Der 1. Luckenwalder Sportclub e. V. ist ein Sportverein aus Luckenwalde, dessen Sportler vornehmlich im Ringen aktiv sind. Die Vereinsfarben sind Blau-Gelb. Der Verein wurde am 14. Juni 1990 gegründet. Vorgängervereine waren die SG Dynamo Luckenwalde sowie der 1. Luckenwalder Athletenclub „Adler“ von 1897.

Der Verein zählt aktuell ca. 300 Mitglieder, hauptsächlich aktiv in der Abteilung Ringen, daneben auch im Handball, Kraftsport und Breitensport.

Der Verein hat eine überregionale Bedeutung im Ringkampfsport. Diese begründet sich durch die zahlreichen internationalen Erfolge der Luckenwalder Sportler bei nationalen Meisterschaften, Europa- und Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Weiterhin war der 1. LSC von 2000 bis 2016 in der 1. Bundesliga im Ringen vertreten und konnte in dieser Zeit einen Titel als Deutschen Meister sowie vier Deutsche Vizemeistertitel erkämpfen.

Als Regionalstützpunkt des DRB, widmet sich der Verein vor allem und dabei sehr erfolgreich der Nachwuchsarbeit. Zur Förderung der jungen Athleten, Stärkung der regionalen Fokussierung und Vermeidung von wirtschaftlichen Fehlentwicklungen startet die 1. Männermannschaft aktuell in der Oberliga Sachsen-Anhalt. Auf den teuren Einkauf auswärtiger Athleten wird dabei bewusst verzichtet. In der Saison 2024/2025 konnte der 1. LSC die Oberliga Sachsen-Anhalt mit einem Altersdurchschnitt von nur 18 Jahren ungeschlagen gewinnen. Ein Viertel des 20-köpfigen Oberligakaders war dabei unter 16 Jahre alt.

Der Erfolg dieses Konzeptes zeigt sich vor allem auch in den Einzelerfolgen Luckenwalder Nachwuchsringer. Mehrere Deutsche Meister- und Vizemeistertitel konnten in jüngster Zeit errungen werden, vor allem im griechisch-römischen Stil und weiblichen Ringkampf.

Geschichte Gründung und erste Jahre Der Ringkampf zählt zu den ältesten Sportarten und wird bereits seit mehreren 1000 Jahren als eine Form des Wettkampfes ausgetragen. Belegt ist hier beispielsweise die Aufnahme der Sportart Ringen in die Olympischen Spiele der Antike 708 v. Chr. Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte der Ringkampfsport ein Aufblühen in Deutschland. Durch herausragende Kraftleistungen und kämpferische Wettkämpfe wurden sensationelle Leistungen gezeigt und beflügelten Nachahmer. So kam es, dass 1897 im Luckenwalder „Tivoli“ Jahn Pohl auftrat, um dort starke Männer zu einem Zweikampf herauszufordern. Aus der daraus entstandenen Begeisterung wurde der 1. Luckenwalder Athletenclub „Adler 1897“ im Restaurant „Braband“ gegründet. Die beeinflussenden Mitglieder der ersten Jahre waren Karl Papritz, Adolf Schollbach, Ewald Schneider und Adolf Frank. Als Trainingsstätte diente den Athleten das Lokal „Querhammel“. Bevor eine erste Trainingsmatte gekauft werden konnte, wurde auf dem blanken Fußboden trainiert. Zu der damaligen Zeit existierten keine Gewichtsklassen. Die Sportler wurden in vier Leistungsklassen eingeteilt. Der Einstieg begann in der vierten Leistungsklasse. Durch Siege konnten sie sich für höhere Klassen qualifizieren.

