mini|Rathaus (2023) mini|Bahnhof Ochenbruck (2023) mini|Bau der Eisenbahnbrücke über die Schwarzach

Ochenbruck ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Schwarzenbruck im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern). Ochenbruck liegt in der Gemarkung Schwarzenbruck.

Geografische Lage Das Dorf liegt an der Schwarzach. Es bildet mit Schwarzenbruck und Gsteinach im Westen eine geschlossene Siedlung. Diese ist allseits von Wald umgeben.

Geschichte Die Ersterwähnung des Ortes im Jahr 1322 als „Achenbruck“ bedeutet Brücke über die Schwarze Ache. Durch Ochenbruck führte früher die wichtige Handelsstraße Nürnberg-Neumarkt-Regensburg, die Mitte des 12. Jahrhunderts entscheidend ausgebaut wurde und wahrscheinlich der Gründungsgrund war.M. Jehle, Historischer Atlas von Bayern: Parsberg, Kapitel II. Herrschaftsgeschichte vom 8. bis 11. Jahrhundert 1. Verkehrsstraßen, München 1981, S. 9–12.

Ochenbruck im Mittelalter Seit 1385 lässt sich die Mühle als ältestes Gebäude nachweisen.D. Gürtler, W. Stadelmann, Drei Mühlen an der Schwarzach, 1000 Jahre Schwarzenbruck - Die Chronik, Nürnberg 2025, S. 93. Die Nürnberger Familie Seidenschuher wollte hier Ende des 15. Jahrhunderts einen Eisenhammer an der Schwarzach bauen, scheiterte aber an der benachbarten Konkurrenz. W. Stadelmann, Drei Mühlen an der Schwarzach, S. 93 f. Am Ende des Mittelalters umfasste der Weiler Ochenbruck nur die geteilte Mühle, einen Bauernhof und zwei kleine Güter.P. Fleischmann, Das Reichssteuerregister von 1497 der Reichsstadt Nürnberg, 1993, S. 211, Nr. 6692–6696. Der bedeutendste Zuwachs war zunächst die Verlagerung der Forsthube aus dem umstrittenen Weiler Affalterbach nach Ochenbruck zwischen 1502 und 1525.Staatsarchiv Nürnberg, Rep. 751, Waldamt Laurenzi, Nr. 69.

Ochenbruck in der frühen Neuzeit

Die Familie Seidenschuher gab 1549 ihren Besitz auf und dieser kam über die Familie Müllner und ihre Erben 1634/36 schließlich ganz an den Schwarzenbrucker Schloßherrn und teilte seitdem die Geschichte des Nachbarortes.J. Oevermann, W. Stadelmann, Pfinzing, Schmidtmayer und Scheurl, 1000 Jahre Schwarzenbruck - Die Chronik, S. 49. Der Weiler stagnierte zwischen 1715 und 1798 bei 8 Haushalten.StAN Rep. 225/I, Rentamt Altdorf, Nr. 236, fol. 41; Nr. 235, S. 138 f.

Ochenbruck in Bayern

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Ochenbruck dem Steuerdistrikt Schwarzenbruck und der Ruralgemeinde Schwarzenbruck zugewiesen. Von 1820 bis 1868 hatte sich Anzahl der Wohngebäude immerhin schon von 13 auf 26 verdoppelt, die Einwohnerzahl stieg auf 79.Handbuch des Rezatkreises 1820, S. 22; Bavaria: landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern 1868, S. 1070 Mit Eröffnung der Bahnstation (Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg) im Jahr 1871 wuchs der Ort stetig, so dass er mittlerweile eine geschlossene Siedlung mit Schwarzenbruck bildet. Bedeutend für die Arbeitsplätze war eine Bronzefabrik (1892–1972) im Bereich der ehemaligen Mühle.B. Mayer, D. Gürtler, W. Stadelmann, Drei Mühlen an der Schwarzach, S. 94. In Ochenbruck steht heute das Rathaus der Gemeinde Schwarzenbruck. Landschaftsprägend ist südwestlich vom Ort das seit 1964 schrittweise vergrößerte Gewergegebiet Mittellandholz im Bereich alter Sandgruben, genauso wie der Ausbau der Siedlungen im Norden bis zum Bahnhof und Waldrand.P. Metrzger, Schwarzenbruck heute, 1000 Jahre Schwarzenbruck, S. 155–163.

Einwohnerentwicklung Jahr 1987 2013 2017 (Abgerufen am 20. August 2017) 2023 Einwohnerzahl 1228 1498 1590 1620

Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Eisenbahn-Viadukt über die Schwarzach (2023) Der Thanngraben Der Schwarze Herrgott im Wald des Feuchter Forstes Der Eisenbahn-Viadukt über die Schwarzach

Baudenkmäler Der Bahnhof, ein Streckenwärterhaus, eine ehemalige Mühle und ein Wohnstallhaus stehen unter Denkmalschutz.

Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Durch den Ort führt die stark befahrene Bundesstraße 8, die über Feucht zum Autobahndreieck Nürnberg/Feucht (4 km westlich) bzw. nach Pfeifferhütte führt (3,7 km südöstlich). Die Staatsstraße 2401 zweigt von der B 8 ab und führt an Fröschau vorbei nach Pattenhofen (3,1 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Rummelsberg (0,3 km nördlich).

Der Bahnhof wird von der S-Bahn Nürnberg bedient.

Gewerbe mini|Gewerbegebiet "Frauenholz" (2023) mini|Gewerbegebiet "Mittellandholz" (2023) In Ochenbruck gibt es einige Geschäfte. Gastronomie befindet sich entlang der Ortsdurchfahrt. Hauptsächlich befinden sich diese in der Ortsdurchfahrt der B 8 und im Gewerbegebiet "Frauenholz". Dort gibt es u. a. mehrere Nahversorger und einen Baumarkt. Im südlich gelegenen Gewerbegebiet "Mittellandholz" befinden keine Ladengeschäfte. Dort gibt es große Logistikzentren und Handwerksbetriebe. An der Ortsdurchfahrt in Fahrtrichtung Neumarkt befindet sich die einzige Tankstelle im gesamten Gemeindegebiet von Schwarzenbruck.

Freizeit mini|Hundesportplatz HSC Schwarzenbruck (2024) In Ochenbruck befindet sich ein Hundesportplatz.

Literatur

Weblinks

Fußnoten (Abgerufen am 20. August 2017).

Kategorie:Ortsteil von Schwarzenbruck Kategorie:Ort im Landkreis Nürnberger Land Kategorie:Ersterwähnung 1322 Kategorie:Ort an der Schwarzach (Rednitz)