Als Druckgas werden nach BundesarbeitsblattBundesarbeitsblatt 03/1985, S. 81. alle Stoffe und teilweise auch Stoffgemische bezeichnet, deren kritische Temperatur Tc unter 50 °C liegt oder deren Sättigungsdampfdruck bei 50 °C über 300 kPa ist oder deren Dampfdruck bei 15 °C über 200 kPa ist.
Sicherheitshinweise Viele Druckgase sind gefährlich aufgrund ihrer Reaktivität. Unterschieden werden Brennbare Gase: Ein Gemisch des Druckgases mit Luft kann entzündet werden (bspw. Methan) Selbstentzündliche Gase: Ähnlich wie Brennbarkeit, allerdings ist die Zündtemperatur unter 100 °C Chemisch instabile Gase: Durch Erhitzung tritt ein exothermer Zerfall auf Durch katalytisch wirksame Substanzen (bspw. alleine durch ungeeignete Behälter) setzt eine chemische Reaktion ein Giftige Gase Korrosive Gase (bspw. Schwefeldioxid) Wichtig ist diese Klassifizierung insbesondere für die Art der verwendeten Druckgasbehälter (Gasflaschen, Gaskartuschen).BArbBl. 9/1989 S. 51; eingearbeitete Änderungen: 5/1990 S. 79; 10/1995 S. 66.
Verwendung Energieträger Die bei der Kompression aufgewendete Arbeit kann beim Entspannen des Gases genutzt werden. Druckgasförderung wurde bei Raketen mit Flüssigkeits-Treibstoff vor der Verfügbarkeit von Förderturbinen verwendet Pneumatik (insbesondere auch für Druckluft) Treibgas
Inhibitoren Komprimierte inerte Gase (insbesondere Argon, Stickstoff und Kohlendioxid) dienen als Schutzgase bei chemischen Reaktionen, die unter Sauerstoffausschluss stattfinden müssen Komprimiertes Kohlendioxid wird zum Feurlöschen verwendet
Transport und Aufbewahrung Viele nicht-verflüssigbare Gase (überkritische Substanzen, bspw. Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Methan, Helium etc.) werden nur komprimiert transportiert und gelagert, um den Platzbedarf zu verringern; siehe Druckgasbehälter Treibstoffe für Erdgas- und Wasserstoff-betriebene Fahrzeuge
Literatur
Kategorie:Gastechnik Kategorie:Druckbehälter