50px|rechts Die Stadtbusse in Nürnberg werden von der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) betrieben und stellen die Grundversorgung der fränkischen Großstadt Nürnberg mit öffentlichem Personennahverkehr sicher. Ihre Aufgaben sind die Erschließung des Stadtgebiets, die Zubringerfunktion zu Straßenbahn, S- und U-Bahn sowie die Anbindung einiger Umlandgebiete an die Stadt. 2008 verkehrten auf einem Liniennetz von 784 km 270 eigene Busse sowie Busse diverser im Auftrag der VAG fahrender Unternehmen auf 70 Linien und beförderten dabei 46,493 Millionen Fahrgäste.Stadt Nürnberg: (PDF; 739 kB). S. 191.
Streckennetz Tagesnetz mini|hochkant=1.5|Das Nürnberger Stadtbusnetz (inklusive Linien nach Fürth, Stein, Landkreis Fürth, Landkreis Roth und Nürnberger Land, aber ohne Überlandbusse) mini|hochkant=1.5|Liniennetz und -struktur 2018 Das Busnetz besteht aktuell aus 56 Linien (Stand Dezember 2022). Die Liniengruppen lassen sich grob einem bestimmten Teil des Stadtgebietes zuordnen: die Linien mit den 20er-Nummern bedienen das nördliche und nordöstliche, die der 30er-Nummern das westliche und nördliche, die der 40er-Nummern das östliche, die der 50er-Nummern das südöstliche und südliche, die Linien der 60er-Nummern das südliche und die der 70er-Nummern das südwestliche Stadtgebiet mit Zirndorf und Oberasbach. Die 80er-Nummernlinien bedienen verschiedene kleinere Gebiete, vorrangig im Süden der Stadt. Die Linie 81 bedient den Stadtteil Holzheim, die Linien 82 und 83 die Stadtteile Reichelsdorf, Mühlhof und Krottenbach, die Linie 84 hingegen die Rosenau in der Innenstadt. Die Linien mit den 90er-Nummern sowie seit 2020 zusätzlich die Linie 89 sind für die von der VAG durchgeführten Schülerfahrten bestimmt. Busbahnhöfe gibt es an der Frankenstraße, in Langwasser Mitte, an der Maximilianstraße, in Mögeldorf, am Nordostbahnhof, an der Gustav-Adolf-Straße, in Röthenbach und am Am Wegfeld. Diese Busbahnhöfe sind dabei jeweils zusätzlich zu ihrer Funktion im Busverkehr Verknüpfungspunkte zur Straßenbahn, zur U-Bahn oder zum Regionalverkehr der Eisenbahn.
Die Linien 36, 37, 43, 44, 46 und 47 binden die Stadtteile St. Peter, Gleißhammer, Zerzabelshof, Gärten hinter der Veste, Großreuth hinter der Veste, Thon, Schniegling, Wetzendorf und Wöhrd direkt an die Altstadt an, wohingegen alle anderen Nürnberger Stadtteile durch Zubringerlinien zu einem der drei Schienenverkehrsmittel (U-, S- und Straßenbahn) nur indirekt bzw. über die Schienenverkehrsmittel direkt angebunden sind.
Ringlinien Die Tangentiallinien 35 und 65 verbinden die zwei Busbahnhöfe Nordostbahnhof und Röthenbach und werden auf Grund ihrer auf der Ringstraße (B 4 R) liegenden Führung als „Ringlinien“ bezeichnet.
Die Linie 35 beginnt am Busbahnhof in Röthenbach (U2) und führt zunächst über die Schweinauer Hauptstraße zur Haltestelle Hohe Marter Nord (U2) an der Kreuzung mit der Nopitschstraße (Südring). Von dort geht es über die Gustav-Adolf-Straße (Südwestring) zur gleichnamigen U-Bahn-Station (U3) und über die Von-der-Tann-Straße (Westring) zu den U-Bahn-Stationen Maximilianstraße (U1) und Nordwestring (U3) und anschließend über den Nordring zum U- und Regionalbahnhof Nordostbahnhof (U2 und RB21). Die Liniennummer wechselt am Nordostbahnhof auf 65 und umgekehrt.
Die Linie 65 beginnt am Nordostbahnhof und führt an der S-Bahn-Station Ostring (S1) vorbei über die Regensburger Straße und verläuft dann auf der Jitzchak-Rabin-Straße, Bayernstraße (Südring) und Frankenstraße (Südring). Dabei passiert sie den Dutzendteich (S2), das Doku-Zentrum und den Volksfestplatz. Vom Busbahnhof Frankenstraße (U1) aus erreicht die Linie 65 über die Ulmen- und die Nopitschstraße die Haltestelle Hohe Marter Nord (U2), biegt in die Schweinauer Hauptstraße ab und erreicht nach Überquerung des Main-Donau-Kanals die Endhaltestelle Röthenbach (U2), wo sie auf die Linie 35 trifft.
Die ehemalige dritte Ringlinie 45 verkehrt seit der Neuordnung des Netzes im Norden als Nordost-Ost-Südost-Tangentiallinie von Ziegelstein (U2) über Nordostbahnhof (U2 und RB21) und St. Jobst nach Mögeldorf (S1). Hier nimmt sie die ehemalige Route der Linie 65 auf und verkehrt über den Tiergarten und Zerzabelshof bis zur Regensburger Straße, von der an sie ab Dutzendteich (S2) den Verlauf mit der aktuellen Linie 65 bis zur Frankenstraße (U1) teilt.
Umlandlinien Von den 56 Stadtbuslinien verlassen 18 das Stadtgebiet und fahren benachbarte Städte und Gemeinden an. Die Linien 20, 30 und 290 fahren von Am Wegfeld aus nach Erlangen beziehungsweise die Linie 199 darüber hinaus nach Herzogenaurach, sowie die Linie 33 nach Fürth. Die Fürther Buslinie 179 übernahm im Dezember 2018 außerdem den Betrieb der ehemaligen Linie 29 und bietet seitdem eine neue Direktverbindung zwischen Fürther Südstadt und dem Knoblauchsland an. Auch die Linien 37 und 39 bedienen Fürther Stadtteile. Zudem berühren die Linien 38 und 73 an der Stadtgrenze ebenfalls Fürther Boden und die Linie 40 führt von der Heinemannbrücke aus nach Schwaig und Behringersdorf. Die Linien 51 und 89, die beide an der Frankenstraße beginnen, verlassen hinter Kornburg das Nürnberger Stadtgebiet und fahren Kleinschwarzenlohe beziehungsweise Wendelstein an. Die Buslinie 53 fährt vom Luitpoldhain über Meistersingerhalle, Bayernstraße und Bauernfeindstraße direkt über die Münchener Straße nach Kornburg und Schwand. Von Röthenbach aus gehen die Linie 61 nach Schwabach und die Linien 63 und 64 nach Stein. Die Linie 67 verläuft von der Frankenstraße über Röthenbach nach Fürth. An der Gustav Adolf-Straße beginnen die Linien 70 und 72 Richtung Altenberg – Zirndorf sowie die Linie 71 Richtung Altenberg – Oberasbach. Die Linie 83 bedient bei ihrer Fahrt im Süden der Stadt von Katzwang über Krottenbach nach Reichelsdorf auch die Schwabacher Stadtteile Wolkersdorf und Dietersdorf.
Zusätzlich beginnen in Nürnberg an mehreren Busbahnhöfen Regionalbuslinien von anderen Anbietern ins weitere Umland.
Linien Stand 10. Dezember 2023