Consumer-to-Consumer (, C2C) ist in der Betriebswirtschaftslehre, im E-Business und allgemein im Marketing der Anglizismus für eine Geschäftsbeziehung zwischen mindestens zwei Privatpersonen, die als Verbraucher fungieren.

Allgemeines Der im E-Business entwickelte Begriff kann auch verallgemeinernd für alle Geschäftsbeziehungen zwischen verschiedenen Wirtschaftssubjekten oder zwischen zwei gleichen Wirtschaftssubjekten verwendet werden. Wirtschaftssubjekte sind Privathaushalte (), Unternehmen () und der Staat mit seiner öffentlichen Verwaltung (). Der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Schildhauer definiert wie folgt: „Consumer-to-Consumer ist die Bezeichnung für die Kommunikation und die Abwicklung von Geschäftsbeziehungen und Geschäftsprozessen zwischen Endkunden bzw. Privatpersonen“.Thomas Schildhauer, Lexikon Electronic Business, 2003, S. 35 Die Geschäftsbeziehung findet zwischen mindestens zwei Privatpersonen statt. „Consumer-to…“ beschreibt dasjenige Wirtschaftssubjekt, das die Geschäftsbeziehung angebahnt hat. Gegenstand der Beziehung kann ein Kaufvertrag, Mietvertrag, sonstiger Vertrag oder ein Gesetz sein, aufgrund dessen Güter oder Dienstleistungen gegen Geld (oder ausnahmsweise gegen andere Güter) ausgetauscht werden.

Übersicht aller Geschäftsbeziehungen Als Wirtschaftssubjekte, die Geschäftsbeziehungen zueinander eingehen, kommen Privathaushalte (, Konsumenten), Unternehmen () und der Staat mit seinen Staatsunternehmen oder Gebietskörperschaften () in Betracht. Die Geschäftsbeziehungen zwischen einzelnen Wirtschaftssubjekten können wie folgt systematisiert werden:Christian Brandt, Vom Vertragsmanagement zur zwischenbetrieblichen Kommunikation, 2009, S. 8Arnold Hermanns/Michael Sauter, Electronic Commerce: Die Spielregeln der Neuen Medien, in: Arnold Hermanns/Michael Sauter (Hrsg.), Management-Handbuch Electronic Commerce, 1999, S. 23; ISBN 978-3800623235

Wirtschaftssubjekt Privathaushalte Beispiel Unternehmen Beispiel öffentliche Haushalte Beispiel Privathaushalte Consumer-to-Consumer Tauschbörsen wie eBay Consumer-to-Business Aufträge, Bestellungen Consumer-to-Administration Steuererklärung, Melderegister Unternehmen Business-to-Consumer Lieferung von Waren im Versandhandel Business-to-Business Interbankenhandel Business-to-Administration Lohnsteueranmeldung öffentliche Haushalte Administration-to-Consumer Gebührenbescheid Administration-to-Business Außenprüfung Administration-to-Administration Amtshilfe

Auf diese Weise ergeben sich neun Kombinationen von Geschäftsfeldern.Bernd W. Wirtz, Electronic Business, 2013, S. 23; ISBN 978-3834942395

Weitere Beispiele für Consumer-to-Consumer-Beziehungen sind Crowdfunding für Projekte von Privatpersonen, Flohmärkte, Hauspersonal, Privatkredite oder Reinigungskräfte in Privathaushalten.

Wirtschaftliche Aspekte Consumer-to-Consumer bedeutet, dass sich bei einem Kaufvertrag mindestens zwei Privatpersonen als Vertragsparteien gegenüberstehen. Das kann beispielsweise beim Verkauf von Gebrauchtwagen der Fall sein, im Online-Handel ist beispielsweise Ebay die Tauschbörse, die zwischen Privatpersonen in deren Funktion als Käufer und Verkäufer vermittelt. Auch alle Online Shops funktionieren auf diese Weise.Mario Kischporski, Integration von standardisierten Electronic-Commerce-Lösungen in betriebswirtschaftliche Standardsoftware, 2020, S. 27 Ein besonderer Verbraucherschutz (etwa eine Gewährleistung) ist hiermit nicht verbunden, weil dieser einen gewerblichen Verkäufer (Unternehmer) voraussetzt.

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