alternativtext=|mini|Eine Niederlassung der IKEA Deutschland in Köln-Ossendorf mit Parkplatz Die IKEA Deutschland GmbH & Co. KG ist ein deutsches Unternehmen der Einrichtungsbranche, das mit Stand September 2020 bundesweit 54 IKEA-Einrichtungshäuser betreibt. Der Stammsitz des Unternehmens ist München, die Verwaltung befindet sich in Hofheim am Taunus zwischen Wiesbaden und Frankfurt am Main.

Die Gesellschaft ist Teil des IKEA-Konzerns (INGKA Holding B.V., Leiden, Niederlande). Im Geschäftsjahr 2012 entfielen etwa 14 Prozent (3,88 Milliarden Euro) des gesamten Konzernumsatzes auf Deutschland. IKEA Food Deutschland ist einer der größten Systemgastronomieanbieter in Deutschland mit einem Umsatz von 221 Millionen Euro (2016).

Standorte Das erste IKEA-Möbelhaus in Deutschland wurde am 17. Oktober 1974 in Eching bei München eröffnet. 1987 gab es 18 Häuser: Berlin-Spandau, Kaltenkirchen, Stuhr, Burgwedel, Löhne (geschlossen am 31. März 1996), Kassel, Dorsten, Kamen, Kaarst, Köln-Godorf, Walldorf, Hofheim am Taunus, Saarlouis-Lisdorf, Fürth, Stuttgart, Freiburg im Breisgau und Eching.

Seit dem 13. Dezember 2010 befindet sich in Berlin-Lichtenberg an der Landsberger Allee die zum Zeitpunkt der Eröffnung weltweit größte Filiale außerhalb Schwedens mit einer Bruttogeschossfläche von rund 43.000 m².Manuel Bewarder: Blau-gelbes Einkaufsfieber bei minus fünf Grad. In: Welt Online, 14. Dezember 2010. Bei den Einrichtungshäusern in Oldenburg und Rostock handelt es sich um die ersten weltweit mit einem Glasanbau für den erweiterten Pflanzenbereich. Pressemitteilung bei ikea.com

Am 14. März 2014 wurde ein neues Einrichtungshaus in Lübeck-Dänischburg eröffnet, das einem in Deutschland neuen Konzept folgt. So entstand hier, in einer Einheit mit dem Einrichtungshaus, das LUV-Shopping-Center und ein auf demselben Gelände errichteter Baumarkt.

Am 30. Juni 2014 wurde ein drittes Einrichtungshaus in Hamburg eröffnet. Im Stadtteil Altona gibt es jetzt – nach dem bereits 1993 eröffneten Haus in Essen – das zweite IKEA-Kaufhaus in der Innenstadt einer Großstadt. Um kein allzu extremes Verkehrschaos aufkommen zu lassen, kann man sich hier – auch ein Novum – Lasten-Fahrräder ausleihen, um die Waren umweltfreundlich nach Hause zu transportieren. Da sich in unmittelbarer Nähe dieses Möbelhauses vier S-Bahn- und zehn Buslinien befinden, ist es – laut IKEA – „ein idealer Standort“.

Das 50. deutsche IKEA-Einrichtungshaus wurde am 13. August 2015 in Kaiserslautern eröffnet.Ikea-Boom in Deutschland flaut ab, Handelsblatt vom 28. Oktober 2013.50. Ikea-Einrichtungshaus in Kaiserslautern eröffnet

Im September 2017https://www.ikea.com/de/de/stores/ gab es in Deutschland 53 IKEA-Möbelhäuser in Berlin (drei Filialen), Bielefeld, Braunschweig, Bremerhaven, Burgwedel, Chemnitz, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Duisburg, Eching, Erfurt, Essen, Frankfurt am Main, Freiburg im Breisgau, Fürth, Gersthofen, Hamburg (drei Filialen), Hanau, Hannover, Hofheim am Taunus, Kaarst, Kaiserslautern, Kamen, Kassel, Kiel, Koblenz, Köln (zwei Filialen), Leuna, Lübeck, Ludwigsburg, Magdeburg, Mannheim, Oldenburg, Osnabrück, Regensburg, Rostock, Saarlouis, Schönefeld, Siegen, Sindelfingen, Stuhr, Taufkirchen, Ulm, Walldorf, Wetzlar, Wuppertal und Würzburg. Zudem gibt es eine Abhol- und Bestellstation in Ravensburg sowie eine reine Abholstation in Leipzig.

Am 12. Oktober 2017 wurde in Kaarst statt der zuvor bestehenden Filiale das bislang nachhaltigste IKEA-Einrichtungshaus der Welt eröffnet.

