Plamen Georgijew Konstantinow (; * 14. Juni 1973 in Sofia) ist ein ehemaliger bulgarischer Volleyballspieler und heutiger -trainer.
Karriere mini|links|hochkant|Plamen Konstantinow (2011) Plamen Konstantinow, der bei einer Körpergröße von 2,02 m auf der Position des Außenangreifers spielte, begann seine Karriere 1986 bei Lewski Sofia in Bulgarien, wo er bis zu seinem 23. Lebensjahr unter Vertrag stand. 1995 wechselte Konstantinow erstmals ins Ausland. Nach einer Saison bei Iraklis Thessaloniki wechselte er über weitere Stationen in Italien, der Türkei sowie Griechenland 2002 zu Olympiakos Piräus. Nachdem Konstantinow mit Olympiakos mit der Griechischen Meisterschaft 2003 den ersten Profi-Titel seiner Karriere gewonnen hatte, wechselte er zum Erzrivalen Panathinaikos Athen, wo er in der darauf folgenden Saison ein weiteres Mal die Meisterschaft gewinnen konnte. Nach dem Ende der Saison 2003/04 wechselte er nach Frankreich zu Tours Volley-Ball und gewann dort, nur wenige Wochen nach dem Gewinn der Griechischen Meisterschaft, auch die Meisterschaft in Frankreich. Nach weiteren Stationen beim polnischen Erstligisten Jastrzębski Węgiel und SSK Gazprom Surgut in Russland wechselte Konstantinow 2007 erneut zu Iraklis Thessaloniki, wo er 2009 seine Karriere beendete.
Plamen Konstantinow war zudem ein fester Bestandteil der bulgarischen Volleyball-Nationalmannschaft, mit der er 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta Siebter wurde und 2006 bei der Weltmeisterschaft in Japan die Bronzemedaille gewann. 2007 wurde er beim World Cup in Japan erneut Dritter. Ein weiteres Mal nahm er 2008 an den Olympischen Spielen teil. Bulgarien belegte in Peking den fünften Platz.
Als Trainer Nach dem Ende seiner aktiven Spielerkarriere begann Konstantinow eine Laufbahn als Trainer. In der Saison 2010/11 übernahm er den türkischen Verein Ziraat Bankası SK, gewann mit der Mannschaft den türkischen Supercup und erreichte in der türkischen Meisterschaft den zweiten Platz. Anschließend kehrte Konstantinow als Trainer zum VK Gazprom-Jugra zurück. 2012 übernahm Konstantinow den russischen Klub Gubernija Nischni Nowgorod, der zu diesem Zeitpunkt erst seine zweite Saison in der russischen Superliga bestritt. In der Saison 2012/13 erreichte die Mannschaft mit 13 Siegen in Folge den vierten Platz und qualifizierte sich damit erstmals für einen europäischen Wettbewerb. In der Saison 2013/14 führte Konstantinow Gubernija im CEV-Pokal bis ins Finale, das gegen Paris Volley nach einem Entscheidungssatz verloren wurde.
Am 8. Juli 2014 wurde Konstantinow zum Nationaltrainer der bulgarischen Männer-Nationalmannschaft berufen. Mit der Mannschaft erreichte er bei der Volleyball-Europameisterschaft der Männer 2015 den vierten Platz. Bei der Volleyball-Weltmeisterschaft der Männer 2018 belegte Bulgarien den neunten Rang. Nach Abschluss des Turniers endete seine Amtszeit.
Im Mai 2016 übernahm Konstantinow den russischen Verein VK Lokomotive Nowosibirsk. In seiner ersten Saison führte er die Mannschaft auf den dritten Platz der russischen Meisterschaft. In der Saison 2019/20 gewann Lokomotive unter seiner Leitung erstmals die russische Meisterschaft.
Am 14. Oktober 2022 wurde Konstantinow erneut zum Nationaltrainer Bulgariens berufen. Seine zweite Amtszeit endete nach der Volleyball-Europameisterschaft der Männer 2023, nachdem er auf eine Vertragsverlängerung verzichtet hatte. Anschließend kehrte er zu Lokomotive Nowosibirsk zurück. Der Verein verlängerte seinen Vertrag Ende 2023 um zwei weitere Spielzeiten.
In der Saison 2025/26 führte Konstantinow Lokomotive Nowosibirsk auf den dritten Platz der russischen Superliga. Im Mai 2026 verlängerte der Verein seinen Vertrag um zwei weitere Spielzeiten bis zum Ende der Saison 2027/28.
Erfolge Bulgarischer Meister: 1992, 1996 Bulgarischer Pokalsieger: 1987, 1989 Griechischer Meister: 1997, 2002, 2003, 2004, 2008 Griechischer Pokalsieger: 2002 Französischer Meister: 2004 Griechischer Supercup: 2007, 2008
Weblinks
Trainerprofil beim europäischen Volleyballverband CEV (englisch)
Einzelnachweise
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