mini|Alina Pogostkina (2013) Alina Pogostkina (* 18. November 1983 in Leningrad, Sowjetunion) ist eine deutsche Geigerin.

Leben Alina Pogostkina stammt aus einer Musikerfamilie. Der Vater Alexander ist Geigenlehrer, die Mutter ist Geigerin in einem Orchester.Vesa Sirén: From Busker to Sibelius Violin Competition winner. In: Helsingin Sanomat, 4. Dezember 2005 Seit ihrem vierten Lebensjahr wurde Alina Pogostkina von ihrem Vater unterrichtet.. In: Stuttgarter Zeitung, 28. Dezember 2005 Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erhielt der Vater monatelang keinen Lohn. Daraufhin wanderte die Familie 1992 nach Heidelberg aus.

Einige Monate schlug sich die Familie mit Straßenmusik durch, bevor Alina auf Geburtstagen kleine Konzerte gab oder in Kirchen spielte. Seit dem Ende der Grundschulzeit nahm Alina Pogostkina auf Drängen ihres Vaters an Violinwettbewerben teil, die sie früher verabscheute: „Für mich hat das wenig mit Musik zu tun, das ist eher Sport.“Jonathan Widder: Alles eine Frage des Charakters. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 9. April 2006, Nr. 14, S. 29 Heute lebt sie in Berlin am Prenzlauer Berg. Sie studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Dort war Christoph Poppen ihr Lehrer, seit 2004 nahm sie Unterricht bei Antje Weithaas. Sie nahm an Meisterkursen bei Dorothy DeLay, Ruggiero Ricci, Dimitri Sitkovetzky und Tibor Varga teilHomepage von Alina Pogostkina und vertiefte am Mozarteum Salzburg bei Reinhard Goebel das Studium der Barockgeige auf einer Camillo Camilli von 1752.

Alina Pogostkina gehörte zu den von Andreas Morell in 3sat so genannten „Neuen Geigerinnen“, soll heißen: international gefeierte Solistinnen, die in kurzer Zeit zu Shootingstars avancierten.Andreas Morell: In: 3sat, Sendung am 11. Dezember 2006, 23.10 Uhr Zu diesen zählte Morell neben Pogostkina Leila Josefowicz (* 1977, Kanada), Janine Jansen (* 1978, Niederlande), Lisa Batiashvili (* 1979, Georgien) und Baiba Skride (* 1981, Lettland).

Seit September 2023 hat Alina Pogostkina als Nachfolgerin von Adelina Oprean die Stelle als Professorin für Violine an der Hochschule für Musik in Basel.

Auftritte Die Künstlerin tritt bei Musikfestivals wie den Schwetzinger Festspielen, dem Mozartfest Würzburg, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und in Aspen (USA), den Weilburger Schlosskonzerten, den Salzburger Festspielen zusammen mit Gidon Kremer, den Dresdner Musikfestspielen und dem Kammermusikfest Lockenhaus auf. Sie spielte auch mit Yuri Bashmet und Menaham Pressler zusammen bei Chamber Music Connects the World der Kronberg Academy.

2010 war sie in der Uraufführung von Nicolas Bacris Quasi una fantasia für drei Soloviolinen und Orchester op. 118 im Festspielhaus Baden-Baden zu hören. Sie spielte dabei zusammen mit Lisa Batiashvili, Baïba Skride und dem Mahler Chamber Orchestra unter dem Dirigat von Constantinos Carydis.

Solistin Als Solistin spielte sie unter anderem mit dem Russischen National-Orchester, dem Orchestre National de Belgique, dem China National Symphony Orchestra, dem Nederlands Philharmonisch Orkest, dem Mozarteum-Orchester Salzburg, dem MDR-Sinfonieorchester, den Prager Symphonikern, dem Orchester der Komischen Oper Berlin, dem Kremerata Baltica, den Budapester Symphonikern, dem BBC Scottish National Orchestra, dem Hallé Orchestra und dem City of Birmingham Symphony Orchestra.

Sie arbeitete mit Dirigenten wie Michail Pletnjow, Gennadi Roshdestvensky, Sir Roger Norrington, Gilbert Varga, Marek Janowski, Christoph Eschenbach, Hartmut Haenchen und Mikko Franck.

Instrument Alina Pogostkina spielt auf einer Barockgeige von Camillo Camilli aus dem Jahr 1752.

Auszeichnungen 1995: 1. Preis des 1. Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerbs in WeimarHomepage von Wolfgang Wendel über Geiger 1997: 1. Preis des 7. Internationalen Louis-Spohr-Violin-Wettbewerbs in Freiburg, als jüngste Teilnehmerin 1998: 1. Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert, als jüngste Teilnehmerin 1999: „Prix de l’espoir“ der Kultur-Fördergemeinschaft der Europäischen Wirtschaft Preisträgerin beim Concours Tibor Varga in Sion 6. Preis beim Concours Long-Thibaud in Paris 2001: 4. Platz beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel 2002: Preisträgerin beim Internationalen Violinwettbewerb in Indianapolis (USA) 2005: 1. Preis bei der 9. International Jean Sibelius Violin Competition in Helsinki, als erste Deutsche Preis für die Beste Interpretation beim Sibelius-Violinkonzert

Diskografie veröffentlichtStückeMitwirkendeVerlag/Nr.Typ2001Violine solo Johann Sebastian Bach: Sonate für Violine solo Nr. 2 a-moll, BWV 1003 Paul Hindemith: Sonate für Violine allein, op. 31, Nr. 2 Sergei Prokofjew: Sonate für Violine solo op. 115 Eugène Ysaÿe: Sonate op. 27, Nr. 3 Nathan Milstein: PaganinianaPodium, Wolfgang WendelPODIUM WOW-016-2CD

Weblinks Website von Alina Pogostkina

Einzelnachweise

Kategorie:Klassischer Geiger Kategorie:Musiker (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1983 Kategorie:Frau