Postvagotomiediarrhö und Postvagotomiesyndrom sind Begriffe aus der Humanmedizin, die für Beschwerden nach bestimmten Operationen am Magen verwendet werden.

Es handelt sich dabei um eine zusammenfassende Bezeichnung für Krankheitsbilder, die akut oder chronisch nach proximal-gastrischer Vagotomie auftreten können.

Unterschieden werden können: frühpostoperative Krankheitsbilder in den ersten Wochen Nachblutungen passagere Magenatonie Kardiafunktionsstörungen Nahtinsuffizienz Wundheilungsstörungen Narbenhernien chronische Folgekrankheiten Postvagotomie-Dysphagie Kardiainsuffizienz und Reflux vagales Denervationssyndrom Postvagotomie-Diarrhoe Cholelithiasis nach Vagotomie postoperatives Ulkus

Als Postvagotomiesyndrom wird auch heute noch gelegentlich die Kombination der Symptome Völlegefühl, Aufstoßen und Durchfall infolge einer Magenoperation mit kompletter Durchtrennung beider Vagusnerven (trunkuläre Vagotomie) bezeichnet. Üblicher ist heute die Bezeichnung Postvagotomiediarrhö,E.G. Hahn, J.F. Riemann (Hrsg.): Klinische Gastroenterologie. 3. Auflage. Thieme Verlag, 1999, ISBN 3-13-119143-0.W. Siegenthaler (Hrsg.): Siegenthalers Differenzialdiagnose. 19. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2005, ISBN 3-13-344819-6. wenn nach einer derartigen Operation Durchfall auftritt. Dieser kann versuchsweise mit Colestyramin therapiert werden.

Einzelnachweise

Kategorie:Krankheitsbild in der Viszeralchirurgie Kategorie:Krankheitsbild in der Gastroenterologie Kategorie:Vagus