mini|Rathaus- und Schulgebäude mini|hochkant|Kirche St. Remigius

Lindre-Basse ( Niederlinder, Nieder-LinderLindre Basse, Kreis Château-Salins, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Lindre Basse (meyersgaz.org).) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

Geographische Lage Die Ortschaft liegt am Ausfluss der Seille am nordwestlichen Ufer des Linderweihers (Étang de Lindre) im Regionalen Naturpark Lothringen, 69 Kilometer südöstlich von Metz, 24 Kilometer östlich von Château-Salins und zwei Kilometer östlich von Dieuze.

Geschichte Der Ort am Ufer des Weihers wurde schon 1236 genannt und hatte am Anfang des 14. Jahrhunderts eine Salzquelle.Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 511 (google.books.de). Der Weiher wurde 1263 als Linter erwähnt. Das Dorf selbst entstand gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Das Gebiet gehörte bis 1297 zur Grafschaft Zweibrücken-Bitsch und ging dann im Tausch an das Herzogtum Lothringen über.

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Kreis Château-Salins im Bezirk Lothringen zugeordnet. In der Gemarkung des Dorfs gab es eine Mühle und eine Salzquelle. Französisch blieb bis 1915 Amtssprache.

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war das Gebiet seit 1940 von der deutschen Wehrmacht besetzt und wurde im Herbst 1944 von westalliierten Streitkräften eingenommen.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2019Einwohner 236 254 239 229 229 231 229 209 Quellen: Cassini und INSEE

Wappen Im Gemeindewappen wird mit den silbernen Wellen der Linderweiher dargestellt; die Taube mit der Heiligen Ampulle sind die Attribute des örtlichen Schutzpatrons Remigius.Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)

Literatur Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 180 (books.google.de).

Weblinks

Website über den Linderweiher

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Grand Est