mini|Yōichirō Nambu, 2005 Yōichirō Nambu (, Nambu Yōichirō; * 18. Januar 1921 in Tokio, Tokio; † 5. Juli 2015 in Osaka)William Grimes: Yoichiro Nambu, Nobel-Winning Physicist, Dies at 94. In: The New York Times, 17. Juli 2015 (englisch). Abgerufen am 18. Juli 2015. war ein japanisch-US-amerikanischer Physiker. Am 7. Oktober 2008 wurde ihm der Nobelpreis für Physik zuerkannt.Nobelpreisträger der Physik 2008
Leben
Nambu studierte an der Universität Tokio und promovierte dort 1952. Er war Professor der Physik an der Städtischen Universität Osaka und danach am Enrico-Fermi-Institut an der University of Chicago.
Er wurde 1965 durch das sogenannte Han-Nambu-Modell bekannt, das die Farbladung als zusätzliche Quark-Eigenschaft definierte (mit Moo-Young Han, unabhängig tat dies auch O. W. Greenberg). Er ist auch bekannt für das quantenfeldtheoretische Nambu-Jona-Lasinio-Modell (mit Giovanni Jona-Lasinio), das dynamischen Bruch der chiralen Symmetrie zeigt und der BCS-Theorie der Supraleitung nachempfunden ist (auch später arbeitete er an solchen Modellen, um die Massenerzeugung von Fermionen zu beschreiben), und für frühe Arbeiten zum spontanen Symmetriebruch (manchmal wird das Goldstone-Boson auch Nambu-Goldstone-Boson genannt) (1961).
Mit der Feststellung (um 1970), dass das Duale Resonanzmodell der starken Wechselwirkung durch ein quantenmechanisches Modell von Strings erklärt werden kann, gilt er als einer der Väter der Stringtheorie. In der Stringtheorie ist auch die Nambu-Goto-Wirkung eines bosonischen Strings nach ihm benannt.Von Nambu in Vorlesungen auf einem Symposium in Kopenhagen im August 1970 eingeführt, veröffentlicht in Nambu, Selected Papers 1995. Unabhängig von Tetsuo Gotō, Progr. Theor. Phys., Band 46, 1971, 1560 Ende der 1970er Jahre beschäftigte er sich auch mit String- und topologischen Anregungen in der Quantenchromodynamik, um eine Erklärung des Confinement-Verhaltens zu finden. Viele weitere originelle Ideen in der Elementarteilchenphysik stammen von ihm.
Zusammen mit Makoto Kobayashi und Toshihide Masukawa wurde ihm „für die Entdeckung des Mechanismus der spontanen Symmetriebrechung in der Elementarteilchenphysik“ am 7. Oktober 2008 der Nobelpreis für Physik zuerkannt. Da er selbst aus gesundheitlichen Gründen an der Verleihung in Stockholm nicht teilnehmen konnte, erhielt er seine Medaille und sein Nobel-Diplom am 10. Dezember 2008 während einer Feier am Fermi-Institut durch den Schwedischen Botschafter Jonas Hafström. Sein Nobelpreisvortrag wurde vom italienischen Physiker Giovanni Jona-Lasinio gehalten.
Auszeichnungen 1970: Dannie-Heineman-Preis für mathematische Physik 1973: Mitglied der American Academy of Arts and Sciences 1973: Mitglied der National Academy of Sciences 1976: J. Robert Oppenheimer Memorial Prize 1978: Kulturorden (Japan) 1982: National Medal of Science 1984: Ehrenmitglied der Japanischen Akademie der WissenschaftenDeceased Honorary Members (Alphabetical Order), Internetseite der Japanischen Akademie der Wissenschaften (engl.) 1985: Max-Planck-Medaille 1986: Dirac-Medaille (ICTP) 1994: Sakurai-Preis 1994/5: Wolf-Preis 2005: Oskar-Klein-Medaille 2005: Benjamin Franklin Medal 2007: Pomerantschuk-Preis 2008: Nobelpreis für Physik
Schriften Broken symmetry. Selected papers. World Scientific 1995 (Eguchi, Nishijima Hrsg.) mit Giovanni Jona-Lasinio: A dynamical model of elementary particles based on an analogy with superconductivity. Teil 1, In: Physical Review. Band 122, 1961, S. 345, Teil 2 in Band 124, 1961, S. 246 mit M. Y. Han: A three triplet model with double SU(3) symmetry. In: Physical Review. Band 130, 1965, S. B 1006 QCD and the string model. In: Physics Letters. Band B 80, 1979, S. 372 BCS mechanism, quasi supersymmetry and fermion masses. In: Ajduk (Hrsg.): New theories in physics. Warschau 1988 Fermion-Boson relations in BCS-type theories. In: Physica. Band D 15, 1985, S. 173 Symmetry breakdown and small mass bosons. In: Fields and Quanta. Band 1, 1970, S. 33 (Geschichte Higgs-Mechanismus)
Literatur Michael S. Turner: Yoichiro Nambu (1921–2015). In: Nature. Band 524, Nr. 7566, 2015, S. 416, doi:10.1038/524416a Madhusree Mukherjee: Profile Nambu. In: Scientific American. Februar 1995, Volltext S. Noma (Hrsg.): Nambu Yōichirō. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1045.
Weblinks
Homepage Universität Chicago (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Osaka) Kategorie:Hochschullehrer (University of Chicago) Kategorie:Person mit besonderen kulturellen Verdiensten Kategorie:Nobelpreisträger für Physik Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Träger der National Medal of Science Kategorie:Japanischer Emigrant in den Vereinigten Staaten Kategorie:Japaner Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1921 Kategorie:Gestorben 2015 Kategorie:Mann Kategorie:Träger der Max-Planck-Medaille