mini|Das Gürzenich-Orchester unter Leitung von Andrés Orozco-Estrada, 2026 Das Gürzenich-Orchester Köln ist das Sinfonieorchester der Stadt Köln, gegründet als Cölner Städtisches Orchester, das in der Spielzeit 2013/2014 sein 125-jähriges Jubiläum feierte.

Geschichte Namensgeber des Orchesters ist der frühere Konzertsaal, der Gürzenich. Seit 1986 ist das Orchester in der Kölner Philharmonie beheimatet.

In der Tradition der Domkapelle reicht die Geschichte des Orchesters bis ins 15. Jahrhundert zurück. Die 1827 gegründete „Concert-Gesellschaft“ veranstaltete „Winterkonzerte“, aus denen seit 1857 die „Gürzenich-Konzerte“ hervorgingen. Das im gesamten 19. Jahrhundert existierende stadtkölnische Theaterorchester wurde 1888 in städtische Dienste übernommen.

Von der Spielzeit 2003/2004 bis 2013/2014 war der Kölner Generalmusikdirektor Markus Stenz neben der Kölner Oper auch verantwortlich für das Gürzenich-Orchester. Seit Beginn der Spielzeit 2012/2013 ist James Gaffigan, Chefdirigent des Luzerner Sinfonieorchesters und ständiger Gastdirigent des Radio Filharmonisch Orkest in Hilversum, erster Gastdirigent des Gürzenich-Orchesters.

Ab der Spielzeit 2015/16 übernahm François-Xavier Roth das Amt des Generalmusikdirektors. Sein Vertrag wurde im Mai 2020 verlängert, 2024 wurden jedoch Vorwürfe wegen sexueller Belästigung aus Orchesterreihen gegen ihn erhoben, welche Roth auch eingestand.Manuel Brug: Ein öffentlich-rechtlicher Sender macht es sich zu leicht, Welt, 26. Juli 2024, aufgerufen am 23. August 2025 Der Vertrag wurde in gegenseitigem Vernehmen aufgelöstStadt Köln Presseservice vom 5. Juli 2024: Stadt Köln und François-Xavier Roth beenden ihre Zusammenarbeit, von Alexander Vogel, abgerufen am 5. Juli 2024Kölner Stadt-Anzeiger Kultur & Medien vom 5. Juli 2024: Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung. Langjähriger Kölner Generalmusikdirektor François-Xavier Roth verlässt die Stadt, von Anne Burgmer, abgerufen am 5. Juli 2024, seit der Spielzeit 2025/2026 ist Andrés Orozco-Estrada Generalmusikdirektor der Stadt Köln.nmz.de vom 30. März 2023: Andrés Orozco-Estrada wird neuer Generalmusikdirektor der Stadt Köln, abgerufen am 30. März 2023

Der Orchestermanager Stefan Englert wurde zum 1. September 2018 Geschäftsführender Direktor des Gürzenich-Orchesters und löste damit Patrick Schmeing ab, der bis Ende 2017 das Amt innehatte.

Besondere Angebote

„GO Plus“ heißt ein kostenfreies Angebot im Internet, bei dem ausgewählte live aufgenommene Konzerte des Gürzenich-Orchesters als hochauflösende Videos und als Audiostream erlebt werden können. auf der Homepage Gürzenich-Orchester, abgerufen am 3. Juni 2020

Alternativ steht YouTube zur Verfügung.Auswahl verschiedener Werke, abgerufen am 23. Mai 2023

Gürzenich-Kapellmeister Conradin Kreutzer (1840–1842) Heinrich Dorn (1843–1849) Ferdinand Hiller (1850–1884) Franz Wüllner (1884–1902) Fritz Steinbach (1903–1914) Hermann Abendroth (1915–1934) Eugen Papst (1936–1944) Günter Wand (1946–1974) Juri Aronowitsch (1975–1986) Marek Janowski (1986–1990) James Conlon (1990–2002) Markus Stenz (2003–2014) François-Xavier Roth (2015–2024) Andrés Orozco-Estrada (seit 2025)

Bedeutende Uraufführungen Kurt Atterberg: 6. Sinfonie (1928) Johannes Brahms: Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester (1887) Walter Braunfels: Te Deum (1922) Walter Braunfels: Der Tod der Kleopatra (1946) Walter Braunfels: Sinfonia brevis (1949) Otto Klemperer: Messe (1923) Gustav Mahler: 3. Sinfonie (zusammen mit der Städtischen Kapelle Krefeld) (1902) Gustav Mahler: 5. Sinfonie (1904) Hans Pfitzner: Das dunkle Reich (1930) Max Reger: Serenade (1906) Max Reger: Hiller-Variationen (1907) Max Reger: Symphonischer Prolog zu einer Tragödie (1909) Richard Strauss: Don Quixote (1898) Richard Strauss: Till Eulenspiegels lustige Streiche (1895) Bernd Alois Zimmermann: Sinfonia prosodica (1946)

Bernd Alois Zimmermann: Konzert für Orchester (1947) Bernd Alois Zimmermann: Die Soldaten (1965)

Ehrendirigenten ab 1987: Günter Wand ab 2009: Dmitrij Kitajenko

Auszeichnungen Das Orchester wurde 2010 Preisträger beim Innovationswettbewerb 365 Orte im Land der Ideen der Deutschen Bank. Ausgezeichnet wurde das seit Mitte Oktober 2005 bestehende weltweit einzigartige Angebot GO live! von Konzertmitschnitten auf CD oder das Herunterladen auf einen MP3-Player rund fünf Minuten nach dem Schlussapplaus. Für die Aufnahme Songs of Fate mit Anna Lucia Richters erhielt das Orchester unter der Leitung von Jordan de Souza (Myrios Classics) den BBC Music Magazine Award 2026 in der Kategorie Vokalmusik.Gürzenich Orchester Köln Pressemitteilung vom 23. April 2026: BBC Music Magazine Award 2026, abgerufen am 25. April 2026

Literatur Irmgrad Scharberth: Gürzenich-Orchester Köln : 1888–1988. Wienand, Köln 1988, ISBN 3-87909-189-7.

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Einzelnachweise

Kategorie:Sinfonieorchester (Deutschland)

Kategorie:Echo-Klassik-Preisträger Kategorie:Orchester (Köln)