Die Spielzeit 2006/07 war die 69. reguläre Spielzeit der Nationalliga A, in der die gleichen Mannschaften wie in der vergangenen Spielzeit spielten, da der EHC Biel die Relegation gegen den NLA-Tabellenletzten Fribourg-Gottéron verloren hatte. Der HC Davos besiegte den SC Bern im Playoff-Final mit 4:3 Siegen und wurde damit zum 28. Mal Schweizer Meister. Die SCL Tigers verloren die Playouts gegen den EHC Basel, sicherten sich aber in der Liga-Qualifikation gegen den EHC Biel den Verbleib in der ersten Liga.

Modus Gespielt wurden von den 12 Teams 2 Doppelrunden zu je 22 Spielen. Danach ermittelten die besten acht Mannschaften den Schweizer Meister im Playoff-Stil. Viertelfinals, Halbfinals und der Final wurden jeweils nach dem Modus Best-of-Seven gespielt.

Die anderen vier Mannschaften ermittelten in den Playouts diejenige Mannschaft, die gegen den Meister der Nationalliga B um den Klassenerhalt spielen musste.

Hauptrunde mini|Mehr als 30'000 Zuschauer beim Berner Derby Am Sonntag, 14. Januar 2007, wurde beim Berner Derby zwischen den SCL Tigers und dem SC Bern (2:5) im Berner Fussballstadion Stade de Suisse mit 30'076 Zuschauern ein neuer europäischer Zuschauerrekord für ein Eishockey-Ligaspiel aufgestellt. Der bisherige Rekord stammte aus dem Jahr 1963, als der Frölunda HC aus Göteborg, Schweden, auf einer offenen Eisbahn vor 23'192 Zuschauern spielte.

Tabelle mini|Eröffnungsspiel der Diners-Club Arena zwischen HC Lugano und Rapperswil-Jona Lakers, 16. September 2006

Der HC Davos schloss die Qualifikation mit insgesamt 28 Siegen vor dem SC Bern ab. Die ZSC Lions platzierten sich als Letzte unter den besten acht und erreichten damit die Playoffs. Der HC Ambrì-Piotta, Fribourg-Gottéron, die SCL Tigers und der EHC Basel verpassten die Playoffs und mussten in den Playdowns antreten.

Pl. Team Sp. S3 S2 N1 N0 Tore Pkt. 1. HC Davos 44 26 2 3 13 154:120 85 2. SC Bern 44 24 5 2 13 163:115 84 3. EV Zug 44 22 6 3 13 153:117 81 4. HC Lugano 44 25 1 3 15 143:123 80 5. Kloten Flyers 44 22 6 2 14 173:128 80 6. Rapperswil-Jona Lakers 44 19 5 3 17 149:141 70 7. HC Servette Genève 44 19 2 4 19 147:140 65 8. ZSC Lions 44 13 9 3 19 111:127 60 9. HC Ambrì-Piotta 44 14 1 8 21 128:165 52 10. Fribourg-Gottéron 44 12 1 12 19 134:167 50 11. SCL Tigers 44 12 5 1 26 115:160 47 12. EHC Basel 44 9 4 3 28 103:170 38

Statistik Topscorer Nr. Nat. Team Name Sp T A Pkt PIM PPT 1. SC Bern Simon Gamache 44 20 46 66 40 14 2. HC Davos Alexandre Daigle 44 22 39 61 44 9 3. Kloten Flyers Kimmo Rintanen 41 24 34 58 16 4 4. SC Bern Christian Dubé 40 16 38 54 36 4 5. HC Ambrì Jean-Guy Trudel 44 27 26 53 38 15 6. HC Ambrì Hnat Domenichelli 44 21 31 52 50 9 7. EV Zug Oleg Petrow 42 12 40 52 95 4 8. HC Davos Michel Riesen 44 37 14 51 70 20 9. Kloten Flyers Domenico Pittis 40 17 34 51 75 7 10. Servette Serge Aubin 40 21 29 50 50 9 11. Rapperswil Stacy Roest 40 14 36 50 36 4 12. Servette Kirby Law 44 17 32 49 40 9 13. HC Lugano Rickard Wallin 44 14 35 49 87 5 14. HC Davos Reto von Arx 38 11 38 49 46 6 15. EV Zug Paul DiPietro 41 22 25 47 36 7

Torhüter Nr.TeamName Sp Min GT GAA MinGT SO S U N 1. SC Bern Marco Bührer 43 2582 105 2.4 25 6 28 0 14 2. EV Zug Lars Weibel 43 2606 109 2.5 24 2 29 0 14 3. HC Davos Jonas Hiller 44 2656 115 2.6 23 3 28 0 16 4. Rapperswil Marco Streit 26 1499 67 2.7 22 0 13 1 11 5. ZSC Lions Ari Sulander 43 2613 118 2.7 22 2 21 0 22 6. HC Lugano Simon Züger 44 2594 116 2.7 22 4 26 0 18 7. Kloten Flyers Ronnie Rüeger 44 2656 123 2.8 22 2 28 0 16 8. Servette Gianluca Mona 44 2542 123 2.9 21 2 21 1 21 9. HC Ambrì Thomas Bäumle 44 2537 148 3.5 17 0 14 0 29 10. EHC Basel Daniel Manzato 44 2590 151 3.5 17 2 13 0 30 11. HC Fribourg Adam Munro 41 2488 149 3.6 17 0 12 0 28 12. SCL Tigers Matthias Schoder 44 2223 133 3.6 17 3 15 0 21

