mini|hochkant|Britney Spears im modernen Monokini, 2011 Der Monokini ist eine einteilige Badebekleidung für Frauen. Der moderne Monokini entspricht einem Bikini, bei dem Oberteil und Unterteil miteinander verbunden sind.Alac 2002, S. 66

Etymologie Der Bikini wurde nach dem Bikini-Atoll benannt; das Wort ist damit mikronesischen Ursprungs. Da bi- auch eine lateinische Vorsilbe ist, die „zwei“ bedeutet, und der Bikini aus zwei Teilen besteht, wurde der Name des einteiligen Bikinis etymologisch falsch mit der griechischen Vorsilbe mono für „eins“ gebildet.

Monokini seit 2006 Der moderne Monokini ist vor allem in den USA ein Bikini, bei dem Ober- und Unterteil durch einen Stoffstreifen fest vernäht, verknüpft oder auf eine andere Art (z. B. Bänder oder RingeBademode.com, abgerufen am 6. März 2010) aneinander befestigt sind. (englisch) abgerufen am 15. Februar 2010

Werbegag 1964 mini|80px|Zeichnung Monokini 1964 Nachdem zweiteilige Bademode für Frauen in den 1930er Jahren aufgekommen war, verschwand sie nach dem Krieg weitgehend und wurde erst Ende der 50er Jahre wieder populär. Rudi Gernreich entwarf 1954 für Westwood Knitting Mills Strickbadeanzüge. Gegensätzlich zur zeitgenössischen (Bade)mode, die Wespentaille und hochgepuschte Brust bevorzugt, zeichnen seine Modelle die Silhouette ab. Anfang der 1960er Jahre sahen u. a. die Modeschöpfer Emilio Pucci und Rudi Gernreich den Oben-ohne-Trend in naher Zukunft.Berger 2004, S. 149 1963 prognostizierte Rudi Gernreich in einem Interview der Women’s Wear Daily, dass die Amerikanerinnen in den nächsten fünf Jahren auf ihr Bikinioberteil verzichten würden:Berger 2004, S. 148

Gernreich präsentierte 1964 Fotos des Models Peggy Moffitt mit dem Monokini, der als Pressegag gedacht war.Berger 2004, S. 150 In der Öffentlichkeit war der Monokini untragbar, dennoch konnten 3000 Exemplare an Sammler verkauft werden. Der Monokini von 1964 besteht aus einer kurzen Hose, die bis an die unteren Rippen reicht, und zwei Trägern, die sich vor der Brust kreuzen. Die Brüste waren zunächst unbedeckt. Die Träger fungierten als Andeutung des Oberteils.

Der Monokini blieb erfolglos, bis 1968 waren nur 3000 Modelle verkauft.Time, 1. Dezember 1967, zitiert bei Berger 2004, S. 142 Die Fachwelt spottete über ihn, so der Bleyele-Vertrix-Werbechef: Die Zeitschrift Life bezeichnete den Monokini als Modewitz: In der ersten Hälfte der 1960er Jahre soll es Verhaftungen von Frauen, die im Monokini in die Öffentlichkeit gegangen sind, gegeben haben.Beleg fehlt

Literatur Patrik Alac: Der Bikini. Geschichte, Mode und Skandal. New York 2002 Beate Berger: Bikini. Hamburg 2004 Constanze, Mai 1964 Life, 27. Juli 1964 Süddeutsche Zeitung 20./21. Juni 1964 Time, 1. Dezember 1967

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Einzelnachweise

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