mini|hochkant|Kirche St. Léger Loudrefing (deutsch Lauterfingen, lothringisch Luterfing) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins.
Geographie Loudrefing liegt in Lothringen westlich des Grand Étang de Mittersheim (Großer Mittersheimer Weiher), etwa 65 Kilometer südöstlich von Metz, 30 Kilometer östlich von Château-Salins und neun Kilometer südlich von Albestroff (Albesdorf) sowie 27 Kilometer nordwestlich von Sarrebourg (Saarburg) auf einer Höhe zwischen 223 und 272 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 23,08 km². Die Gemeinde liegt im Regionalen Naturpark Lothringen.
Geschichte Das Dorf gehörte einst zum Herzogtum Lothringen und wurde schon 1425 erwähnt. 1490 gab Wecker von Leiningen seinen Teil des Dorfs an den Bischof von Metz. Auch Finstingen war hier begütert. Es gehörte zur Herrschaft Bitsch, kam aber im 17. Jahrhundert an die Kastellanei Dieuze. Zwischen 1621 und 1675 war Lauterfingen beinahe ganz entvölkert. 1593 wurde hier eine Frau als Hexe verbrannt. Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 491 (books.google.de).
Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Kreis Château-Salins im Bezirk Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide- und Kartoffelbau sowie Viehzucht. Ende des 19. Jahrhunderts war die Bevölkerung noch vollständig deutschsprachig. 1887 lebten in Lauterfingen nur vier Personen, die kein Deutsch konnten.
Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019Einwohner 341 327 310 315 312 306 294 322
Wappen Die Farben Blau-Silber-Blau symbolisieren die Herren von Finstingen, die im Mittelalter hier begütert waren. Der goldene Hammer stehen für den Heiligen Leodegar, den Schutzpatron der Gemeinde.Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)
Siehe auch Liste der Monuments historiques in Loudrefing
Literatur Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 174 (books.google.de).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Grand Est