Die HMS Resolution war ein Schlachtschiff der Revenge-Klasse, das in den 1910er-Jahren für die Royal Navy gebaut wurde.

Geschichte Die Resolution wurde am 29. Januar 1913 von Palmers in Jarrow auf Kiel gelegt, am 14. Januar 1915 vom Stapel gelassen und am 30. Dezember für den Einsatz in der Grand Fleet in Dienst gestellt.

Erster Weltkrieg Im August 1914 – nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs – lag der größte Teil der Flotte kurzzeitig (22. Oktober bis 3. November) in Lough Swilly, Irland, während die Verteidigungsanlagen in Scapa Flow verstärkt wurden. Am Abend des 22. November 1914 unternahm die Grand Fleet einen erfolglosen Vorstoß in die südliche Hälfte der Nordsee. Am Abend des 23. Januar lief der größte Teil der Grand Fleet von Scapa Flow aus, um Beattys Schlachtkreuzer zu unterstützen, war jedoch zu weit entfernt, um am folgenden Tag am Gefecht auf der Doggerbank teilnehmen zu können.Jellicoe: S. 194ff, 206, 211f. Vom 7. bis zum 10. März unternahm die Grand Fleet eine Aufklärungsfahrt in der nördlichen Nordsee, bei der sie Übungsmanöver durchführte. Vom 17. bis 19. April fanden Patrouillenfahrten statt, gefolgt von Geschützübungen vor den Shetland-Inseln am 20. und 21. April.Jellicoe: S. 211f. Vom 17. bis zum 19. Mai und vom 29. bis zum 31. Mai unternahm die Grand Fleet Vorstöße in die zentrale Nordsee, ohne auf deutsche Schiffe zu stoßen. Vom 11. bis zum 14. Juni führte die Flotte erneut Geschütz- und Gefechtsübungen westlich von Shetland durch.Jellicoe: S. 217ff., S. 221f. Vom 2. bis zum 5. September unternahm die Flotte eine weitere Fahrt in der Nordsee, bei der sie Geschützübungen durchführte und verbrachte den Rest des Monats mit zahlreichen Trainingsübungen. Vom 13. bis zum 15. Oktober unternahm das Schiff zusammen mit dem Großteil der Grand Fleet einen weiteren Einsatz in der Nordsee. Fast drei Wochen später, vom 2. bis zum 5. November, nahm die Resolution an einer weiteren Flottenübungsoperation westlich von Orkney teil.Jellicoe: S. 228, 243, 246, 250, 253. In der Nacht zum 25. März verließen die Resolution und der Rest der Flotte Scapa Flow, um Beattys Schlachtkreuzer bei dem Angriff auf den deutschen Zeppelinstützpunkt in Tondern zu unterstützen. Als sich die Grand Fleet am 26. März dem Gebiet näherte, hatten sich die britischen und deutschen Streitkräfte bereits getrennt und ein starker Sturm bedrohte die kleineren Schiffe, so dass die Flotte den Befehl erhielt, zur Basis zurückzukehren. Am 21. April führte die Grand Fleet ein Ablenkungsmanöver vor Horns Riff durch, um es der kaiserlich russischen Marine zu ermöglichen, ihre Minenfelder in der Ostsee neu zu verlegen.Jellicoe: S. 271, 275, 279f., 284, 286. Am 24. April kehrte die Flotte nach Scapa Flow zurück, erhielt dort neuen Proviant, neue Munition und neue Kohle und stach erneut in Richtung englischer Ostküste in See, da man aufgrund von Geheimdienstberichten einen Angriff der Deutschen auf Lowestoft befürchtete, aber erst in dem Gebiet ankam, nachdem sich die Deutschen bereits zurückgezogen hatten.Jellicoe: S. 286ff.

Anschließende Aktivitäten Die Grand Fleet lief am 18. August aus, um die Hochseeflotte auf ihrem Vormarsch in die südliche Nordsee aus dem Hinterhalt anzugreifen, aber eine Reihe von Fehlmeldungen hinderte Admiral Jellicoe daran, die deutsche Flotte abzufangen, bevor sie in den Hafen zurückkehrte. Zwei leichte Kreuzer wurden während der Operation von deutschen U-Booten versenkt, was Jellicoe zu der Entscheidung veranlasste, die größeren Einheiten der Flotte südlich von 55° 30' Nord nicht zu riskieren, da es dort viele deutsche U-Boote und Minen gab. Die Admiralität stimmte dem zu und legte fest, dass die Grand Fleet nicht ausrücken würde, es sei denn, die deutsche Flotte versuchte eine Invasion Großbritanniens oder es bestand die große Möglichkeit, dass sie unter geeigneten Bedingungen zu einem Gefecht gezwungen werden könnte.Halpern: A Naval History of World War I. S. 330ff.

