Pönitz ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Taucha im Landkreis Nordsachsen.

Geografie Lage mini|Pönitz im Dezember 2006. Blick nordwärts

Pönitz liegt etwa 3 Kilometer nordnordöstlich von Taucha. Zum Ort gehören drei Siedlungsteile. Einer auf der Südseite der Bahnstrecke Leipzig–Eilenburg, an welcher Pönitz einen Haltepunkt hat, der eigentliche Dorfkern auf der Nordseite sowie das an diesen angefügte Neubaugebiet „Weidenweg“. Zwischen Taucha und Pönitz liegt die Tauchaer Endmoränenlandschaft. Auf eiszeitliche Bildung sind ebenfalls die beiden höchsten Punkte des Ortes zurückzuführen, der Wachberg und der Fuchsberg. Pönitz grenzt im Süden an den Staditzwald, in dessen Mitte sich der Staditzteich befindet. Dieses Naherholungsgebiet ist Teil des „grünen Gürtels“ um Leipzig. Durch den Ort führt die Kreisstraße 7422 Plösitz–Zschettgau.

Nachbarorte

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1496 als Bonewitz.vgl. August Schumann nennt 1821 im Staatslexikon von Sachsen Pönitz betreffend u. a.:

Pönitz gehörte bis 1815 als Exklave zwischen den Ämtern Eilenburg und Leipzig zum kursächsischen Amt Delitzsch.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 56 f. Da durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses das Amt Delitzsch im Jahr 1815 zu Preußen kam, wurde die Exklave Pönitz in das königlich-sächsische Kreisamt Leipzig integriert.

Am 1. Juni 1888 erhielt Pönitz mit dem gleichnamigen Haltepunkt Eisenbahnanschluss an der Bahnstrecke Leipzig–Eilenburg,Eisenbahnstationen in Sachsen, abgerufen am 3. Januar 2013. der heute von den Zügen der Linie S4 des MDV in Halbstundentakt bedient wird.

Zum 1. Dezember 1991 wurde Pönitz nach Taucha eingemeindet.Gebietsänderungen ab 3. Oktober 1990 bis 31. Dezember 1991 auf der Internetpräsenz des Statistischen Landesamtes des Freistaats Sachsen, S. 11. (PDF-Datei; 13 kB), abgerufen am 15. Januar 2011.

Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr EinwohnerzahlQuelle 2008: Einwohnermeldeamt der Stadt Taucha1566 17 besessene Mann, 2 Häusler 15 ½ Hufen1748 11 besessene Mann, 6 Gärtner, 12 Hufen1834 1501871 1711890 162 Jahr Einwohnerzahl1910 1821925 2431939 2741946 3381950 294 Jahr Einwohnerzahl1964 2821990 2362008 4062011 3692016 383

Literatur Detlef Porzig: Die Chronik von Taucha nebst Cradefeld, Dewitz, Graßdorf, Merkwitz, Plösitz, Pönitz, Seegeritz und Sehlis – Von den Anfängen bis zum Jahr 1918. Herausgegeben vom Heimatverein Taucha e. V. Tauchaer Verlag, Taucha 2012, ISBN 978-3-89772-216-3. fortgesetzt von: Von der Weimarer Republik bis zur Gründung der DDR. Taucha 2020, ISBN 978-3-00-065504-3.

Persönlichkeiten Waldemar Pappusch (1936–2024), Handballspieler und -trainer Kati Naumann (* 1963), Schriftstellerin und Autorin Tobias Künzel (* 1964), Musiker und Sänger

Weblinks

Webauftritt der Stadt Taucha

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Nordsachsen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nordsachsen) Kategorie:Ersterwähnung 1496 Kategorie:Gemeindeauflösung 1991 Kategorie:Geographie (Taucha)