alternativtext=Janine Jansen (August 2025) |mini|Janine Jansen (2025) mini|Janine Jansen (2019) Janine Jansen (* 7. Januar 1978 in Soest, Provinz Utrecht, Niederlande) ist eine niederländische Violinistin.
Leben Janine Jansen stammt aus einer Musikerfamilie: Ihr Großvater leitete einen Kirchenchor, ihre Mutter sang im Kirchenchor, ihr Vater Jan und Bruder David spielen Cembalo, ihr älterer Bruder Maarten Violoncello. Anfänglich interessierte sich auch Janine Jansen für das Violoncello, begann dann aber Violine zu lernen.Janine Jansen: Queen of the download. In: The Independent, 3. April 2006. Ihre erste Lehrerin war Coosje Wijzenbeek.Coosje Wijzenbeek und Janine Jansen in einer Talkshow des NPO (Video, niederländisch) Mit zehn Jahren stand Jansen zum ersten Mal vor Publikum auf der Bühne. Sie studierte bei Philipp Hirschhorn am Utrechts Conservatorium und belegte Meisterkurse bei Boris Belkin, Menahem Pressler, Joshua Bell, Isaac Stern, Ana Chumachenco, Josef Gingold, Viktor Liberman und Mstislaw Rostropowitsch. 1998 schloss sie ihr Studium mit Auszeichnung ab.
Jansen spielte 15 Jahre lang auf der Stradivari „Barrère“ (1727).Rosanne Philippens: Biography auf der Website von Rosanne Philippens, Stand Januar 2018 (archivierte Webseite). Zeitweise spielte sie die Stradivari „Baron Deurbroucq“ (1727), die ihr von der Beare’s International Violin Society vermittelt wurde.Janine Jansen: A spiritual connection thestrad.com, 21. September 2021. Seit September 2016 spielte sie, wieder von Beare’s vermittelt,Janine Jansen thanks the Beare's International Violin Society Dank von Janine Jansen an die Beare’s International Violin Society für die Vermittlung der „Rivaz, Baron Gutmann“, YouTube-Video (0:53 Min.) die Stradivari „Rivaz, Baron Gutmann“ (1707) aus der Instrumentensammlung „Dextra Musica“, die einer Stiftung des norwegischen Finanzkonzerns DNB gehört.Janine Jansen receives 1707 Stradivarius violin on ten-year loan. The Strad, 22. September 2016. Seit 2020 spielt Jansen die Stradivari Shumsky-Rode (1715), die ihr ein Mäzen zur Verfügung stellt.
Seit ihrem Debüt 2003 ist Jansen regelmäßiger Gast bei den BBC-„Proms“, dem weltweit größten klassischen Musikfestival. 2005 eröffnete sie das Festival mit dem vielbeachteten „First Night of the Proms“-Konzert in der Royal Albert Hall. Von der Saison 2006/07 bis 2008/09 war Janine Jansen Künstlerin der Reihe „Junge Wilde“ am Konzerthaus Dortmund. 2014 war sie Solistin des Abschlusskonzertes der „Last Night of the Proms“. Seit November 2023 lehrt sie an der Kronberg Academy.
Jansen ist auch Kammermusikerin. Sie betreut das von ihr 2003 gegründete Internationale Kammermusikfestival im Muziekcentrum Vredenburg in Utrecht. Seit 1998 ist sie Mitglied der Kammermusikreihe Spectrum Concerts Berlin. Zu ihren Kammermusikpartnern gehören Boris Adrianov, Juri Baschmet, Itamar Golan, Paavo Järvi, Mischa Maisky, Paul Meyer, Emmanuel Pahud, Christian Poltéra, Julian Rachlin und Kathryn Stott.Biografie auf der Homepage
Privates
Jansen war ab 2003 mit dem Musiker Julian Rachlin liiert und ist seit 2012 mit dem schwedischen Cellisten und Dirigenten Daniel Blendulf verheiratet.Dutch fiddle star Janine Jansen and hubby Daniel Blendulf are a stunning double act for the SSO. dailytelegraph.com.au, 19. März 2015.
