200px|mini|Francine-Dominique Liechtenhan, 2009 Francine-Dominique Liechtenhan (in russischen Publikationen: Франсина-Доминик Лиштенан; * 4. Januar 1956 in BaselKurzbiographie von Francine-Dominique Liechtenhan (italienisch), Website der Associazione culturale Larici, abgerufen am 23. November 2016. (russisch), Website der Historischen Fakultät der Uralischen Föderalen Universität Jekaterinburg, abgerufen am 23. November 2016.) ist eine französische Historikerin, Autorin und Hochschuldozentin. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen über Russland.

Leben Francine-Dominique Liechtenhan studierte von 1975 bis 1981 Französisch, Russisch und Neuere Geschichte an der Universität Basel und war von 1984 bis 1985 als Forschungsassistentin am Collège de France tätig, zuerst bei Georges Blin, dann bei Emmanuel Le Roy Ladurie. Von 1986 bis 1990 war sie Assistentin am Lehrstuhl für französische Literatur der Universität Basel, an der sie 1988 mit einer Schrift über Astolphe de Custine promoviert wurde. Von 1991 bis 1997 arbeitete Liechtenhan als Lehrbeauftragte an der Universität Paris III. 1996 wurde sie habilitiert. Seit 2004 ist sie Forschungsbeauftragte am Centre Roland Mousnier, dessen wissenschaftlichem Rat sie seit 2006 angehört. Ebenfalls seit 2006 ist sie Lehrbeauftragte und Mitglied der École doctorale der Universität Paris IV. Seit 2011 ist sie Forschungsdirektorin beim Centre national de la recherche scientifique. Daneben nimmt sie Gastprofessuren und weitere Lehraufträge an anderen Universitäten wahr., Website des Centre Roland Mousnier, abgerufen am 23. November 2016. Im Wintersemester 2013/2014 war Liechtenhan als Gastprofessorin am Institut für Osteuropäische Geschichte an der Universität Wien tätig.Francine-Dominique Liechtenhan, Website des Instituts für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien, abgerufen am 23. November 2016. In den Jahren 2015 und 2016 war sie Vize-Rektorin der Föderalen Universität des Urals (UrFU).

Auszeichnungen Für ihr Buch La Russie entre en Europe wurde Liechtenhan 1997 mit dem prix Eugène Colas der Académie française ausgezeichnet. 2009 erhielt sie einen Preis der von der 2006 gegründeten und von der Stadt St. Petersburg unterhaltenen Dmitri-Lichatschow-Stiftung.Francine-Dominique Liechtenhan reçoit le prix Dimitri Likhatchev pour ses travaux et son engagement pour la culture russe, Website des Institut des sciences humaines et sociales, 1. März 2010, abgerufen am 23. November 2016. 2010 bekam sie den Prix Auguste Gérard des Instituts de France. Sie ist seit 2011 korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften von Caen (Normandie), 2022 wurde sie zum Mitglied der Academia Europaea gewählt.Eintrag auf der Internetseite der Academia Europaea

Schriften La Russie entre en Europe. Élisabeth Ier et la guerre de Succession d’Autriche, CNRS Éditions, 1997 Les trois Chritianismes et la Russie. Les voyageurs occidentaux face à l’Église russe (XVe–XVIIIe siècle), CNRS Éditions, 2002 Le laboratoire du Goulag, Desclée de Brouwer, 2004 Élisabeth Ier de Russie. L’autre impératrice, Fayard, 2007 Le crépuscule des empereurs. La fin des grandes dynasties européennes, Bildband, Ouest-France, 2012 Pierre le Grand. Le premier empereur de toutes les Russies, Tallandier, 2015 Le grand pillage. Du butin des nazis aux trophées des Soviétiques, zweite korrigierte Auflage, Ouest-France, 2017 Pierre le Grand, tsar des Lumières ou des Ténèbres, durchgesehene und veränderte Auflage, SPM, 2017 Catherine II. Le courage triomphant, Perrin, 2021 L’armée russe (1453–2025), Perrin, 2026

Weblinks

Lebenslauf und Publikationen von Francine-Dominique Liechtenhan auf der Website des Centre Roland Mousnier

Einzelnachweise

Kategorie:Osteuropahistoriker Kategorie:Sachbuchautor Kategorie:Person (Centre national de la recherche scientifique) Kategorie:Mitglied der Academia Europaea Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1956 Kategorie:Frau