mini|Milbank Hall

Das Barnard College, 1889 gegründet, ist ein unabhängiges College der liberal arts und Wissenschaften für Frauen in New York City. Obwohl es mit der Columbia University kooperiert, hat Barnard seinen eigenen Campus, Lehrkörper, Verwaltung, Aufsichtsrat, Haushalt und Finanzausstattung. Das College befindet sich seit 1898 auf dem 1,6 Hektar großen Campus zwischen der 116. und 120. Straße West im Morningside-Heights-Viertel von Manhattan.

Das College ist nach Frederick A. P. Barnard (1809–89), einem US-amerikanischen Lehrer und Mathematiker, benannt, der 1864–89 als Präsident des Columbia College (wie die Universität damals noch hieß) diente. Er hat sich für den gleichberechtigten Zugang von Frauen zu Bildung eingesetzt und bevorzugte sogar den gemeinsamen Unterricht.

Maskottchen: Die Bärin „Millie“. Auch wenn die Sportler von Columbia und Barnard in den universitätsweiten „Lions“-Mannschaften spielen, behält das College aus historischen Gründen sein eigenes Maskottchen.

Geschichte Bei seiner Gründung im Jahr 1889 befand sich das College in einem angemieteten Reihenhaus, 343 Madison Avenue, in dem 6 Hochschullehrer 14 ordentliche Studentinnen, sowie 22 „Besondere“ (specials), bei denen der Nachweis ausreichender Griechischkenntnisse fehlte, und die deshalb nur Naturwissenschaften studieren durften, unterrichteten. Nur zwei Jahre nach dem Umzug nach Morningside Heights, also im Jahre 1900, wurde Barnard in das System der Columbia University eingegliedert. Es behielt jedoch seine unabhängige Leitung bei, seine Studentinnen erhielten Zugang zum Unterricht, zur Bibliothek und zu den Studienabschlüssen der Columbia University.

Zahlen zu den Studierenden, den Dozenten und zum Vermögen mini|2018 eröffnetes Zentrum zum Lehren und Lernen (Milstein Center for Teaching and Learning), enthält auch die Bibliothek (Barnard Library) Alle 3043 Studentinnen im Herbst 2021 (2020: 2744) arbeiteten auf ihren ersten Studienabschluss hin, sie waren damit undergraduates. 13 % kamen aus dem Ausland; ansonsten bezeichneten sich 18 % als asiatisch, 6 % als schwarz/afroamerikanisch, 13 % als Hispanic/Latino und 41 % als weiß. 2009 waren 2356 Studentinnen eingeschrieben.

2021 lehrten 365 Dozenten an der Universität, davon 267 in Vollzeit und 98 in Teilzeit.

Der Wert des Stiftungsvermögens der Universität lag 2021 bei 460 Mio. US-Dollar und damit 29,1 % höher als im Jahr 2020, in dem es 357 Mio. US-Dollar betragen hatte. 2009 waren es rund 216 Mio. US-Dollar gewesen.

Persönlichkeiten Dozenten Harriet Brooks (1876–1933), Atomphysikerin Helene P. Foley (* 1942), Gräzistin Mary Gordon (* 1949), Schriftstellerin Margaret Maltby (1860–1944), Chemikerin Gabriela Mistral (1889–1957), Nobelpreis für Literatur 1945 Elaine Pagels (* 1943), Theologin John Walsh (* 1937), Kunsthistoriker Elie Wiesel (1928–2016), Schriftsteller, Friedensnobelpreis 1986

Absolventinnen Laurie Anderson (* 1947), Performance-Künstlerin und Musikerin Natalie Angier (* 1958), Wissenschaftsjournalistin Charlotte Armstrong (1905–1969), Schriftstellerin Grace Lee Boggs (1915–2015), Schriftstellerin, Bürgerrechtlerin und Feministin. Ann Brashares (* 1967), Jugendschriftstellerin Elise Cowen (1933–1962), Dichterin Edwidge Danticat (* 1969), Schriftstellerin Tory Dent, Dichterin (1958–2005), Schriftstellerin und Kunstkritikerin Suelette Dreyfus, Medienwissenschaftlerin und Autorin Helen Gahagan (1900–1980), Schauspielerin und Politikerin der Demokratischen Partei Sprague Grayden (* 1980), Schauspielerin Lauren Graham (* 1967), Schauspielerin Patricia Highsmith (1921–1995), Schriftstellerin Zora Neale Hurston (1891–1960), Schriftstellerin und Folkloristin Elana James (* 1970), Jazz-Geigerin Karla Jay (* 1947), Hochschullehrerin für Englisch und LGBT-Aktivistin Joyce Johnson (* 1935), Schriftstellerin Erica Jong (* 1942), Schriftstellerin Jeane Kirkpatrick (1926–2006), Botschafterin der Vereinigten Staaten bei der UNO (1981 bis 1985) Jhumpa Lahiri (* 1967), Autorin Lillian Rosanoff Lieber (1886–1986), Mathematikerin, Autorin und Hochschullehrerin Margaret Mead (1901–1978), Anthropologin und Ethnologin Agnes E. Meyer (1887–1970), Journalistin und Mäzenin Alice Duer Miller (1874–1942), Schriftstellerin, Dichterin und Feministin. Judith Miller (* 1948), Journalistin Cynthia Nixon (* 1966), Schauspielerin Iris Owens (1929–2008), Schriftstellerin Elsie Clews Parsons (1875–1941), Soziologin und Anthropologin Lee Remick (1935–1991), Schauspielerin Joan Rivers (1933–2014), Entertainerin Anna J. Schwartz (1915–2012), Ökonomin Liliana Segura, Journalistin Sofia Simmonds (1917–2007), Chemikerin und Hochschullehrerin Martha Stewart (* 1941), Herausgeberin Anna Diggs Taylor (1932–2017), Juristin, erste Richterin an einem Bundesgericht Twyla Tharp (* 1941), Choreografin und Ballettmeisterin Erin L. Thompson, Kunsthistorikerin und Juristin Suzanne Vega (* 1959), Sängerin und Songwriterin Jeannette Walls (* 1960), Journalistin Jane Wyatt (1910–2006), Schauspielerin

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