mini|Rathaus- und Schulgebäude mini|hochkant|Kirche St. Léger Guébling (deutsch bis 1915 Gebling, seitdem Geblingen, früher auch Ginblingen) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins.

Geographie Die Gemeinde liegt im Saulnois (Salzgau), sechs Kilometer nördlich von Dieuze (Duß) am Dordalbach auf einer Höhe zwischen 216 und 333 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 6,84 km².

Zu Guébling gehört der Ortsteil Reclin (1567: Reclingen, 1790: Récling).

Geschichte Das Dorf wurde erstmals 1525 als Guebelinger und Guebéling urkundlich erwähnt, dann als Gieblingen (1594) und als Guébling près Bourgaltroff (1756).Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 155 (books.google.de).

Das Kirchdorf und die zuständige Seigneurie gehörten dem Bistum Metz, das die Seigneurie als deutsches Lehen vergab, und zwar unter anderem 1547 und dann 1594 offenbar an das Herzogtum Lothringen; Gebling befand sich noch 1756 im Besitz des Bistums Metz.Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 510 (books.google.de).

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Kreis Château-Salins im Bezirk Lothringen zugeordnet. Französisch blieb aber Amts- und Umgangssprache. Das Dorf hatte zwei Getreidemühlen, zwei Gipsmühlen und einen Steinbruch. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Wein- und Obstbau. Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden und wurde Teil des Département Moselle. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt.

In der Nähe befand sich früher das zerstörte Dorf Récling.Henri Lepage: Dictionnaire topographique du Département Meurthe, Paris 1862, S. 116, linke Spalte (books.google.de).

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019Einwohner 210 215 214 164 155 145 142 123

Literatur Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 180 (books.google.de).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Grand Est Kategorie:Ersterwähnung 1525