Am 22. April 1918 fuhr die Hochseeflotte zum letzten Mal nach Norden, um einen Konvoi nach Norwegen abzufangen, musste aber zwei Tage später umkehren, nachdem der Schlachtkreuzer Moltke einen Motorschaden erlitten hatte. Die Grand Fleet lief am 24. April von Rosyth aus, als die Operation entdeckt wurde, konnte die Deutschen aber nicht mehr einholen.Newbolt: Naval Operations. History of the Great War Based on Official Documents. Vol. V. S. 235ff.

Zwischenkriegszeit Nach dem Kriegsende wurde die Resolution im April 1919 dem 1. Schlachtgeschwader der Atlantik-Flotte zugeteilt. Aufgrund des Griechisch-Türkischen Krieges beschloss die britische Regierung, eine Flotte in das östliche Mittelmeer zu entsenden. Daher wurde die Resolution zusammen mit dem 1. Schlachtgeschwader im April 1920 zur Mittelmeerflotte abkommandiert. Dort nahm das Schiff im Juli 1920 an Operationen gegen türkische Nationalisten in Istanbul (damals Konstantinopel) und im Schwarzen Meer teil. Im Mai 1921 wurde das 1. und 2. Schlachtgeschwader zu einem einzigen Geschwader zusammengefasst, wobei die Resolution und ihre vier Schwestern die 1. Division und die fünf Schiffe der Queen-Elizabeth-Klasse die 2. Division bildeten. Zum Ende des Griechisch-Türkischen Kriegs im September 1922 wurde die Resolution erneut zur Mittelmeerflotte entsandt. Am 10. Januar 1924 kollidierte die Resolution bei Übungsmanövern im Ärmelkanal mit dem dicht unter der Oberfläche laufenden U-Boot L24, das daraufhin mit der gesamten Besatzung von 43 Mann sank. Im Rahmen der Flottenumstrukturierung vom 1. November wurden die 2. Division zur Mittelmeerflotte versetzt und die Schiffe der 1. Division bildeten das 1. Schlachtgeschwader der Atlantic Fleet.

Zweiter Weltkrieg Nach dem Ausbruch des Krieges im September 1939 wurde die Resolution der Channel Force in Portland zugeteilt. Nachdem der deutsche Schwere Kreuzer Admiral Graf Spee das Handelsschiff SS Clement versenkt hatte, erhielt die Resolution am 1. Oktober Order, sich dem South Atlantic Command anzuschließen. Vier Tage später wurde der Befehl jedoch widerrufen und die Resolution zusammen mit der Revenge zur North Atlantic Escort Force entsandt. Am 5. Dezember beförderte sie eine Ladung Goldbarren nach Kanada und begleitete anschließend Truppenkonvoi TC.1 mit 7.400 Mann der kanadischen 1. Division von Kanada nach Großbritannien.Rohwer: Chronology of the war at sea, 1939–1945. S. 11.

Norwegen

Im April schloss sie sich wieder der Home Fleet an. Ende des Monats wurde sie nach Narvik entsandt um die Warspite zu entsetzen.Rhys-Jones: Churchill and the Norway Campaign, 1940. S. 146. Am 3. Mai bombardierten das Schiff und der Leichte Kreuzer Aurora die deutschen Stellungen um Beisfjord. Vom 12. bis zum 13. Mai unterstützte sie die Anlandung von zwei Bataillonen der französischen Fremdenlegion. Sie hatte fünf Hotchkiss H-39 und mehrere Landungsfahrzeuge an Bord. Drei der Panzer wurden zuerst an Land geschickt; während die deutschen Verteidiger versuchten, die Anlandung, abzuwehren, beschossen die Resolution und die Kreuzer und Zerstörer die deutschen Verteidigungsanlagen in dem Gebiet.Rohwer: S. 23.

