Câmpulung Moldovenesc, alte Schreibweise Cîmpulung Moldovenesc (bis 1950 Câmpulung, manchmal Câmpulung-Bucovina; , selten Kimpulung; ), ist ein Munizipium im Kreis Suceava im Norden Rumäniens.

Lage mini|Câmpulung Moldovenesc Die Stadt liegt an der Moldau und befindet sich im südlichen zu Rumänien gehörenden Teil der Bukowina.

Geschichte und Gegenwart mini|Museum der Holzkunst () Kimpolung wurde 1411 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter fand in der Stadt das Magdeburger Recht Anwendung.Das Magdeburger Recht: Câmpulung Moldovenesc magdeburg-law.com, abgerufen am 27. Mai 2025. Da es sich im nördlichen Teil des Fürstentums Moldau befand, fiel die Ortschaft 1775 an Österreich. Nach der Gründung des Kronlandes Bukowina fungierte Kimpolung als Bezirksstadt.

Durch den Zerfall Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg wurde die Stadt Teil Großrumäniens. Beim Zensus 1930 in Königreich Rumänien, als der Anteil der deutschsprachigen Bevölkerung zu Gunsten des Rumänischen bereits gefallen war, gaben von den rund 10.000 Einwohnern der Stadt 17,3 % Deutsch (Bukowinadeutsche), 12,4 % Jiddisch und 67,9 % Rumänisch als Muttersprache an.Recesamintul general 1930.

Die starke jüdische Gemeinde von Kimpolung ist durch die Verschleppungen und Ermordungen in Transnistrien während des Zweiten Weltkrieges und die spätere Auswanderung nahezu verschwunden.

Bis in die unmittelbare Nachkriegszeit war Kimpolung Sitz einer Kreisverwaltung. Heute ist es mit etwa 20.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt im Kreis Suceava. Die Stadt beherbergt ein über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Holzmuseum. Sie liegt an der Bahnstrecke Dărmănești–Câmpulung Moldovenesc.

Bevölkerung Die Volkszählung von 2002 führte zu folgender ethnischen Aufteilung der Einwohner: 98,31 % (19.737) Rumänen 0,59 % (118) Rumäniendeutsche (Bukowinadeutsche) 0,49 % (96) Roma 0,28 % (56) Ukrainer 0,17 % (35) Ungarn 0,16 % Angehörige anderer Ethnien

Persönlichkeiten

Rabbi Moses Josef Rubin (1895–1980), chassidischer Rabbiner in Rumänien und den USA, von 1922 bis 1940 hier OberrabbinerAngaben zu Moses Josef Rubin bei id.loc.gov, abgerufen am 30. Januar 2025 Zeno Einhorn (1899–1941), deutsch-jüdischer Schriftsteller und Arzt Alexander Spiegelblatt (1927–2013), jiddischer, ab 1964 in Israel lebender Schriftsteller Monica Ghiuță (1940–2019), Film- und Theaterschauspielerin Anca Parghel (1957–2008), Jazzsängerin Nicolae Istrate (* 1982), Bobfahrer Roxana Anghel (* 1998), Ruderin Florin Lehaci (* 1999), Ruderer Maria Lehaci (* 1999), Ruderin Andreea Mezdrea (* 2001), Biathletin Andrei Mândrilă (* 2002), Ruderer Maria Talida Sfârghiu (* 2003), Leichtathletin

Ehrenbürger Oktavian Regner von Bleyleben (1866–1945), österreichisch-ungarischer VerwaltungsjuristHof- und Staatshandbuch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie 1918, Seite 519.

Partnerstädte Dąbrowa Górnicza (Dombrowa) in Polen, seit 2004

Weblinks

(PDF; 78 kB) Câmpulung Moldovenesc bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Bukowina

Kategorie:Ersterwähnung 1411