Playoffs Auch die NLA-Clubs konnten in der Spielzeit 2006/2007 zum ersten Mal den Playoff-Gegner selbst wählen. Im Vergleich zur NLB wurden in der Playoff- und Playout-Auswahl der NLA jedoch jeweils jene Gegner erkoren, welche man auch nach dem alten Playoff-Modus erhalten hätte.

Turnierbaum

Viertelfinal Serie 1 2 3 4 5 6 7 HC Davos – ZSC Lions 4:3 2:3 n. V. 1:3 3:1 2:5 4:2 3:1 3:0 Im ersten Spiel der Serie gewannen die Lions dank einem Hattrick von Jan Alston, davon zwei Powerplay-Tore. Auch das zweite Spiel entschieden die Zürcher für sich, grossen Anteil daran hatte Róbert Petrovický mit zwei Toren. Das folgende Duell konnte der HCD dank zwei Toren von Sandro Rizzi gegen die Lions gewinnen. Der ZSC konnte seinen Vorsprung auf 3:1 erhöhen, da man den HCD im vierten Spiel der Serie mit 5:2 besiegte, dabei erzielte Dale McTavish zwei Tore, während der Torhüter der Lions Ari Sulander mit einer Adduktorenverletzung ausschied. Demzufolge übernahm in der folgenden Partie Reto Berra die Position des Torhüters, konnte aber die 4:2-Niederlage nicht verhindern, die vor allem aufgrund der Undiszipliniertheit der Zürcher entstand, so dass Davos drei Powerplaytore erzielen konnte. Matchwinner beim dritten Sieg des HC Davos im sechsten Spiel war Doppeltorschütze Petr Tatíček, während die Zürcher kein adäquates Mittel fanden, die starke Defensive der Davoser zu bezwingen. Im letzten und entscheidenden Spiel sieben ging der HCD im ersten Drittel durch Josef Marha und Sandro Rizzi mit 2:0 in Führung, während es den ZSC Lions nicht gelang, die Defensive der Davoser zu brechen. Im zweiten Drittel erhöhte wiederum Josef Marha auf 3:0 – dies war auch der Endstand. Damit stand der HC Davos im Halbfinal, und die ZSC Lions beendeten die Saison im Viertelfinal trotz einer 3:1-Führung in der Serie.

Serie 1 2 3 4 5 6 7 SC Bern – Genève-Servette HC 4:1 2:1 3:2 4:2 1:2 7:3 – – Der SC Bern behielt im ersten Spiel mit 2:1 die Oberhand in einem von der Defensive geprägten Spiel. Auch das zweite Spiel in Genf gewann der SCB u. a. dank zwei Toren von Christian Berglund. In Duell Nummer drei konnten zunächst die Genfer in Führung gehen, kassierten aber dann vier Tore in Folge, während die Berner einen starken Rückhalt in Marco Bührer hatten. Im knappen vierten Spiel führte der HC durch Tore von Kirby Law und Jonathan Mercier, die Berner kamen nur noch zum 2:1-Anschluss durch Raeto Raffainer. Spiel Nummer fünf brachte die Entscheidung: Sieben Tore (davon jeweils zwei durch Thomas Ziegler und Patrik Bärtschi) und ein überragender Simon Gamache brachten den SC Bern auf die Siegerstrasse, der damit bereits im Halbfinal stand.

Serie 1 2 3 4 5 6 7 EV Zug – Rapperswil-Jona Lakers 4:3 2:3 3:4 n. V. 1:4 6:5 n. P. 6:3 5:1 6:2 Die Lakers aus Rapperswil gewannen auswärts in Zug dank drei Toren im ersten Drittel. In einem knappen zweiten Spiel gewannen die Lakers erst in der Verlängerung, herausragender Spieler war Mariusz Czerkawski. Mikko Eloranta schoss das erste und das letzte Tor im dritten Spiel der Serie, womit den Lakers nur noch ein Sieg zum Erreichen des Halbfinals fehlte. Das vierte Spiel dieses Viertelfinals wurde im Penaltyschiessen durch Paolo Duca entschieden, der schon während des zweiten Drittels zwei Tore erzielt hatte. Herausragender Spieler auf Seiten der Lakers war Mariusz Czerkawski, der zwei Tore erzielte und drei weitere vorbereitete. In der folgenden Partie schwächten sich die Lakers selbst, indem sie zu viele unnötige Strafen erhielten – im Gegensatz dazu waren die Zuger sehr diszipliniert und erhielten kaum Strafen, so dass sie auf 5:1 davonziehen konnten (zwei Tore von Krystofer Kolanos). Die zwei Gegentreffer im dritten Drittel waren dabei nur noch Ergebniskorrektur. Die Rapperswil-Jona Lakers konnten sich im sechsten Spiel der Serie nicht gegen den EV Zug durchsetzen – sie verloren zu Hause vor 6100 Zuschauern mit 1:5 (zwei Zuger Tore von Kamil Piroš). Die Rapperswil-Jona Lakers vergaben auch ihren vierten Matchpuck, um in den Halbfinal einzuziehen, da nur in den ersten Minuten der Wille zum Sieg vorhanden war, von Minute zu Minute schwand dieser, und der EV Zug siegte verdient in der Herti-Halle. Herausragende Spieler waren dabei Krystofer Kolanos und Paul DiPietro mit jeweils zwei Toren, Björn Christen und Duri Camichel mit jeweils drei Assists und Oleg Petrow mit drei Scorerpunkten.

