William W. Stewart (* um 1776 in , Schottland; † 10. September 1851 in der / ) war ein schottischer Kartograf, Kapitän, Robben- und Walfänger. Nach ihm wurde , die drittgrößte Insel Neuseelands benannt.
Leben wurde um 1776 in Schottland geboren. Etwa 17-jährig, trat er in die ein und verrichtete bis 1797 seinen Dienst in den Westindischen Inseln unter Admiral und General . Danach soll dann angeblich von der desertiert sein und sich als Anführer von Freibeutern oder Kaperer betätigt haben.
Am 12. Juni 1801 erreichte von Kalkutta kommend schließlich , Hafen, kaufte sich mit 1.500 £ in eine Handelspartnerschaft ein und betrieb Seehandel in der zwischen Tasmanien und dem australischen Festland. 1805 arbeitete er mit dem australischen Kaufmann Robert Campbell zusammen und führte einige Expeditionen zu den Antipodes Islands zum Robbenfang.
Im August 1809 segelte unter Kapitän S. Chace als erster Offizier an Bord der Pegasus nach Neuseeland. Der Grund dieser Reise ist bis heute unbekannt. Bekannt ist aber, dass feststellte, dass eine Insel war und keine nördliche Verbindung zur Südinsel Neuseelands hatte. Ebenfalls korrigierte er den Fehler von , der 1769 auf seiner ersten Neuseeland-Umrundung die als Insel kartografierte. erstellte eine Karte von (: ) auf und komplettierte später die Karten der Admiralität von den , die 1791 unvollständig hinterließ.
Nach den Reisen in neuseeländischen Gewässern segelte die 1810 zurück nach England. ging im August 1810 in von Bord. 1816 wurde seine Karte von in dem Buch des britischen Hydrographen veröffentlicht.
1824 kam er erneut zurück nach England. Über seine Reisen der vorangegangenen 10 Jahre ist leider nichts bekannt. Zurück in England zeigte Interesse an der Errichtung einer Handelsstation auf . Nach erfolgreichen Verhandlungen segelte er 1826 zurück nach Neuseeland und machte in den folgenden Jahren drei Reisen nach . Auf einer seiner Reise brachte er Holzfacharbeiter von der nach , die dort dann das erste Schiff , den Schooner bauten. Doch sein Siedlungsvorhaben auf sollte nicht gelingen. soll sich angeblich deswegen 1827 in die / im Nordosten der Südinsel von Neuseeland zurückgezogen haben.
1833 lebte er kurzzeitig auf der Inselgruppe der Mamanuca-Inseln und ein Jahr später segelte er auf der in die Gewässer um Hawaii, in denen er angeblich heldenhaft in einem -Ereignis verhalten hatte. 1840 kam er als Kapitän der zurück nach und lebte dort bis Ende 1849 oder Anfang 1850, reiste dann zu Kapitän , der in der seinerzeit genannten Bucht eine Handelsstation betrieb. verstarb dort 75-jährig am 10. September 1851.
Legenden Schon zu Lebzeiten wurden unter den Robbenfängern viele Geschichten über erzählt. Irrtümlicherweise wurde ihm auch in einigen Publikationen zugeschrieben, der Entdecker von Stewart Island oder von der Foveauxstraße gewesen zu sein.
Familie war mit einer Frau aus dem -Stamm der verheiratet und hatten einen Sohn, namens (auch Tuatti), der später unter dem europäischen Namen zwischen 1838 und 1840 an der US-amerikanischen Expedition unter dem Kommando von Charles Wilkes in den südlichen Pazifik teilnahm und als erster Neuseeländer gilt, der die Antarktis besucht hat.
Literatur
John Dunmore: Who’s Who in Pacific Navigation. Stichwort: Stewart. University of Hawai'i Press. 1991. S. 238–239.
Einzelnachweise
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