miniatur|Karl Graf Welsperg von Primör und Raitenau Karl Joseph Anton Graf Welsperg von Primör und Raitenau (* 1. März 1779 in Tirol; † 12. Oktober 1873 in Purkersdorf, Österreich unter der Enns) war ein österreichischer k. k. Geheimer Rat, Politiker sowie erster Kreishauptmann von Salzburg.

Leben Karl Welsperg-Raitenau war der Sohn des Philipp Graf Welsperg von Primör und Raitenau und der Dominica von Thurn-Valsassina-Pleiburg. Gemeinsam mit seinen jüngeren Brüdern Philipp und Heinrich kam er 1790 in die damals berühmte Stuttgarter Karlsschule. Nach der Ausbildung trat er in den Staatsdienst ein und wurde bald Kreishauptmann von Judenburg in der Steiermark, wo er beim großen Stadtbrand am 13. Oktober 1807 seine erste große Bewährungsprobe erfolgreich bestand. Als das Land Salzburg nach sechsjähriger Zugehörigkeit zu Bayern 1816 endgültig an das Kaisertum Österreich fiel, wurde er erster k.k. Kreishauptmann des damals der obderennsischen Landesregierung unterstellten Verwaltungskreises Salzburg (Salzburgkreis).

1830 ehrte ihn die Kreishauptstadt Salzburg Auszug aus dem Ernennungsakt mit der Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Salzburg.

1831 wurde er zum k.k. Geheimen Rat ernannt und als Vizepräsident an das Gubernium Laibach (heute Ljubljana) versetzt. Knapp vor seiner Pensionierung führte er von Dezember 1840 bis April 1841 die Geschäfte des Landes-Gouverneurs im Königreich Illyrien. 1836 erwarb Welsperg-Raitenau die damalige Burgruine Mauterndorf, die er jedoch nach drei Jahren, ohne dem Verfall der Burg Einhalt geboten zu haben, wieder verkaufte. Im Ruhestand lebte er lange Zeit in Fiume und starb im Alter von 94 Jahren in Purkersdorf bei Wien.

Familie mini|hochkant|Wappen der Grafen Welsperg von Primör und Raitenau, 1567 Aus der am 19. Mai 1807 geschlossenen Ehe mit Henriette Freiin von Türkheim († 4. März 1840), gingen drei Söhne und drei Töchter hervor, wobei von den Söhnen nur der erstgeborene, Graf Eugen (1808–1867), mit einem männlichen Nachkommen die Linie fortführte. Sohn Richard (1813–1878) schlug die Militärlaufbahn ein und verstarb als vieldekorierter Feldmarschall-Lieutenant. Die zweite Ehe mit Maria Anna Gräfin Thurn-Valsassina, verwitwete Gräfin Steinach (* 27. Januar 1804) blieb kinderlos.

Literatur und Quellen Josef Gassner: Die Ehrenbürger der Landeshauptstadt Salzburg. Katalog zur 10. Sonderausstellung. Selbstverlag des Salzburger Museums Carolino Augusteum, Salzburg 1954. Welsperg-Raitenau, Karl Graf. In: Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 54. Band, Wien 1886. literature.at – Stammtafel Philipp Tolloi: Zwischen Prestige und Verschuldung. Die Grafen Welsperg-Raitenau im 18./19. Jahrhundert. In: Der Schlern 96, 2022, H. 9, S. 40–59.

Einzelnachweise

Kategorie:Kreishauptmann (Österreich ob der Enns) Kategorie:Geheimer Rat (Habsburgermonarchie) Kategorie:Beamter (Kaisertum Österreich) Kategorie:Ehrenbürger von Salzburg Kategorie:Titulargraf Kategorie:Person (Salzburgkreis) Kategorie:Person (Tirol) Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804) Karl Kategorie:Geboren 1779 Kategorie:Gestorben 1873 Kategorie:Mann