Mooskirchen ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Voitsberg in der Weststeiermark.

Geografie Mooskirchen liegt etwa 20 km südwestlich von Graz im Tal der Kainach an der Südautobahn.

Gemeindegliederung mini|Gemeindeamt Mooskirchen Das Gemeindegebiet umfasst neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Bubendorf () Fluttendorf () Gießenberg () Kniezenberg () Mooskirchen () Neudorf bei Mooskirchen () Rauchegg () Rubmannsberg () Stögersdorf ()

Die Gemeinde besteht aus fünf Katastralgemeinden (Fläche Stand ): Fluttendorf () Gießenberg () Mooskirchen () Neudorf bei Mooskirchen () Stögersdorf ()

Eingemeindungen Am 1. Jänner 1948 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Neudorf bei Mooskirchen in Fluttendorf eingemeindet.LGBL. Nr. 041/1947. Am 1. Jänner 1968 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Fluttendorf, Gießenberg und Stögersdorf in Mooskirchen eingemeindet.LGBL. Nr. 138/1967.

Nachbargemeinden

Geschichte Schon um 1100 gab es in Mooskirchen eine Kirche. Das früheste Schriftzeugnis ist von 1180 und lautet „Mosekirchen“. Der Name geht auf althochdeutsch mos (Sumpf) zurück und bezeichnet ein Gotteshaus in einer sumpfigen Umgebung.

Das im 14. Jahrhundert errichtete Schloss Winterhof wurde 1784 abgetragen, und das seit der Zeit um 1580 bestehende Schloss Gilgenbühel bestand bis ans Ende des 18. Jahrhunderts.

In den Jahren um 1970 bestand in Mooskirchen eine kleine Feldbahnanlage, die von Herrn Valdo Longo angelegt worden war. Sie wurde später nach Edelsbach bei Feldbach gebracht und 2006 nach Stainz verkauft, wo sie in die bereits bestehende Anlage neben dem Bahnhof Stainz eingegliedert wurde.Manfred Hohn: 43. Die Feldbahn des Dr. Valdo Longo in Edelsbach. In: Feldbahnen in Österreich. Leykam, Graz 2011, ISBN 978-3-7011-7766-0, S. 285–287. Eine der Lokomotiven war eine JW 20, die von Longo 1968 erworben worden war.Andreas Christopher: Jenbacher Werke – Jenbacher JW20. Fabriknummer 2134, Baujahr 1954 Spurweite 600 mm, Achsfolge B, Leistung 20 PS, Gewicht 3,8 Tonnen mit Lichtanlage und Dach. Erstbesitzer Steyr Daimler Puch.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Pfarrkirche Mooskirchen

Pfarrkirche Mooskirchen

Ortsbildgestaltung Im Rahmen des europäischen Wettbewerbes „Entente Florale Europe“ wurde Mooskirchen am 24. September 2009 mit einer Goldmedaille in der Kategorie Dorf ausgezeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den 118 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 27 Haupterwerbsbauern. Im Produktionssektor arbeiteten 145 Erwerbstätige in der Bauwirtschaft und 35 im Bereich Herstellung von Waren. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (124), Beherbergung und Gastronomie (47), Handel (40) und Verkehr (32 Mitarbeiter). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige202120112001202120112001Land- und Forstwirtschaft 1)60118148697676Produktion36252214718095Dienstleistung11611658281303202 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 1037 Erwerbstätige in Mooskirchen. Davon arbeiteten 228 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus. Von den umliegenden Gemeinden kamen 331 Menschen zur Arbeit nach Mooskirchen.

Verkehr

Eisenbahn: Rund zwei Kilometer nördlich von Mooskirchen befindet sich die Haltestelle Söding-Mooskirchen an der Köflacherbahn mit stündlichen Schnellbahnverbindungen nach Köflach und Graz. Straße: Im Gemeindegebiet befindet sich die Anschlussstelle Mooskirchen der Süd Autobahn A2.

Politik Gemeinderat In den Gemeinderat werden 15 Mandatare gewählt. Partei202520202015%Mandate%Mandate%MandateÖVP 67,791154,51844,377SPÖ16,79236,97630,985FPÖ15,4228,51118,763KPÖ – –5,890

Bürgermeister Bürgermeister von Mooskirchen ist seit 17. Jänner 2025 Peter Fließer.

Wappen links|120px Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. August 2007. Die Blasonierung (Wappenbeschreibung) lautet: In grünem Schild über schwarzem Schildfuß und einem erniedrigten silbernen, schwarz gefluteten Wellenbalken eine silberne Kirche mit zwei Rundbogenfenstern und rechts angebautem Chorraum, der Kirchturm mit Spitzdach, zwei hochrechteckigen Fenstern und schwarz durchbrochenem Rundbogenportal links angestellt, rechts beseitet von einem silbernen Dreibeinkessel.Landesgesetzblatt Steiermark Nr. 64/2007 rechts|80px Der ehemaligen Gemeinde Stögersdorf wurde mit Wirkung vom 1. Oktober 1953 ein Gemeindewappen verliehen, die Blasonierung lautete: Ein gespaltener Schild. Das vordere rote Feld wird von einem stilisierten goldenen Steg, das hintere silberne Feld von drei schwarzen Schrägrechtsbalken durchzogen.LGBL. 1953, 13. Stück, Nr. 42.

Persönlichkeiten Ehrenbürger 1986: Josef Krainer (1930–2016), Landeshauptmann 1980–1996

Söhne und Töchter der Gemeinde Herbert Pirker (* 1981), Jazzmusiker Daniel Schütz (* 1991), Fußballspieler

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten Matthias Konrad (* 1943), Politiker der SPÖ, Bürgermeister von Leoben 1994–2014 Andreas Thom (1884–1943), Schriftsteller

Historische Landkarten

Weblinks

www.mooskirchen.at Website der Marktgemeinde Mooskirchen

Einzelnachweise

Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Voitsberg Kategorie:Weinbaugemeinde in der Steiermark Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Kainach (Mur) Kategorie:Weststeirisches Riedelland