In Karlsruhe wurde am 24. September 2020 das 54. IKEA-Haus in Deutschland eröffnet.Badische Neueste Nachrichten: Erster Öffnungstag: Ikea-Start in Karlsruhe: Das Verkehrschaos bleibt aus Es soll das letzte „klassisch im IKEA-Stil und vor den Toren der Stadt“ sein.welt.de: Ikea ändert seine großzügigen Rückgaberegeln

In Essen und Eching war der Neubau der bestehenden Filialen geplant. Aufgrund einer neuen Unternehmensstrategie wurden die für 2019 bzw. 2020 geplanten Eröffnungen in Memmingen und Nürnberg vorerst gestoppt und neue Konzepte überprüft. Ein geplanter Bau in Bottrop wurde nicht verwirklicht.

Im Oktober 2025 eröffnete IKEA in der Nürnberger Altstadt ein neues Ladenkonzept. In einem zunächst 165 Quadratmeter großen sogenannten Pop-Up-Store in einer ehemaligen Kaufhoffilale werden Produkte zu wechselnden Themenwelten angeboten. Zudem befindet sich auf der Verkaufsfläche auch ein Planungsstudio, in dem eine Beratung und Bestellung des gesamten Sortiments nach Hause oder ins IKEA-Haus Nürnberg/Fürth möglich ist.Im ehemaligen Kaufhof in Nürnberg ist nun auch Ikea bereit - Die neue Verkaufsfläche im Video auf nn.de, vom 1. Oktober 2025, abgerufen am 2. Oktober 2025

In der über fünfzigjährigen Geschichte von IKEA Deutschland wurden bisher die zehn Filialen in Kaltenkirchen, Stuhr, Löhne, Dorsten, Fürth, Kamen, Kassel, Stuttgart, Bous und Kaarst geschlossen und durch Einrichtungshäuser an anderen Standorten ersetzt, wobei die Filialen in Kamen und Fürth jeweils in einen Neubau auf die gegenüberliegende Straßenseite umzogen. Ebenso wurde auch mit der zehnten Filiale verfahren, die in Eching bei München nur einige 100 Meter weiter gezogen ist. Die Filiale in Groß Mackenstedt, vor den Toren Bremens, zog 2000 rund 10 km in östliche Richtung nach Brinkum um, ebenfalls der Gemeinde Stuhr zugehörig. Für die Dorstener Filiale wurde das Einrichtungshaus in Essen eröffnet, das als erstes deutsches Haus in unmittelbarer Innenstadtlage errichtet ist. Im Juli 2010 eröffnete das Einrichtungshaus Düsseldorf-Reisholz nach 13 Monaten Umbauzeit seine Pforten. Dessen 7.500 m² Ausstellungsfläche ist die weltweit größte unter den IKEA-Filialen.Düsseldorfer Ikea ist jetzt der größte der Welt. In: RP Online, 9. Juli 2010, abgerufen am 18. Oktober 2011. Im Oktober 2017 ersetzte der Neubau der bisher kleinsten Filiale in Kaarst diese. abgerufen am 22. Juli 2017.

Einrichtungshaus Eröffnung Verkaufsfläche m² Augsburg (Gersthofen) 2006 31.000 Berlin-Lichtenberg 2010 43.000 Berlin-Spandau 1979/2002 36.300 Berlin-Tempelhof (Berlin-Schöneberg) 2003 37.000 Berlin-Waltersdorf (Schönefeld) 1993 25.000 Bielefeld 1996/2002/2017 29.000 Braunschweig 1993/2002 27.000 Brinkum 1976/2000 21.700 Bremerhaven 2015 18.000 Chemnitz 1994 20.400 Dortmund 1999/2007 29.500 Dresden 2001 27.500 Duisburg 2005 31.700 Düsseldorf 1999 39.000 Erfurt 2005 28.200 Essen 1993 22.800 Frankfurt 2007 35.000 Freiburg 1981/2007 26.800 Großburgwedel 1976/2000 24.600 Halle/Leipzig (Leuna) 1994 23.100 Hamburg-Altona 2014 18.000 Hamburg-Moorfleet 2002 35.600 Hamburg-Schnelsen 1989 31.200 Hanau 1997 22.300 Hannover EXPO-Park 2006 36.000 Kaarst 1979/2017 25.000 Kaiserslautern 2015 24.000 Kamen 1978/2004 29.100Karlsruhe2020 25.500 Kassel 1980/1994 25.300 Kiel 2002 29.300 Koblenz 2006 29.300 Köln Am Butzweilerhof 2009 42.700 Köln-Godorf 1975/2006 36.900 Lübeck 2014 25.500 Ludwigsburg 1998/2008 32.200 Magdeburg 2017 18.000 Mannheim 2004 34.600 München-Brunnthal (Taufkirchen) 2003 37.700 München-Eching (Freising) 1974/2001 32.300 Nürnberg/Fürth (Fürth) 1981/2004 34.600 Oldenburg 2007 37.000 Osnabrück 2005 28.000 Regensburg 2001 24.300 Rostock 2007 28.000 Saarlouis 1981/1998 24.600 Siegen 2005 24.900 Sindelfingen 1997/2008 34.300 Ulm 2003/2006 30.700 Wallau (Hofheim am Taunus) 1977/2001 34.300 Walldorf 1981 25.000 Wetzlar 2017 18.000 Wuppertal 2016 25.500 Würzburg 2009 36.000