Karriere Stationen der internationalen Karriere (Auswahl) 1997: Debüt im Concertgebouw Amsterdam 1999: Europatournee (Athen, Birmingham, Brüssel, Köln, Paris, Wien) 2000: Japantournee mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Valery Gergiev 2002: London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Vladimir Ashkenazy 2007: Verschiedene US-Auftritte, unter anderem mit den New Yorker Philharmonikern unter der Leitung von Lorin Maazel in der Avery Fisher Hall, dem Philadelphia Orchestra sowie dem Orpheus Chamber Orchestra in der Carnegie Hall 2019: Porträtkünstlerin des Schleswig-Holstein Musik Festivals
Zusammenarbeit mit Solisten und Orchestern (Auswahl) Deutschland: Berliner Philharmoniker, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Gewandhausorchester Leipzig, Staatskapelle Weimar, hr-Sinfonieorchester, Deutsche Kammerakademie Neuss Niederlande: Concertgebouw Kammerorchester, Sinfonieorchester des Niederländischen Rundfunks, Nieuw Sinfonietta Amsterdam, Residentie Orkest Den Haag Belgien: Flämisches Rundfunkorchester, Belgisches Nationalorchester Großbritannien: City of Birmingham Symphony Orchestra, BBC-Orchester, Hallé-Orchester, Academy of St. Martin in the Fields, USA: San Francisco Symphony Orchestra, Cleveland Orchestra, New Jersey State Orchestra sonstige: Göteborgs Symfoniker, Kirov Orchester, Philharmonisches Staatsorchester Brünn, Santiago de Chile-Sinfonieorchester, NHK-Sinfonieorchester Tokio, Melbourne-Sinfonieorchester, Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Rom.
Sie arbeitete bereits mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Frans Brüggen, Riccardo Chailly, Valery Gergiev, Roger Norrington, Sakari Oramo, Antonio Pappano, Michail Pletnjow und Leonard Slatkin zusammen.
Artist in Residence In der Saison 2025/26 ist Janine Jansen Artist in Residence der Berliner Philharmoniker.
Auszeichnungen 2002–2004: New Generation Artist (BBC Radio 3)New Generation Artists BBC Radio 3 2003: Musikpreis des Niederländischen Kultusministeriums 2004: Edison Public Award, für ihr Debütalbum 2005: Edison Public Award, für ihr Vivaldi-Album 2006: Echo Klassik 2006, für das Vivaldi-Album in der Kategorie „Beste Konzerteinspielung des Jahres bis inkl. 18. Jahrhundert“ 2007: Echo Klassik 2007, für die Mendelssohn/Bruch-Aufnahme in der Kategorie „Beste Konzerteinspielung des Jahres 19. Jahrhundert“ 2007: NDR-Musikpreis 2007Offizielle Homepage der Künstlerin 2009: RPS Music Award 2008, Kategorie Instrumentalist 2013: Echo Klassik „Kammermusik-Einspielung des Jahres“ 2015: Bremer Musikfest-Preis 2018: Johannes-Vermeer-PreisJohannes Vermeer Prijs 2018 naar Janine Jansen johannesvermeerprijs.nl 2020: Herbert-von-Karajan-Preis
Diskografie 2003: Janine Jansen (Debütalbum). (NL: )Auszeichnungen für Musikverkäufe: [ NL] 2005: Vivaldi: Die vier Jahreszeiten (Oktettbesetzung). (NL: ) 2006: Mendelssohn & Bruch: Violinkonzerte. (NL: ) 2007: Bach: Inventionen BWV 772–786 & Partita BWV 1004. (NL: ) 2007: Concertos & Romance (NL: ) 2008: Tschaikowski: Violinkonzert.Tchaikovsky – Violin Concerto (NL: ) 2008: Beethoven & Britten: Violinkonzerte.Werner Theurich: Violin-Virtuosin Jansen: Unspielbar? Unfassbar! Rezension. In: Spiegel Online. 30. September 2009. (NL: ) 2010: Beau Soir (NL: ) 2012: Prokofjew: Violinkonzert Nr. 2. (NL: ) 2013: Bach: Violinkonzerte. 2016: Brahms: Violinkonzert & Bartók: Violinkonzert Nr. 1. 2021: 12 Stradivari (mit Antonio Pappano).
Weblinks
Offizielle Homepage von Janine Jansen (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Klassischer Geiger Kategorie:Echo-Klassik-Preisträger Kategorie:Soest (Niederlande) Kategorie:Niederländer Kategorie:Geboren 1978 Kategorie:Frau