Erfolge bei internationalen Meisterschaften Olympische Spiele Platzierung Platzierung Jahr Sportler Stilart Silber 1976 Hans-Dieter Brüchert FR 1992 Heiko Balz FR Teilnehmer 1968 Peter Döring FR Horst Mayer FR Hartmut Puls GR 1972 Horst Mayer FR Udo Schröder FR Klaus Pohl GR 1976 Roland Gehrke FR Dietmar Hinz GR Fred Hempel FR 1980 Harald Büttner FR Roland Gehrke FR Detlef Kühn GR Armin Weier FR 1988 Volker Anger FR Karsten Polky FR Uwe Westendorf FR 1992 Karsten Polky FR 1996 Heiko Balz FR René Schiekel GR 2012 Nick Matuhin FR Weltmeisterschaften Platzierung Jahr Sportler Stilart Gold 1978 Harald Büttner FR 1981 Roland Gehrke FR 1989 Heiko Balz FR* Silber 1973 Karl-Heinz Stahr FR 1975 Roland Gehrke FR 1977 Harald Büttner FR 1979 Roland Gehrke FR 1985 Roland Dudziak FR 1986 Mirko Jahn GR 1987 Jan Ulbrich GR* 1988 Jan Ulbrich GR* 1989 Morcos Keller FR* 1990 Marco Junker FR* Bronze 1973 Hermann Wolter GR Klaus Dünnebeil GR Roland Gehrke FR* 1974 Harald Büttner FR Hans-Dieter Brüchert FR 1987 Uwe Westendorf FR 1988 Frank Stübner GR* 1989 Karsten Polky FR 1991 Heiko Balz FR 1993 Heiko Balz FR 2014 Ilja Matuhin FR*Europameisterschaften Platzierung Jahr Sportler Stilart Gold 1966 Klaus Pohl GR 1974 Harald Büttner FR 2006 Felix Menzel FR* Silber 1967 Hartmut Puls GR 1970 Dieter Illner FR* 1974 Hans-Dieter Brüchert FR Benno Paulitz FR Dieter Heuer GR 1975 Harald Büttner FR 1976 Roland Gehrke FR 1976 Ralf Thieme GR* 1979 Roland Gehrke FR 1983 Roland Gehrke FR 1984 Karsten Polky FR* 1985 Hans-Peter Franz FR 1986 Mirko Jahn GR* Detlef John FR* 1987 Karsten Polky FR 1988 Jan Ulbrich GR* 1988 Karsten Polky FR 1989 Karsten Polky FR 1990 Karsten Polky FR 1992 Olrik Meißner GR* 1996 Heiko Balz FR 2001 Julia Bressem weibl.* 2007 Nick Matuhin FR* 2018 Martin Obst FR2021Richard SchröderFR*2021Joshua MorodionFR* Bronze 1967 Klaus Pohl GR 1970 Klaus Dünnebeil GR* 1973 Benno Paulitz FR Harald Büttner FR 1974 Gerald Brauer FR Roland Gehrke FR* 1975 Dieter Heuer GR 1976 Hans-Dieter Brüchert FR Fred Hempel FR 1978 Thomas Wenzel FR* Carsten Höntschke FR* 1978 Dietmar Hinz GR 1980 Harald Büttner FR 1981 Roland Gehrke FR 1984 Mike Jesse FR* 1987 Jörg Kotte GR 1988 Heiko Balz FR* 1991 Heiko Balz FR 2002 Monique Schröder weibl.* 2010 Philipp Herzog FR* 2011 Katrin Henke weibl.* 2013 Katrin Henke weibl.* FR = Freistil, GR = Griechisch-Römisch, weibl.* = weibliche Jugend, * = Jugendmeisterschaften

Saisonstatistiken Platzierungen seit 2000 Saison Liga (Klasse) Vorrunde Play-offs 2000/01 Ringer-Bundesliga Nord (I) Platz 5 (von 10) 2001/02 Ringer-Bundesliga Nord (I) Platz 2 (von 10) Viertelfinale 2002/03 Ringer-Bundesliga Nord (I) Platz 1 (von 9) Halbfinale 2003/04 Ringer-Bundesliga Nord (I) Platz 1 (von 9) Viertelfinale 2004/05 Ringer-Bundesliga Nord (I) Platz 1 (von 9) Deutscher Vizemeister 2005/06 Ringer-Bundesliga Nord (I) Platz 1 (von 8) Deutscher Meister 2006/07 Ringer-Bundesliga Nordost (I) Platz 1 (von 6) Deutscher Vizemeister 2007/08 Ringer-Bundesliga Nord (I) Platz 1 (von 8) Deutscher Vizemeister 2008/09 Ringer-Bundesliga Nord (I) Platz 1 (von 8) Deutscher Vizemeister 2009/10 Ringer-Bundesliga Ost (I) Platz 1 (von 10) Viertelfinale 2010/11 Ringer-Bundesliga Ost (I) Platz 2 (von 10) Viertelfinale 2011/12 Ringer-Bundesliga Ost (I) Platz 3 (von 9) Viertelfinale 2012/13 Ringer-Bundesliga Nord (I) Platz 4 (von 8) Viertelfinale 2013/14 Ringer-Bundesliga Nord (I) Platz 4 (von 9) Viertelfinale 2014/15 Ringer-Bundesliga Nord (I) Platz 4 (von 7) Viertelfinale 2015/16 Ringer-Bundesliga Nord (I) Platz 4 (von 6) 3. Gruppenvorkampf; Rückzug 2016/17 Oberliga Mitteldeutschland, Gruppe A (IV) Platz 4 (von 4) 2017/18 Landesliga Sachsen-Anhalt, Gruppe Nord (III) Platz 2 (von 5) Aufstiegskämpfe gewonnen 2018/19 Regionalliga Mitteldeutschland (II) Platz 3 (von 9) 2019/20 Regionalliga Mitteldeutschland (II) Platz 5 (von 10) 2020/21 Regionalliga Mitteldeutschland (II) Saisonabbruch 2021/22 Regionalliga Mitteldeutschland (II) Saisonabbruch 2022/23 Regionalliga Mitteldeutschland (III) Platz 6 (von 7) 2023/24Regionalliga Mitteldeutschland (III)Platz 7 (von 8)

Weblinks Homepage des 1. Luckenwalder SC

Einzelnachweise

Luckenwalde Luckenwalde, 1 SC Kategorie:Sport (Luckenwalde) Kategorie:Organisation (Luckenwalde) Kategorie:Vereinsgründung 1990