Logistik Ein wichtiger Vertriebsstandort ist das Distributionslager in Salzgitter. Hier stehen 240.000 Palettenplätze zur Verfügung. Übertroffen wurde es durch das seit 2003 schrittweise ausgebaute Warenverteilzentrum in Dortmund. Hier hat IKEA für 135 Millionen Euro auf einer ehemaligen Montanbrache in Ellinghausen am Dortmund-Ems-Kanal eine Kapazität von 430.000 Palettenplätzen auf einer Grundfläche von rund 200.000 Quadratmetern geschaffen. Im ersten Bauabschnitt wurden drei neue Hallen errichtet (Halle Customer Distribution Center (CDC), European Low Flow (ELF) und Activity Dortmund (ADO)). Das ELF ist etwa 750 mal 180 Meter groß und wurde am 21. September 2007 eröffnet. Im für Herbst/Winter 2007/2008 geplanten zweiten Bauabschnitt wird zunächst das ELF auf einer südlichen Freifläche spiegelbildlich kopiert. Perspektivisch ist ebenso die Errichtung des ADO II nach dem gleichen Prinzip geplant.

Aus Dortmund werden alle europäischen IKEA-Einrichtungshäuser mit kleinvolumigen Artikeln und Aktivitätswaren versorgt. Auch der Direktvertrieb über das Internet nach Deutschland, Belgien und die Niederlande wird über das Lager in Dortmund abgewickelt. Zudem ist es Standort von IKEA IT und IKEA Trading.

Der Transport von IKEA-Produkten aus Schweden nach Dortmund erfolgt teilweise per Eisenbahn. Am 27. Juni 2002 fuhr der erste von IKEA Rail AB in Eigenregie geführte Zug von Älmhult nach Duisburg.Meldung IKEA Rail gestartet. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8–9/2002, , S. 361. Ende 2003 gab IKEA die Auflösung der IKEA Rail AB bekannt.Meldung IKEA Rail am Ende. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 12/2003, , S. 554. Als Grund nannte IKEA eine Konzentration auf das Kerngeschäft. Inzwischen werden mehrmals wöchentlich verkehrende, durch Hector Rail und DB Cargo gefahrene Zugverbindungen des kombinierten Verkehrs zwischen Norrköping und Herne genutzt.

Systemgastronomie Die Systemgastronomie des Möbelkonzerns war zunächst zur Steigerung der Verweildauer der Kundschaft gedacht. 2017 besuchten jedoch ein Drittel der Kunden nur wegen des Essens eine deutsche IKEA-Filiale. Nach Umsatz ist IKEA eine der führenden Gastronomieketten in Deutschland und lag 2017 auf Platz acht hinter Subway und noch vor Vapiano. Von den jährlich rund 100 Millionen IKEA-Besuchern in Deutschland verköstigen sich laut Angaben des Unternehmens rund 40 Millionen Kunden im Bistro, dem Restaurant oder dem Schwedenshop. In den Einrichtungshäusern in Deutschland werden rund 15 Millionen Hauptgerichte serviert. Der Umsatz lag 2016 bei 221 Millionen Euro.

Geschäftsführung 1992 bis 1998: Uwe Kettering 1998 bis 2005: Werner Weber 2005: Luc Lauwers 2006 bis 2011: Petra Hesser 2011 bis 2017: Peter Betzel 2018 bis 2022: Dennis Balslev 2022 bis 2025: Walter Kadnar 2025 bis 2026: Sandra Stibale (kommissarisch) 2026 bis jetzt: Peter Jelkeby

Rezeption in den Medien mini|IKEA-Werbeflaggen im Wind

Über den Bau der IKEA-Filiale bei Erfurt 2005 hat Eikon in Zusammenarbeit mit Arte eine fünfteilige Doku-Soap gedreht. Bei der ZDF-Auftragsproduktion Der Osten möbelt auf führte Jeanette Eggert Regie. Der Wirtschaftsjournalist Rüdiger Jungbluth erkläre den Erfolg des Unternehmens unter anderem mit dem „Bullerbü-Faktor“.

Ein großes Medienecho verursachte die Ankündigung von IKEA Deutschland, künftig in Deutschland Fertighäuser zu verkaufen (in Nordeuropa und Großbritannien stehen bereits etwa 4000 IKEA-Fertighäuser). Wegen der großen Nachfrage entschied das Los über die ersten Käufer.Gunnar Herrmann, Stefan Weber, Marc Widmann: . In: Süddeutsche Zeitung, 18. Februar 2010.

Kritik Siehe auch: IKEA#Kritik

Seit 2010 gelten die Tarifverträge im Einzelhandel für IKEA Deutschland. Damit ist einer der Kritikpunkte gelöst.

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