mini|Der Grenzübergang (2010) right|Lage Der Grenzübergang Lessowo–Hamzabeyli ( / GKPP Lessowo–Hamzabeyli bzw. lang Granitschen Kontrolno Propuskwatelen Punkt Lessowo–Hamzabeyli) liegt zwischen Bulgarien und der Türkei. Er befindet sich gut 5 Kilometer südöstlich des gleichnamigen bulgarischen Dorfes Lessowo und 2 Kilometer westsüdwestlich des türkischen Dorfes Hamzabeyli. Der Grenzübergang wird von Norden kommend über die Republikstraße I-7 erreicht, die sich als Devlet yolu 535 südwärts fortsetzt. Er wurde am 19. Juni 2005 vom bulgarischen Ministerpräsidenten Sakskoburggotski und vom türkischen Premierminister Erdoğan eröffnet.
Der Grenzübergang Lessowo–Hamzabeyli ist neben den Grenzübergängen Kapitan Andreewo–Kapıkule (ГКПП Капитан Андреево–Капъкуле) und Malko Tarnowo–Dereköy (ГКПП Малко Търново–Дерекьой) der dritte und mittlere Grenzübergang zwischen Bulgarien und der Türkei und ermöglicht eine kürze Fahrt und Alternativroute zwischen den Städten Burgas sowie Sliwen und Edirne.
Wegen der chronischen Überlastung des Grenzüberganges Kapitan Andreewo–Kapıkule wurde bereits in den 1990ern eine nahe gelegene neue Grenzabfertigungsanlage angedacht, die dann Anfang der 2000er zwischen Lessowo und Hamzabeyli errichtet wurde. Der Grenzübergang Lessowo ist Teil des östlichen Transbalkankorridors (Lessowo – Jambol – Karnobat – Schumen – Silistra), der weiter nach Moldawien, in die Ukraine und nach Russland führt.
Die Gebäude am Grenzübergang haben eine Fläche von 10.000 m², es können täglich 100 schwere LKW, 130 Busse und 600 Autos abgefertigt werden. Dadurch wurde eine Entlastung der zwei anderen bulgarisch-türkischen Grenzübergänge angestrebt, die allerdings durch das Ansteigen des Verkehrsaufkommens zwischen beiden Staaten nicht eingetreten ist. Deshalb wurde bereits 2005 der Plan der Regierung angenommen, in den nächsten zehn Jahren weitere Grenzübergänge zwischen Bulgarien und der Türkei zu eröffnen. Geplant sind unter anderem die Übergänge Strandscha–Kofçaz (Странджа-Кофчаз), Belewren–Ahlatlı (Белеврен-Ахлатлъ) und Zarewo–İğneada (Царево-Инеада). Die Umsetzung dieser Pläne ist bis 2026 nicht erfolgt.
Durch den Grenzübergang wird der Weg von der Donau nach Istanbul und Edirne verkürzt. Der Verwaltungsbezirk Jambol und die Gemeinde Elchowo (im Verwaltungsbezirk Jambol) erhalten dadurch eine direkte Verbindung in die benachbarte türkischen Provinz Kırklareli (bulg. Лозенград / Losengrad) und die Gemeinde Lalapaşa (bulg. Лалапаша / Lalapascha) in der Provinz Edirne.
In der Öffentlichkeit wurde der Grenzübergang Lessowo bereits durch Goldschmuggel bekannt.
Lessowo Kategorie:Straßenverkehr (Türkei) Kategorie:Verkehr (Oblast Jambol) Kategorie:Bauwerk in der Provinz Edirne