mini|John P. Hammond in den 1980er Jahren

John Paul Hammond (* 13. November 1942 in New York City; † 28. Februar 2026), auch bekannt unter dem Namen John Hammond Jr., war ein US-amerikanischer Bluessänger und -Gitarrist. Er gehörte ab dem Beginn der 1960er-Jahre zu den herausragenden Figuren des Country Blues. Er wurde 1985 mit einem Grammy ausgezeichnet.

Leben mini|hochkant|John P. Hammond (2008)

Er wurde 1942 in New York als Sohn des bekannten Musikproduzenten und Talent-Scouts John H. Hammond geboren. Er wuchs aber nicht mit seinem Vater auf, da sich seine Eltern trennten und er seinen Vater nur einige Male im Jahr sah. Er begann während des Besuchs einer privaten High-School mit dem Gitarrespiel und wurde besonders durch das Slide-Gitarrespiel von Jimmy Reed beeinflusst, den er im Apollo Theater hörte.

Hammond gehörte seit dem Beginn der 1960er-Jahre zu den herausragenden Figuren des akustischen Blues. Manche Kritiker bezeichneten ihn als den weißen Robert Johnson, denn er kombinierte kraftvolles Gitarre- und Harmonikaspiel mit einer ausdrucksvollen Stimme und Bühnenpräsenz. Er entdeckte für sich die Nische des Gitarrespielers mit Mundharmonika, der klassischen Blues aus den 30er-, 40er- und 50er-Jahren spielt. Aufnahmen aus den 90er-Jahren beweisen aber auch die Fähigkeiten Hammonds als Bandleader und E-Gitarrist.

Seit seinem Debütalbum, herausgegeben 1963 auf Vanguard Records, nahm Hammond insgesamt 33 Langspielplatten auf. Er erhielt 1985 einen Grammy Award und war für vier weitere nominiert. Zuletzt erschien das Album Rough & Tough. Er starb im Februar 2026 im Alter von 83 Jahren.

Gastmusiker Hammond spielte oder nahm Platten auf mit Jimi Hendrix (der entdeckt wurde, während er in Hammonds Band spielte), Eric Clapton, Muddy Waters, Howlin’ Wolf, Duane Allman, Michael Bloomfield, J. J. Cale, Tom Waits, The Band, Charlie Musselwhite, Robbie Robertson, Levon Helm, David Bromberg, John Lee Hooker, Dr. John, Bob Dylan und vielen anderen.

Produzent Als Produzent war er für George Benson (The George Benson Cookbook, It’s Uptown), Alberta Hunter (Amtrack Blues), Adam Makowicz (A Handful of Stars), Stevie Ray Vaughan (Ausführender Produzent Texas Flood), Bob Dylan (Bootleg Series 1–3), Michael Bloomfield (Don’t Say That I Ain’t Your Man: Essential Blues 1964), Bruce Springsteen (Tracks) und andere tätig.

Diskographie Alben

DVD John Hammond – The Paris Concert (2006) The Blues Guitar And Harmonica Of John Hammond (2006) Robert Johnson – The Search for Robert Johnson Little Big Man (Filmmusik von John Hammond)

Auszeichnungen Grammy Awards 2010 Grammy-Nominierung für Rough & Tough (Best Traditional Blues Album) 2006 Grammy-Nominierung für In Your Arms Again 2002 Grammy-Nominierung als „Best Historical Album“: Washington Square Memoirs Box Set (John Hammond spielt Drop Down Mama) 1999 Grammy-Nominierung für Long as I Have You 1998 Grammy-Nominierung für Found True Love 1994 Grammy-Nominierung für Trouble No More 1993 Grammy-Nominierung für Got Love If You Want It 1985 Grammy für Blues Explosion, einer Zusammenstellung vom Montreux Jazz Festival mit Stevie Ray Vaughan, Koko Taylor und anderen

Blues Music Awards 2002: „Best Acoustic Album“ für Wicked Grin 2003 und 2004: „Best Acoustic Blues Artist“ 2011: „Acoustic Artist of the Year“ 2015: „Acoustic Artist of the Year“ und „Acoustic Blues Album“ für Timeless

Weblinks

John Hammonds Website 2006 Interview (Webarchiv)

Einzelnachweise

Kategorie:Mitglied der Blues Hall of Fame Kategorie:Grammy-Preisträger Kategorie:Gitarrist Kategorie:Blues-Musiker Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1942 Kategorie:Gestorben 2026 Kategorie:Mann