Serie 1 2 3 4 5 6 7 HC Lugano – Kloten Flyers 2:4 3:6 2:3 n. V. 8:1 1:3 5:3 1:3 – Zwei Tore und ein Assist von Marcel Jenni und eine solide Mannschaftsleistung garantierten den Sieg für die Klotener im ersten Spiel der Serie. Das zweite Spiel ging knapp an die Flyers, die nach 29 Sekunden der Verlängerung durch Kimmo Rintanen zum Erfolg kamen. Einen Befreiungsschlag der Luganesi erlebten die Zuschauer in Spiel drei: Insgesamt vier Powerplay-Tore und sieben verschiedene Torschützen des HCL sicherten den Kantersieg über die Klotener, die nur im ersten Drittel durch Kimmo Rintanen ein Tor erzielen konnten. Spiel Nummer vier wurde durch ein Tor von Domenico Pittis fünf Minuten vor Spielende zugunsten der Klotener entschieden. Im folgenden Duell führten die Flyers auswärts schon mit 3:2 im zweiten Drittel, kassierten dann aber 3 Gegentore, die den Sieg für die Luganesi brachten. Im sechsten Spiel folgte die Entscheidung der Serie durch einen 3:1-Sieg der Klotener – kurios dabei, dass der zwischenzeitliche Ausgleich des HCL zum 2:2 durch den Schiedsrichter wegen Torraumabseits nicht gegeben wurde. Damit standen die Kloten Flyers im Halbfinal, und für den HCL war die Saison beendet.

Halbfinal Serie 1 2 3 4 5 6 7 SC Bern – EV Zug 4:1 4:0 1:0 4:0 1:3 4:0 – – In einem eher mässigen ersten Duell besiegte der SCB eine müde wirkende Mannschaft aus Zug, Matchwinner auf Berner Seite waren Marc Reichert mit zwei Toren, Simon Gamache mit drei Scorerpunkten und Marco Bührer mit seinem ersten Shutout der Playoffs. Die zweite Partie war von der Defensive und zwei sehr starken Torhütern geprägt – sowohl Marco Bührer als auch Lars Weibel zeigten Saisonbestleistungen und wurden folgerichtig zu den besten Spielern des Spieles gewählt – das spielentscheidende 1:0 für den SCB erzielte Éric Landry.

Spiel Nummer drei gewann der SC Bern dank einem effizienten Powerplay und einem starken Marco Bührer mit seinem dritten Shutout in Folge. Topscorer der Partie war Toni Söderholm mit einem Tor und zwei Assists. War in den ersten drei Spielen der SC Bern in der Verteidigung sicherer, wirkte in der vierten Partie Zug in der Defensive besser als der SCB und setzte diesen immer wieder unter Druck, so dass letztendlich die Zuger mit 3:1 gewannen. Vor 16'032 Zuschauern gewann der SC Bern das fünfte Spiel gegen Zug mit 4:0. Die Berner verdankten diesen hohen Sieg dem Schweden Christian Berglund, der im letzten Drittel einen Hattrick erzielte, und ihrem Goalie Marco Bührer mit seinem vierten Shutout der Playoffs.

Serie 1 2 3 4 5 6 7 HC Davos – Kloten Flyers 4:1 5:0 3:4 4:3 6:3 3:1 – Der erste Halbfinal zwischen dem HCD und den Flyers wurde durch die Powerplay-Formation der Davoser (4 PPT) und durch eine gute Defensivleistung entschieden – Matchwinner waren Michel Riesen mit zwei Powerplaytoren und Jonas Hiller mit seinem zweiten Shutout in Folge. Das zweite Duell im Halbfinal entschieden die Flyers für sich, obwohl der HCD im dritten Drittel durch zwei Tore von Zbyněk Irgl und ein Tor von Peter Guggisberg mit 3:1 geführt hatte. Kloten konnte dann innerhalb von zwei Minuten den Ausgleich erzielen und ging drei Minuten vor Spielende durch Roman Wick in Führung. Der HCD konnte dem nichts mehr entgegensetzen, da er sich vorher schon durch insgesamt 24 Strafminuten geschwächt hatte.