wiesenmühle, ca. 1,3 km und ca. 1,1 km². Entsteht auf etwa nordwestlich von Burglauer. Erbiggraben, von rechts und Südosten auf etwa am Industriegebiet von Niederlauer, 4,8 km mit Oberlauf Mönchsbau und 7,2 km². Entsteht auf etwa in Strahlungen.
mini|Einzugsgebiet der Lauer. Innerhalb des schraffierten Gebiets treten kaum Oberflächenabflüsse auf.
Einzugsgebiet Das 296 km² Einzugsgebiet der Lauer entwässert Teile des westlichen Vorlands der Hassberge und das südliche Grabfeld. Im Südwesten ist das orografische Einzugsgebiet weitgehend frei von Oberflächenabflüssen.
Flusssystem Fränkische Saale Fließgewässer im Flusssystem Fränkische Saale
Fauna In der Lauer kommen Bachforelle, Bachschmerle, Elritze, Flussbarsch, Gründling, Hasel, Hecht, Karpfen, Mühlkoppe, Regenbogenforelle, Rotauge, Aal, Aitel, Schleie und Dreistachliger Stichling, sowie. in einzelnen Nebengewässern der Steinkrebs vor.
Weblinks
Einzelnachweise BayernAtlas („BA“) Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet der Lauer Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Höhe: Höhe abgefragt auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte (Rechtsklick). Höhe nach blauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte. Länge: Länge abgemessen auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte. EZG: Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte.
Sonstige
Länge nach: Einzugsgebiet nach:
Name Ortgraben aus dem Namen der in Burglauer begleitenden Straße Am Ortbach erschlossen.
Kategorie:Fließgewässer im Landkreis Schweinfurt Kategorie:Gewässer im Landkreis Bad Kissingen Kategorie:Gewässer im Landkreis Rhön-Grabfeld