Am 16. Mai 1940 wurde die Resolution vor Narvik, von Junkers Ju 88 der II. Gruppe des Kampfgeschwaders 30 angegriffen und von einer 1000-kg-Bombe getroffen. Die Bombe traf das Schiff auf dem Oberdeck achtern zwischen den Geschütztürmen „X“ und „Y“. Sie durchdrang das Deck und durchschlug zwei weitere Decks nach unten, bevor sie explodierte. Zwei Männer wurden getötet und siebenundzwanzig verletzt. Der Schaden war jedoch gering. Abgesehen von dem entstandenen Loch und kleinen Bränden war die Kampffähigkeit des Schiffes in keiner Weise beeinträchtigt. Trotzdem wurde das Schiff nach Scapa Flow zurückbeordert und nahm an keinerlei Kampfhandlungen mehr in Narvik teil.Smith: Battleships at war. S. 59. Im Juni wurde sie ins Mittelmeer beordert, wo sie am 28. Juni der Eingreiftruppe Force H angeschlossen wurde.

Mers-el-Kébir

Mit der Kapitulation Frankreichs am 22. Juni 1940 lag das Gros der französischen Flotte in Mers-el-Kébir. Da der britische Premierminister Winston Churchill sehr beunruhigt war, die französischen Schiffe könnten in die Hände der Deutschen gelangen und er den Zusagen der Vichy-Regierung nicht glaubte, dass sie einen Zugriff der Deutschen auf die Schiffe verhindern würde, beabsichtigte er, den Franzosen ein Ultimatum zu stellen. Das Ultimatum sah vor, dass die Franzosen sich entweder den Alliierten anschließen oder aber ihre Schiffe an die Briten übergeben sollten. Am Mittwoch, den 3. Juli 1940 erschien Force H unter dem Kommando von Vizeadmiral James Fownes Somerville, bestehend aus der Resolution, dem Flugzeugträger Ark Royal, dem Schlachtkreuzer Hood, den Schlachtschiffen Valiant und Nelson sowie weiteren Kreuzern und Zerstörern vor der Hafeneinfahrt. Somerville funkte an Admiral Marcel Gensoul, um ihm die britischen Forderungen mitzuteilen. Nachdem das Ultimatum abgelaufen war, eröffnete die Resolution zusammen mit der Hood und der Valiant das Feuer. Die Dunkerque, die Provence und die Bretagne wurden getroffen und schwer beschädigt; letztere explodierte und sank. Nachdem Somerville das Feuer hatte einstellen lassen, um Gensoul eine weitere Chance zu geben, übersah er, dass die Strasbourg zusammen mit den fünf verbliebenen Zerstörern hinter dem dichten Rauch der Explosionen ins offene Meer entkommen waren. Die Strasbourg erreichte zusammen mit den Zerstörern Volta, Tigre und Le Terrible am Abend des 4. Juli Toulon.Rohwer: Chronology of the war at sea, 1939–1945. S. 31.Beevor: Der Zweite Weltkrieg. S. 148ff.

Dakar

Nachdem die französische Flotte am 3. Juli 1940 im Rahmen von Operation Catapult fast vollständig zerstört worden war, war den Briten nicht klar, wie sich die einzelnen französischen Kolonien verhalten würden. Daher wurde beschlossen, eine Flottille aus 17 Schiffen, darunter der Flugzeugträger Ark Royal, die Schlachtschiffe Resolution und Barham sowie die eingeschiffte 101. Brigade der Royal Marines und die 13. Brigade der Fremdenlegion nach Dakar zu senden. Am Morgen des 23. September gegen 5:15 Uhr tauchten die Briten vor Dakar auf und Cunningham stellte dem französischen Kommandanten das gleiche Ultimatum wie in Mers-el-Kebir. Nachdem die Franzosen jegliche Verhandlung abgelehnt hatten, eröffneten sie gegen 7:55 Uhr das Feuer. Um 10:07 Uhr signalisierte Cunningham den Franzosen, das Feuer einzustellen, da er sonst „bedauernswerterweise gezwungen sei, das Feuer zu erwidern“. Da die Franzosen weiter feuerten, näherten sich die Briten auf etwa 3,6 Kilometer und eröffneten ihrerseits um 11:04 Uhr das Feuer.